Anne Paceo – Yôkai

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Anne Paceo – Yôkai

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PACEO_digiFACE (Laborie, VÖ: 26.10.2012)
Seit 2007 folgt und begleitet das Label LABORIE Jazz aufmerksam die Karriere von Anne Paceo. So war das Label schon bei den ersten beiden Alben mit von der Partie. Mit ihrer Gruppe Triphase, mit der sie 2011 einen Victoire du Jazz und 2010 einen Django d’Or erhalten hat, macht Anne Paceo ihren Weg als Schlagzeugerin, und dies einerseits als Kopf der Gruppe aber eben auch als “sidewoman”. Sie gehört zu der jungen Generation von Musikern, die die französische, sowie europäische Jazzszene beleben. Anne Paceo versteht es ihr Talent, wie auch ihre Gabe zu Komponieren weiter zu entwickeln und zu vertiefen. Dabei gewinnt sie ihre Einflüsse und Inspiration von verschiedensten Kulturen und von den Reisen, die sie kürzlich u.a. nach Birma, Skandinavien und Kanada unternommen hat. Diese haben ihre Fähigkeit ein originelles, subtiles und feines musisches Umfeld zu schaffen noch weiter verfestigt und “Yôkai” kann als bestes Beispiel dafür gesehen werden.

Und der Lauf der Dinge führte somit zur Kreation dieses Quintetts, in dem man fünf außerordentliche Talente dieser jungen Generation wieder findet. Antonin Tri Hoang, Pierre Perchaud, Leonardo Montana nehmen zurzeit an zahlreichen musikalischen Projekten Teil. Sie verstehen es sowohl als Soloartisten aufzutreten, als auch mit anderen Künstlern kreativ zusammen zu arbeiten und nur deshalb konnte das Orchester verwirklich werden. Als der Musiker mit der meisten Erfahrung, trägt Stéphane Kerecki schließlich seine tatkräftige Unterstützung und eine solide Grundlage für das Quintett bei.
Das Projekt begann im Februar 2011 auf der Bühne von Laborie, und hat sich dann schnell auf die Bühnen zahlreicher Jazzclubs ausgebreitet (Sunside, Avignon,..). Das Quintett um Anne Paceo geht an die Veröffentlichung des neuen Albums und den kommenden Konzerten mit einer minutiösen Vorbereitung und einer detailgenauen Planung, die man so nur selten sieht, heran. Aufgrund ihrer Präferenz für die Bühne
und das Zusammentreffen mit dem Publikum vorziehen, kann man zusehen wie die Zahl der treuen Fans der Gruppe stetig steigt.
Mit nicht einmal 30 Jahren hat Anne Paceo bereits einiges in ihrer Karriere erlebt. Konzerte in mehr als 34 verschiedenen Ländern, 2010 einen Django d’Or, 2011 folgt ein Victoire de la Musique, zwei Platten als Bandleader: “Triphase” aus dem Jahr 2008 und “Empreintes” im Jahr 2010, ein Trio, mit dem sie mehr als 130 Konzerte auf der ganzen Welt, darunter auf den größten Festivals, gegeben hat. Darüber hinaus hat sie mit großen Musikern der internationalen Szene von Christian Escoudé bis Rick Margitza über China Moses, Emmanuel Bex, Philip Catherine, Alain Jean-Mair, Henri Texier, oder auch Rhoda Scott zusammen gearbeitet.
Seit zwei Jahren spielt sie nun auf zahlreichen Bühnen in Europa, mit “Myanmar meets Europe” (einem Orchester, das vier europäische Improvisationsmusiker und ein traditionelles Orchester aus Birma aus sechs Musikern vereint) oder auch mit der Norrbotten Big Band, einem in Skandinavien sehr renommierten Orchester, welches Anne Paceo die Möglichkeit gibt ihre Kompositionen ab Anfang 2012 mit ihnen
gemeinsam zu spielen.
Anne Paceo hat ihre ersten Lebensjahre an der Elfenbeinküste verbracht, wurde dort von Rhythmen der Schlagzeuger beeinflusst, die im Haus nebenan ihre Bandproben hatten.
Im Jahre 1994 dann beginnt sie in Frankreich Schlagzeug zu spielen, und entdeckt dann im Jahre 1998 mit Stéphane Kochoyan auf dem Stage-Festival “les enfants du jazz de Barcelonnette” den Jazz für sich. Sie folgt dort der Masterclasses von Kenny Garrett, Ravi Coltrane oder auch Dianne Reeves.
Ab 2000 beginnt sie dann in Frankreich auf Tournee zu gehen, gibt zahlreiche Konzerte mit Gruppen verschiedenster Musikrichtungen, darunter Funk, Soul, Jazz und Rock. 2005 schreibt sie sich am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris in der Abteilung für Jazz ein. Sie studiert dort mit Riccardo Del Fra, Dré Pallemaerts, Glenn Ferris Hervé Sellin und Francois Thébèrge und erhält dort einen Preis mit Auszeichnung. Im gleichen Jahr trifft sie auf den Gitarristen Christian Escoudé, der sie in die Gruppe “Progressive Sextet” mit dem Akkordeonisten Marcel Azzola (“Chauffe Marcel!”), und den Musikern Jean-Marc Jaffet, Jean-Baptiste Laya und Stéphane Guillaume mit aufnimmt. Sie soll dort bis 2011 die alleinige Schlagzeugerin des Gitarristen innerhalb mehrerer seiner Formationen bleiben (Quartet mit Géraldine Laurent, Sextett mit Pierre Boussaguet und André Villeger, Trio mit Darryl Hall). Darüber hinaus soll sie zwei Platten mit dem Gitarristen aufnehmen. “Catalogne” und “Brassens”, mit u.a. Bireli Lagrène.
2006 bekommt sie ihren ersten Preis als Soloartist im Rahmen der Trophées du Sunside, dem Preis für das Nachwuchstalent des Festivals von Montauban wie auch den ersten Preis als Gruppe auf dem Jazzfestival St Germain des Prés mit “Triphase”. Sie ist ebenso Teil der acht Glückspilze, die von Charlie Haden (unter 200 Kandidaten) persönlich ausgewählt wurden, in seinem einwöchigen Workshop in der Cité de la Musique in Paris teilzunehmen.
2007 wie auch 2008, beginnt sie mit zahlreichen Künstlern der französischen Musikszene zu arbeiten und somit bekommt sie regelmäßig freie Hand für ihre Auftritte im berühmten Pariser Klub “Le Duc des Lombards”. Sie profitiert von diesen Auftritten, um mit anderen Musikern zusammen zu arbeiten, wie z.B. Henri Texier,
Julien Loureau, Rhoda Scott und Rick Margitza, Pierre de Bethman, wie auch mit Shootingstars wie Yaron Herman, Emile Parisien, Vincent Peirani, Pierre Perchaud.
Schließlich wird sie vom Conservatoire de Paris auserwählt um Frankreich auf der jährlichen Konferenz IAJE zu vertreten. Bei dieser Gelegenheit spielt sie mit dem Pianisten und Komponisten Michel Legrand und hat so die Chance als Vorgruppe von Charlie Haden zu spielen.
2008 veröffentlicht sie dann ihre erste CD mit dem Trio Triphase unter dem Label LABORIE Jazz. Die Platte erhält durchwegs positive Kritiken (3F Télérama, 4 Sterne Jazzamag, Elu Citizen Jazz, Django d’Or). Die Gruppe wird zu den größten Festivals eingeladen (Jazz in Wien, Paris Jazz Festival, Jazz in Taipei, Jazzahead, Jazz au fil de l’Oise) und spielt zudem in zahlreichen Ländern (Chile, Indonesien, Elfenbeinküste, Vietnam, Kanada, Myanmar, Taiwan, Portugal, Deutschland).
2009 widmet ihr Francis Marmande einen Artikel in der großen französischen Tageszeitung “Le Monde” , woraufhin sie beginnt mit Alain Jean-Marie und China Moses zusammen zu arbeiten.
2010 wird sie dazu auserwählt Schlagzeug für das European Jazz Orchestra zu spielen. Dieses Abenteuer erlaubt ihr festere Verbindungen zur europäischen Jazzszene zu knüpfen und somit auch ihre Karriere in Ländern wie Norwegen, Schweden, Griechenland und Polen anzutreiben.
Ebenfalls im Jahre 2010, veröffentlich sie ihr zweites Album als Trio “Empreintes” (Elu Citizen Jazz, Emoi, So Jazz, Victoire du Jazz) unter dem Label LABORIE Jazz und bekommt so ein Stipendium der SACEM. Schließlich profitiert sie auch von der Unterstützung drei großer Marken, nämlich in Form von Schlagzeugen von Yamaha, Becken von Bosphorus und Schlegel von Vater.
2012 erscheint nun ihr drittes Album “Yokai”, welches sie im Quintett gemeinsam mit Pierre Perchaud, Stéphane Kerecki, Antonin-Tri Hoang und Léonardo Montana aufgenommen hat. Diese neue Platte bestätigt nur zu gut all die “kleinen schönen Dinge”, die wir schon im Laufe der letzten Jahre mit und an ihr kennen lernen durften.
Anne Paceo behauptet sich somit als eine der wichtigsten Musikerinnen und Komponisten der jungen Jazzszene Frankreichs.