JazzNights mit Nils Landgren

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JazzNights mit Nils Landgren

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Nils Landgren_byStevenHaberland

Tourdaten
Nils Landgren All Stars & Neue Philharmonie Frankfurt

02.03.2016 DORTMUND – Konzerthaus
06.03.2016 DESSAU – Kurt-Weill-Fest
09.03.2016 FRANKFURT – Alte Oper
11.03.2016 DRESDEN – Alter Schlachthof
12.03.2016 KARLSRUHE – Tollhaus
13.03.2016 DÜSSELDORF – Tonhalle
18.03.2016 LÜBECK – Musik- und Kongreßhalle
19.03.2016 HAMBURG – Laeiszhalle
20.03.2016 LEIPZIG – Haus Auensee

„Jazz ist Freude am Spiel und deshalb Unterhaltung im besten Sinne“ (Leonard Bernstein)

Leonard Bernstein – einer der größten Komponisten und Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Ein Mann mit zwei Seelen in seiner Brust: Ein Besessener des musikalisch Ernsten und des Unterhaltenden, ein Erzmusikant des Leichten und des Schweren. Bernstein schrieb große sinfonische Orchesterwerke, aber er war auch ein Freund der leichten Muse, die unter seiner Feder herausragte: Mit dem Musical „West Side Story“ landete er einen Welterfolg, „On The Town“ wurde besonders durch die Verfilmung mit Gene Kelly und Frank Sinatra bekannt. Daneben schrieb Bernstein Filmmusiken und Songs, und suchte auch immer wieder die Nähe zum Jazz, ja von allen großen klassischen Maestros seiner Generation war er der entschiedenste Fürsprecher dieses Genres. Er war nicht nur ein profunder Jazz-Kenner, er verstand diese Musik als Pianist auch zu spielen und bediente sich als Komponist ihrer Elemente. Es ist daher mehr als kurios, dass Jazzer bis heute Bernstein so gut wie nie adaptiert haben.

Dachte sich auch ACT-Chef Siggi Loch, und schlug Nils Landgren ein Tribute an den großen Komponisten des 20. Jahrhunderts vor. Der musste nicht lange überlegen: „Ich habe Bernstein immer verehrt, als Musiker, als Dirigent, als Komponist, aber einfach auch als Menschen. Seine Musik ist einfach einzigartig, sehr charakteristisch, wie er schreibt. Und immer emotional und menschlich.“ Nun setzt Nils Landgren Bernstein mit „Some Other Time“ ein Denkmal. Genauso wie er ist Mr. Redhorn ein alle Menschen umarmender Musiker: Jazz, Balladen, Funk, aber auch klassische Musik, Landgren berührt als Sänger und Posaunist das Herz und die Seele.

Was Landgren anfangs noch nicht ahnte: „Some Other Time“ sollte sein bisher aufwendigstes Projekt werden. Ein Höhepunkt pünktlich zu seinem 60sten Geburtstag am 15. Februar 2016. Mehrfach reiste er für Recherchen nach New York. Am Ende fanden sich sowohl für das Album als auch für die Tour „absolute Traumbesetzungen“ zusammen. Keinem Geringeren als den mit sechs Grammys (bei 25 Nominierungen!) dekorierten amerikanischen Star-Arrangeur Vince Mendoza wurde die Orchestrierung in die Hände gelegt, der bereits mit Künstlern wie Herbie Hancock und Al Jarreau sowie Popstars von Björk bis Robbie Williams zusammengearbeitet hat. Sein Clou bei „Some Other Time“: Keine Streicher wie man sicher erwartet hätte, sondern nur Holz- und Blechbläser, meisterhaft und klangfarbenreich arrangiert.

Für das rhythmische Fundament auf der JazzNights Tournee 2016 sorgen Landgrens langjährige Wegbegleiter: Bassist Dieter Ilg, der mit seinen Klassikbearbeitungen von Verdi, Wagner und Beethoven die perfekten Referenzen für dieses Projekt mitbringt, Pianist Jan Lundgren, der neben nordischem Vemod und impressionistischen Esprit auch in der amerikanischen Jazzpianotradition verwurzelt ist und der formidable schwedische Schlagzeuger Rasmus Kihlberg. Landgrens All Star Quartett wird erweitert durch die Musiker der Neuen Philharmonie Frankfurt, die weiblichen Gesangsparts (auf dem Album: Janis Siegel) übernimmt bei den Konzerten die schwedische Sängerin Viktoria Tolstoy, die große Melodramatikerin des Jazz, welche das Ensemble live komplettieren wird.

Homogen verschmilzt die Rhythmusgruppe mit dem Klangkörper der Neuen Philharmonie Frankfurt und über diesem Klangfundament schweben die unnachahmliche Posaune und der charakteristische, fragile Gesang von Nils Landren.

Alle zusammen gingen mit größtem Respekt vor Bernsteins Werk an die Arbeit. So ist „Some Other Time“ kein Bigband-Projekt geworden, es ist sinfonisch geschrieben und geblieben. „Vince und ich suchten den klassischen Klang, mit einem jazzigen Twist“, beschreibt es Landgren. Stolz ist er vor allem auf die Gemeinschaftsleistung: „Jeder hat seine Favoriten in den Ring geworfen. Dann haben wir einen Riesentopf gemacht und alles so lange runter gekocht, bis die für uns besten Bestandteile übrig blieben.“ Das Repertoire schlägt einen weiten Bogen, angefangen mit Stücken seines ersten, 1944 geschriebenen und durch die Verfilmung mit Gene Kelly und Frank Sinatra weltberühmt gewordenen Musicals „On The Town“. Daraus stammt auch das titelgebende „Some Other Time“, das man damals wie heute vieldeutig verstehen kann: nostalgisch, futuristisch oder als musikalisches Versprechen. Ebenso beleuchtet werden zu Unrecht etwas in Vergessenheit geratene Songs für „Wonderful Town“ wie „A Quiet Girl“, außerdem „A Simple Song“ aus Bernsteins 1971 komponierter „Mass“.

Das Herzstück indes liefert natürlich die „West Side Story“, von der Ouvertüre „America“ über „Maria“ und „Cool“ bis zu „Somewhere“.

In jedem Sinn grenzenlose Melodien und Musik aus der raren Kategorie der zeitlosen Meisterwerke. Hier neu und auf ihre individuelle Weise zum Leben erweckt von Musikern, die dadurch ein anderes Bernstein-Credo mit Leben erfüllen, das in diesen Tagen aktueller denn je ist: „Das ist unsere Antwort auf Gewalt: Intensiver, schöner und hingebungsvoller zu musizieren als je zuvor.“

Tour Line-Up:
Nils Landgren (Posaune & Gesang)
Viktoria Tolstoy (Gesang)
Jan Lundgren (Piano)
Dieter Ilg (Bass)
Rasmus Kihlberg (Drums)

Aktuelles Album:
NILS LANDGREN WITH JANIS SIEGEL
Some Other Time, A Tribute to Leonard Bernstein (VÖ: 29.01.2016, ACT/Edel)

Ticketservice: 040 413 22 60 // 01806 62 62 80 (Festnetz: 0,20€/Anruf, Mobilfunk: max. 0,60€/Anruf)
Online: kj.de // tickets@kj.de