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Dejan Terzic AXIOM – Grow (Releasedate: 10.04.2026)

Dejan Terzic AXIOM
Das Axiom Quartet in seiner heutigen Besetzung begann im Sommer 2015 zusammenzuarbeiten, nachdem seine Mitglieder sorgfältig ausgewählt worden waren und – mit einigem Überzeugungsaufwand Dejan Terzics damaliges Label CamJazz und dessen Produzenten Ermanno Basso dafür gewonnen hatten. Ihre erste CD, „Prometheus“ wurde im Februar 2016 in New York aufgenommen. Seit dem ersten Zusammentreffen der Band im Jahr 2015 ist viel passiert – wobei es streng genommen gar nicht ihr erstes gemeinsames Treffen war:
Dejan Terzic und Chris Speed arbeiteten bereits seit 2004 miteinander und haben zusammen Aufnahmen gemacht. Doch erst 2015 kamen sie in jener Quartettbesetzung zusammen, die Sie heute hören. Seitdem ist Axiom ausgiebig durch Europa getourt und hat ein weiteres Album aufgenommen, das im März 2020, zu Beginn der Pandemie, in Udine (Italien) entstand und schließlich 2022 veröffentlicht wurde. „Grow“ ist nun die dritte CD des Axiom Quartetts. Sie wurde teilweise live am 3. Mai 2024 während eines Konzerts im wunderschönen Teatro Reana del Royale in Udine aufgenommen. „Teilweise live“ bedeutet, dass zwei der Stücke direkt aus dem Konzert stammen, während der Rest früher am selben Tag auf derselben Bühne eingespielt wurde. Es handelt sich um ein vollständiges Live-Set mit Musik von Axiom – ohne Overdubs, ohne nachträgliche Bearbeitung, ohne Korrekturen. Die Band, ganz pur, in Echtzeit.
Anfangs war Dejan von der Idee einer Live-Aufnahme begeistert – schließlich hatte er seit Jahrzehnten kein Live-Album mehr veröffentlicht. Einmal mehr gilt Ermanno Basso unser Dank, der uns zu diesem Schritt ermutigt hat. Dejan war vom Ergebnis überwältigt. Die Tatsache, dass die Band seit über zehn Jahren zusammenspielt, hat ihr musikalisches Verständnis, ihr Miteinander und ihre gemeinsame Herangehensweise an Spiel und Improvisation tief geprägt. Wir hatten das Privileg, diese Kompositionen vor der Aufnahme in dreizehn Konzerten zu erarbeiten und zu erforschen.
Line-Up
Chris Speed – sax and clarinet
Bojan Z. – Piano and fender rhodes
Matt Penman – acoustic bass
Dejan Terzic – drum
Credits:
All Compositions written by Dejan Terzic (Gema) except : Ruzica („Ruzica sem bila”/ traditional)
Dejan Terzic plays Canopus Drums and Zildjian Cymbals.
Recorded on May 3rd 2024 by Francesco Blasig
Mixed & mastered by Stefano Amerio at Artesuono Recording Studios – Cavalicco (Udine) – Italy
All songs published by o-tone music publishing
Über die neun Tracks:
„Blood“ ist eine ätherische Melodie, teilweise inspiriert von alten osteuropäischen Volksliedern. Sie steht im 7/8-Takt, auch wenn die Phrasierung sehr frei und agogisch wirkt. „Addition“ ist eine minimalistische Skizze, die auf geschichteten polyrhythmischen Erweiterungen beruht, über die das Quartett gemeinsam improvisiert. „Growing“, der Titeltrack, entfaltet sich aus einer Melodie, die durch wechselnde Rhythmen und Metren wandert. Die kollektive Improvisation mit Chris an der Klarinette wirkt dabei beinahe hypnotisch. „Present_Past_Future“ stellt eine Frage: Wohin gehen wir von hier aus? Ich begann das Stück im Februar 2022 zu schreiben – an dem Tag, als Russland in die Ukraine einmarschierte – als Protest gegen diesen Krieg und gegen jeden Krieg. Der ungewisse Ausgang dieses Konflikts treibt die Welt weiter auseinander. „Ruzica“ ist ein altes kroatisch-slawonisches Volkslied, das ich in einem jugoslawischen Klavierbuch aus dem Jahr 1975 entdeckt habe. 2004 nahm ich es erstmals mit Chris an der Klarinette auf, und seither kehrt das Stück immer wieder zu uns zurück. Axiom hat es über die Jahre hinweg stets als Zugabe gespielt. Die Atmosphäre des Quartetts bleibt dabei fragil und von großer Zartheit geprägt. „Shoplifting“ ist eine weitere minimalistische Skizze mit sich überlagernden Polyrhythmen zwischen uns vieren. Ich liebe es, minimalistische Motive zu verwenden, die sich gegeneinander bewegen, um dann in einer kollektiven Improvisation vollständig auseinanderzubrechen. „Reminiscence“ ist ein sanftes Stück mit Verbindungen zu Osteuropa. „Chorale“, geschrieben als Solostück für Klarinette, entfaltet sich mit einem linearen Ansatz in Form und Melodie. Am Ende wird das Material durcheinandergewürfelt, was zu einem erhöhten Zustand führt, der sich wie etwas völlig anderes anfühlt, aber dennoch sehr nah am ursprünglichen Motiv ist. „Ennea“ ist das griechische Wort für neun – eine Zahl, die für mich eine tiefe Bedeutung hat. In diesem Stück erkunden wir viele Möglichkeiten dieser Zahl, die in afrikanischen Rhythmuskonzepten verwurzelt sind und durch polyrhythmische Strukturen erweitert werden.
http://dejanterzic.com/en/dejan-terzic.html
