{"id":8895,"date":"2019-08-19T12:02:40","date_gmt":"2019-08-19T10:02:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.qrious.de\/?p=8895"},"modified":"2020-02-14T13:20:04","modified_gmt":"2020-02-14T11:20:04","slug":"christoph-pepe-auer-white-noise-releasedate-20-09-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.qrious.de\/en\/christoph-pepe-auer-white-noise-releasedate-20-09-2019\/","title":{"rendered":"Christoph Pepe Auer &#8211; White Noise (Releasedate: 20.09.2019)"},"content":{"rendered":"<p>[:de]<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8896\" src=\"https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-300x269.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-300x269.jpg 300w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-150x134.jpg 150w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-768x688.jpg 768w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-1024x917.jpg 1024w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-212x190.jpg 212w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-645x578.jpg 645w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-345x309.jpg 345w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-600x537.jpg 600w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Wie weit lassen sich Klangfarben und Sounds bestimmter Instrumente transzendieren? Erweiterte Spieltechniken sind in der Neuen Musik l\u00c3\u00a4ngst \u00c3\u00bcblich, im Jazz hingegen vergleichsweise noch weniger verbreitet. Christoph Pepe Auer, in Wien ans\u00c3\u00a4ssiger Klarinettist und Saxophonist u.a. bei der Jazzbigband Graz (JBBG), begann vor rund einem Dutzend Jahren mit seiner pers\u00c3\u00b6nlichen Klangforschung. Sie f\u00c3\u00bchrte ihn Richtung Abstraktion, vor allem aber hin zu einer individuellen Kombination aus rhythmischen Patterns und Grooves, zu minimalistischen Strukturen und einer innovativen, elektro-akustischen \u00c3\u201esthetik. F\u00c3\u00bcr sein charakteristisches Spiel erhielt Auer einige Auszeichnungen, darunter dreimal den \u00c3\u00b6sterreichischen Hans Koller-Musikpreis, und viel internationales Presse-Lob.<br \/>\nAuers Sinn f\u00c3\u00bcrs Ausprobieren bei seinem Debut \u00e2\u20ac\u017eSongs I Like\u00e2\u20ac\u0153 folgte eine ausgedehnte Tour, w\u00c3\u00a4hrend der sich die jetzige Formation des Quartetts, bestehend aus ihm, Cello, Klavier und Schlagzeug etablierte. Das funktionierte hervorragend und so lag es auf der Hand, dass die nun vorliegende, zweite Ver\u00c3\u00b6ffentlichung live eingespielt wurde. Auf White Noise geben sich Komponist, Arrangeur und Namensgeber Auer, Cellist Clemens Sainitzer, Pianist Mike Tiefenbacher und Schlagzeuger Gregor Hilbe als Klangmaler:<br \/>\n\u00e2\u20ac\u017eWhite Noise, also Wei\u00c3\u0178es Rauschen, ist ein akustisches oder optisches Signal mit gleicher Intensit\u00c3\u00a4t an verschiedenen Frequenzen, die eine konstant spektrale Leistungsdichte ergeben. Wei\u00c3\u0178 ist eine ausgewogene Summe von Farben und als Struktur vollst\u00c3\u00a4ndig. Wird eine der Farboptionen hervorgehoben, entstehen Stimmungen wie beispielsweise in der Golden Hour. Das ist die Stunde, bevor die Sonne am Horizont untergeht. Rot wird pr\u00c3\u00a4senter und schafft eine spezifische Farbgebung und Atmosph\u00c3\u00a4re.<br \/>\nMan findet akustisch spektrale Klanglandschaften in der Natur. Beispielsweise bei Wind und Regen, an Wasserf\u00c3\u00a4llen, am Meer oder in galaktischen Kl\u00c3\u00a4ngen. In der Musik ist das Ph\u00c3\u00a4nomen st\u00c3\u00a4ndig pr\u00c3\u00a4sent, aber<br \/>\nmacht sich selten bemerkbar. Durch elektronisch erzeugte Signale wird der White Noise Effekt st\u00c3\u00a4rker, und durch deren Verwendung kann man Wege finden, diese haupts\u00c3\u00a4chlich unbewusste Schicht von Ger\u00c3\u00a4uschen wahrnehmbarer zu machen.<br \/>\nDie psychologische Wirkung von Wei\u00c3\u0178em Rauschen auf das menschliche Gehirn ist eine Beruhigung und eine Aktivierung des Geistes gleichzeitig. Dieses Ph\u00c3\u00a4nomen, das scheinbar Gegens\u00c3\u00a4tze gleichzeitig bedient, wird daher in Schlaf- und Lernforschung durchleuchtet und verwendet. Es dient als Vehikel um in einen tieferen, fokussierteren Geisteszustand zu gelangen. Zuletzt kommuniziert diese Ebene stark mit dem emotionalen Teil des Gehirns.<br \/>\n\u00e2\u20ac\u017e All diese Beschreibungen sind Bestrebungen, die ich auch mit meiner Musik erreichen will.\u00e2\u20ac\u0153<br \/>\nWhite Noise ist gepr\u00c3\u00a4gt vom facettenreichen Zusammenspiel akustischer Instrumente und elektronischer Vignetten. Im Mittelpunkt steht die Bassklarinette mit ihrem erdigen, weichen Ton und ihren unz\u00c3\u00a4hligen M\u00c3\u00b6glichkeiten der Klangerzeugung. Um sie herum komponierte Auer St\u00c3\u00bccke, die sich nicht nur in ihren Arrangements zuweilen markant voneinander unterscheiden.<br \/>\nDer Aufmacher Golden Hour schleicht sich langsam an, das Arpeggio des Synthesizers erinnert an Filmmusik. Ein versetzter Groove und eine eing\u00c3\u00a4ngige Melodie \u00c3\u00bcbernehmen die F\u00c3\u00bchrung, das n\u00c3\u00a4chste Break folgt wenig sp\u00c3\u00a4ter. Im letzten Drittel driftet das St\u00c3\u00bcck mit komplexen instrumentalen Dialogen, kreiselnden Phrasen und einem agilen Bassklarinetten-Solo deutlicher Richtung Jazz. Big Five tendiert atmosph\u00c3\u00a4risch in eine \u00c3\u00a4hnliche Richtung, nur dass hier ein Fl\u00c3\u00bcgel die Arpeggien spielt. Das Schlagzeug lockt mit fr\u00c3\u00b6hlich synkopiertem Puls, dar\u00c3\u00bcber unternimmt die Klarinette virtuose Exkursionen. Finally lockt mit einem tanzfl\u00c3\u00a4chentauglichen Beat und warm timbrierten, schwerelosen Tenorsaxophon; dazwischen wirft das Cello flirrende oder beinahe Stakkato-artige Phrasen ein, wenig sp\u00c3\u00a4ter trifft es sich mit dem Saxophon zu gemeinsamen melodischen Linien. Filmisch wird es dann wieder bei Die Kontrabassklarinette. Ihre abgr\u00c3\u00bcndigen, markant-schnarrenden T\u00c3\u00b6ne werden vom kammermusikalischen Cello \u00e2\u20ac\u201c gestrichen oder gezupft \u00e2\u20ac\u201c in h\u00c3\u00b6heren Registern kontrastiert; f\u00c3\u00bcr Auftrieb sorgt ein ansteckender Schlagzeug-Groove, der in Breaks verwirbelt. White Voice beginnt als reduzierter Song im Ambient- oder Lounge-Stil, doch der erste Eindruck tr\u00c3\u00bcgt. Zwar h\u00c3\u00a4lt das St\u00c3\u00bcck seine entspannte Stimmung eine ganze Weile durch, schlie\u00c3\u0178lich dringen aber Klavier und Schlagzeug ein, befeuern das Tempo und verlagern das Geschehen in einen Jazzclub.<br \/>\nInsgesamt liegt die Komplexit\u00c3\u00a4t der Musik vor allem in ihren rhythmischen und klanglichen Variationen. Einige Leute empf\u00c3\u00a4nden sie schon als Pop, sagt Auer, tats\u00c3\u00a4chlich geht vor allem die rhythmische Ebene weit \u00c3\u00bcber den \u00c3\u00bcblichen Pophorizont hinaus. Bei manchen Titeln bilden Schlagzeug und selbst eingespielte, zu groovenden Mustern angeordnete Samples ein pr\u00c3\u00a4zises Geflecht, pr\u00c3\u00a4gnant zu h\u00c3\u00b6ren etwa in The Sequence Part I &amp; II. In eine ganz andere Richtung tendiert Remembrance, das sich an Musik des 14. Jahrhunderts anlehnt und von einer leicht sakralen Aura durchweht scheint. In j\u00c3\u00bcngerer Zeit entwickelte Auer auch einen engen Bezug zu analogen Synthesizern, inspiriert von der britischen Singer\/Songwriter- und Electro-Szene.<br \/>\nSein Saxophon l\u00c3\u00a4sst Auer so weich und schwebend wie eine japanische Shakuhachi-Fl\u00c3\u00b6te klingen, auf der Bassklarinette findet er zu Linien, Riffs und Slaps im Stil eines E-Basses. Perkussive Ger\u00c3\u00a4usche komplettieren seine imagin\u00c3\u00a4re Einmann-Rhythmusgruppe. Auers j\u00c3\u00bcngstes Klangwerkzeug ist eine Kontrabass-Klarinette. \u00e2\u20ac\u017eSie reicht noch tiefer als ein Kontrabass und kann wie sonst nur eine Orgel ohne Verst\u00c3\u00a4rker den Fu\u00c3\u0178boden vibrieren lassen\u00e2\u20ac\u0153, grinst Auer. \u00e2\u20ac\u017eIch habe sie von einem Instrumentensammler in den USA bekommen, allerdings musste sie fast zwei Jahre restauriert werden, um sie spielbar zu machen.\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p><strong>Additional Infos:<\/strong><br \/>\nRecorded By<br \/>\nChristoph Pepe Auer in 2019, Musikzimmer Wien, Mixed By Kurt Richter in 2019, Musikzimmer Wien<br \/>\nMastered By<br \/>\nMartin Scheer in 2019, Scheer Audio Mastering., Graphics By Stefan Fallmann, Photo By Julia Wesely<\/p>\n<p><strong>Line up live:<\/strong><br \/>\nChristoph Pepe Auer &#8211; clarinets &amp; saxophones, electronics; Clemens Sainitzer \u00e2\u20ac\u201c violoncello; Mike Tiefenbacher \u00e2\u20ac\u201c piano; Christian Grobauer &#8211; drums, electronics<\/p>\n<p><strong>Tourdaten:<\/strong><br \/>\n21.03.20 Herten &#8211; Fine Art Jazz Festival<br \/>\n04.06.20 Frankfurt &#8211; Fabrik<br \/>\n05.06.20 Hamburg &#8211; Halle 424<\/p>\n<p><strong>Links:<\/strong><br \/>\nOffizielle Homepage: https:\/\/www.pepeauer.com\/<br \/>\nFacebook: https:\/\/www.facebook.com\/pepephon\/<br \/>\nTwitter: @pepe_auer<br \/>\nInstagram: https:\/\/www.instagram.com\/pepeauer\/<br \/>\nVideo Golden Hour: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=j8wyEu8IOC8<br \/>\nEPK: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nzGnZ3iha2Y[:en]<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8896\" src=\"https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-300x269.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-300x269.jpg 300w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-150x134.jpg 150w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-768x688.jpg 768w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-1024x917.jpg 1024w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-212x190.jpg 212w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-645x578.jpg 645w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-345x309.jpg 345w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover-600x537.jpg 600w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/White-Noise_Cover.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Wie weit lassen sich Klangfarben und Sounds bestimmter Instrumente transzendieren? Erweiterte Spieltechniken sind in der Neuen Musik l\u00c3\u00a4ngst \u00c3\u00bcblich, im Jazz hingegen vergleichsweise noch weniger verbreitet. Christoph Pepe Auer, in Wien ans\u00c3\u00a4ssiger Klarinettist und Saxophonist u.a. bei der Jazzbigband Graz (JBBG), begann vor rund einem Dutzend Jahren mit seiner pers\u00c3\u00b6nlichen Klangforschung. Sie f\u00c3\u00bchrte ihn Richtung Abstraktion, vor allem aber hin zu einer individuellen Kombination aus rhythmischen Patterns und Grooves, zu minimalistischen Strukturen und einer innovativen, elektro-akustischen \u00c3\u201esthetik. F\u00c3\u00bcr sein charakteristisches Spiel erhielt Auer einige Auszeichnungen, darunter dreimal den \u00c3\u00b6sterreichischen Hans Koller-Musikpreis, und viel internationales Presse-Lob.<br \/>\nAuers Sinn f\u00c3\u00bcrs Ausprobieren bei seinem Debut \u00e2\u20ac\u017eSongs I Like\u00e2\u20ac\u0153 folgte eine ausgedehnte Tour, w\u00c3\u00a4hrend der sich die jetzige Formation des Quartetts, bestehend aus ihm, Cello, Klavier und Schlagzeug etablierte. Das funktionierte hervorragend und so lag es auf der Hand, dass die nun vorliegende, zweite Ver\u00c3\u00b6ffentlichung live eingespielt wurde. 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In der Musik ist das Ph\u00c3\u00a4nomen st\u00c3\u00a4ndig pr\u00c3\u00a4sent, aber<br \/>\nmacht sich selten bemerkbar. Durch elektronisch erzeugte Signale wird der White Noise Effekt st\u00c3\u00a4rker, und durch deren Verwendung kann man Wege finden, diese haupts\u00c3\u00a4chlich unbewusste Schicht von Ger\u00c3\u00a4uschen wahrnehmbarer zu machen.<br \/>\nDie psychologische Wirkung von Wei\u00c3\u0178em Rauschen auf das menschliche Gehirn ist eine Beruhigung und eine Aktivierung des Geistes gleichzeitig. Dieses Ph\u00c3\u00a4nomen, das scheinbar Gegens\u00c3\u00a4tze gleichzeitig bedient, wird daher in Schlaf- und Lernforschung durchleuchtet und verwendet. Es dient als Vehikel um in einen tieferen, fokussierteren Geisteszustand zu gelangen. Zuletzt kommuniziert diese Ebene stark mit dem emotionalen Teil des Gehirns.<br \/>\n\u00e2\u20ac\u017e All diese Beschreibungen sind Bestrebungen, die ich auch mit meiner Musik erreichen will.\u00e2\u20ac\u0153<br \/>\nWhite Noise ist gepr\u00c3\u00a4gt vom facettenreichen Zusammenspiel akustischer Instrumente und elektronischer Vignetten. Im Mittelpunkt steht die Bassklarinette mit ihrem erdigen, weichen Ton und ihren unz\u00c3\u00a4hligen M\u00c3\u00b6glichkeiten der Klangerzeugung. Um sie herum komponierte Auer St\u00c3\u00bccke, die sich nicht nur in ihren Arrangements zuweilen markant voneinander unterscheiden.<br \/>\nDer Aufmacher Golden Hour schleicht sich langsam an, das Arpeggio des Synthesizers erinnert an Filmmusik. Ein versetzter Groove und eine eing\u00c3\u00a4ngige Melodie \u00c3\u00bcbernehmen die F\u00c3\u00bchrung, das n\u00c3\u00a4chste Break folgt wenig sp\u00c3\u00a4ter. 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Ihre abgr\u00c3\u00bcndigen, markant-schnarrenden T\u00c3\u00b6ne werden vom kammermusikalischen Cello \u00e2\u20ac\u201c gestrichen oder gezupft \u00e2\u20ac\u201c in h\u00c3\u00b6heren Registern kontrastiert; f\u00c3\u00bcr Auftrieb sorgt ein ansteckender Schlagzeug-Groove, der in Breaks verwirbelt. White Voice beginnt als reduzierter Song im Ambient- oder Lounge-Stil, doch der erste Eindruck tr\u00c3\u00bcgt. Zwar h\u00c3\u00a4lt das St\u00c3\u00bcck seine entspannte Stimmung eine ganze Weile durch, schlie\u00c3\u0178lich dringen aber Klavier und Schlagzeug ein, befeuern das Tempo und verlagern das Geschehen in einen Jazzclub.<br \/>\nInsgesamt liegt die Komplexit\u00c3\u00a4t der Musik vor allem in ihren rhythmischen und klanglichen Variationen. Einige Leute empf\u00c3\u00a4nden sie schon als Pop, sagt Auer, tats\u00c3\u00a4chlich geht vor allem die rhythmische Ebene weit \u00c3\u00bcber den \u00c3\u00bcblichen Pophorizont hinaus. Bei manchen Titeln bilden Schlagzeug und selbst eingespielte, zu groovenden Mustern angeordnete Samples ein pr\u00c3\u00a4zises Geflecht, pr\u00c3\u00a4gnant zu h\u00c3\u00b6ren etwa in The Sequence Part I &amp; II. In eine ganz andere Richtung tendiert Remembrance, das sich an Musik des 14. Jahrhunderts anlehnt und von einer leicht sakralen Aura durchweht scheint. In j\u00c3\u00bcngerer Zeit entwickelte Auer auch einen engen Bezug zu analogen Synthesizern, inspiriert von der britischen Singer\/Songwriter- und Electro-Szene.<br \/>\nSein Saxophon l\u00c3\u00a4sst Auer so weich und schwebend wie eine japanische Shakuhachi-Fl\u00c3\u00b6te klingen, auf der Bassklarinette findet er zu Linien, Riffs und Slaps im Stil eines E-Basses. Perkussive Ger\u00c3\u00a4usche komplettieren seine imagin\u00c3\u00a4re Einmann-Rhythmusgruppe. 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