{"id":21629,"date":"2025-01-16T12:53:42","date_gmt":"2025-01-16T10:53:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.qrious.de\/?p=21629"},"modified":"2025-03-04T13:00:20","modified_gmt":"2025-03-04T11:00:20","slug":"abel-selaocoe-hymns-of-bantu-releasedate-21-02-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.qrious.de\/en\/abel-selaocoe-hymns-of-bantu-releasedate-21-02-2025\/","title":{"rendered":"Abel Selaocoe &#8211; Hymns of Bantu (Releasedate: 21.02.2025)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-21616\" src=\"https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/AbelSelaocoe_HymnsOfBantu_Cover-web-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/AbelSelaocoe_HymnsOfBantu_Cover-web-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/AbelSelaocoe_HymnsOfBantu_Cover-web-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/AbelSelaocoe_HymnsOfBantu_Cover-web-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/AbelSelaocoe_HymnsOfBantu_Cover-web-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/AbelSelaocoe_HymnsOfBantu_Cover-web-190x190.jpg 190w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/AbelSelaocoe_HymnsOfBantu_Cover-web-645x645.jpg 645w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/AbelSelaocoe_HymnsOfBantu_Cover-web-345x345.jpg 345w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/AbelSelaocoe_HymnsOfBantu_Cover-web-180x180.jpg 180w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/AbelSelaocoe_HymnsOfBantu_Cover-web-600x600.jpg 600w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/AbelSelaocoe_HymnsOfBantu_Cover-web-100x100.jpg 100w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/AbelSelaocoe_HymnsOfBantu_Cover-web.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201eSelaocoes gr\u00f6\u00dfte Gabe ist seine unwiderstehliche Energie, <\/em><em>die das Publikum voll und ganz mit der Musik mitrei\u00dft.\u201c\u00a0\u00a0 <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><em>-The Times<\/em><\/strong> &#8211;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u00a0<\/em><em>\u201eSelaocoe ist einer der fesselndsten K\u00fcnstler, den die klassische Musikwelt derzeit zu bieten hat.\u201c\u00a0 <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><em>-The Guardian<\/em><\/strong> <strong><em>&#8211;<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\"><strong>ABEL SELAOCOE &#8211;\u00a0 &#8220;<\/strong><strong><em>HYMNS OF BANTU&#8221;<\/em><\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>Wegweisender Cellist, Vokalist und Komponist ver\u00f6ffentlicht ein neues Album, das den Klang kultureller Entwicklung feiert<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Abel Selaocoe (ausgesprochen: Se-lau-chwe), der innovative s\u00fcdafrikanische Cellist, Komponist und Vokalist, k\u00fcndigt f\u00fcr den 21. Februar 2025 die Ver\u00f6ffentlichung seines zweiten Albums <em>Hymns of Bantu<\/em> bei Warner Classics an. Auf das umjubelte Deb\u00fct-Album <em>Where Is Home (Hae ke Kae)<\/em> von 2022 folgt nun eine bemerkenswerte neue Sammlung an St\u00fccken, die Abel Selaocoes s\u00fcdafrikanisches Erbe feiern. Das Programm zeichnet den Weg seiner Vorfahren nach und f\u00fchrt zu Abel Selaocoes weitreichenden musikalischen Einfl\u00fcssen, die auch das westliche klassische Repertoire mit einschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Hymns of Bantu<\/strong> l\u00e4sst den H\u00f6rer eintauchen in die einzigartigen modalen Skalen und Oberton-Harmonien der Musik S\u00fcdafrikas, lange bevor die westliche mehrstimmige Musik eingef\u00fchrt wurde. Und so erkundet der Musiker in seinem Album, wie sich kulturelle Geschichte entfaltet. 12 Tracks schrieb Abel Selaocoe f\u00fcr variierende Ensembles, von seinem eigenen Bantu Ensemble mit afrikanischen Perkussionsinstrumenten bis hin zu Orchester, Solo-Cello und E-Bass. Auf diesen 12 Tracks interpretiert Abel Selaocoe traditionelle Bantu-Musik neben Kompositionen von Bach und \u00a0Marin Marais. Zwischen den verschiedenen musikalischen Traditionen hebt er dabei st\u00e4rker ihre Synergien hervor als ihre Unterschiede. \u201eIm Kern des Albums geht es darum, jene zu feiern, die uns vorangingen, aber auch, wie wir alle miteinander verbunden sind\u201c, bekennt er. \u201e<em>Es erlaubt der klassischen Musik sich in demselben Raum aufzuhalten, aus dem ich komme \u2013 es erlaubt Bach, neben Obert\u00f6nen und der Welt des Kehlkopfgesangs zu sitzen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Mit der Gr\u00fcndung seines genre\u00fcbergreifenden Ensembles Chesaba eroberte Abel Selaocoe 2016 auf Anhieb die internationale Musikszene. Seitdem etablierte er sich als ein einzigartiges Talent, das Kehlkopfgesang und die intuitive Vokalisation seiner s\u00fcdafrikanischen Vorv\u00e4ter mit einer eigenst\u00e4ndigen und vorw\u00e4rtsgewandten Handhabung des Cellos verbindet. Als Br\u00fcckenbauer zwischen klassischer Musik und World Music ist Abel Selaocoe gleicherma\u00dfen zu Hause bei den BBC Proms (Deb\u00fct 2021) wie auf der B\u00fchne von Popmusik-Festivals. Mit <em>Hymns of Bantu<\/em> verleiht er seiner kulturellen Entdeckungsfreude nun vollen Ausdruck. Nach einem flirrenden Auftakt der Streicher vom Manchester Collective, seinem langj\u00e4hrigen B\u00fchnenpartner, singt Abel Selaocoe die bewegende Melodie eines traditionellen s\u00fcdafrikanischen Liedes, <em>\u201e<strong>Tsohle Tsohle<\/strong>\u201c (Alles, alles)<\/em>.<\/p>\n<p>\u201e<em>Es bedeutet, dass wir alle irgendwie miteinander verbunden sind<\/em>\u201c, erkl\u00e4rt Abel Selaocoe. \u201eI<em>ch beziehe diesen traditionellen s\u00fcdafrikanischen Hymnus auf eine Form von Weltoffenheit, die zeigt, wie sehr diese Musik mit anderen Traditionen verschmolzen ist.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Diese Verschmelzung vollzieht sich etwa, wenn die tr\u00e4llernden Harmonien von <em>\u201e<strong>Tsohle Tsohle<\/strong>\u201c<\/em> nahtlos \u00fcbergehen in den beschwingten Rhythmus des darauffolgenden s\u00fcdafrikanischen Liedes <em>\u201e<strong>Emmanuele<\/strong>\u201c<\/em>. Es ist urspr\u00fcnglich Saint Emmanuel, dem Heiligen gleichen Namens, gewidmet, doch Abel Selaocoe eignet es der hart arbeitenden Bev\u00f6lkerung zu. Seine Bearbeitung hebt Alan Kearys lebhafte Basslinie hervor. Bachs <em>\u201eCello Suite Nr.\u00a06 in D-Dur BWV 1012: IV. Sarabande\u201c<\/em> wiederum ist f\u00fcr Cello und Streichensemble arrangiert und erh\u00e4lt durch Abel Selaocoes Bogenstrich einen sehns\u00fcchtigen Ausdruck. Im sich r\u00e4tselhaft wiederholenden <em>\u201e<strong>Dinaka<\/strong>\u201c<\/em> treten die afrikanischen Perkussionsinstrumente von Dud\u00f9 Kouat\u00e9 sowie Fred Thomas? pr\u00e4pariertes Klavier in den Vordergrund und geben Raum f\u00fcr den grollend basslastigen Kehlkopfgesang Abel Selaocoes. Giovanni Sollimas \u201e<strong>L. B. Files<\/strong>\u201c-Suite wird dagegen von Abel Selaocoe und dem Manchester Collective mit gef\u00fchlsgeladener Vitalit\u00e4t und steigender Intensit\u00e4t gespielt. Und doch ist es das Lied <em>\u201e<strong>Voices of Bantu<\/strong>\u201c,<\/em> bei dem Abel Selaocoe ganz eintaucht in seine eigene musikalische Familiengeschichte. Hier findet er den Stoff, der die s\u00fcdafrikanische Gesangsweise mit der klassischen Musik Westeuropas verkn\u00fcpft. Er improvisiert schmerzhaft sch\u00f6n zu Marais? <em>\u201ePi\u00e8ces de viole, Livre II, Suite Nr. 3\u201c<\/em>, indem er die Melodie in die Obert\u00f6ne des Bantu-Gesangs transponiert.<\/p>\n<p>Letztendlich ist <strong><em>Hymns of Bantu<\/em><\/strong> ein Album, das die universalen Gemeinsamkeiten verschiedener V\u00f6lker ebenso hervorheben will wie die heilende Kraft des Gesangs. Es erm\u00f6glicht uns, eine Eingebung oder sogar ein fortw\u00e4hrendes Verst\u00e4ndnis von jenen zu erhalten, die vor uns waren. Mithilfe von Stimme und Cello veranschaulicht <em>Hymns of Bantu<\/em> das breite Spektrum des Menschseins und l\u00e4dt ein zu einer freien und tiefen H\u00f6rerfahrung.<\/p>\n<p><em>\u201eIch nehme, was einst schmerzte und drehe es um. Denn wenn ich den s\u00fcdafrikanischen Hymnen lausche, klingt es nicht nach kolonialem Schmerz\u201c, sagt Abel Selaocoe. \u201eEs sind einfach Kl\u00e4nge der Heilung. Alles ist im Heilungsprozess, und sogar, wenn wir uns gar nicht bewusst machen, woher die Musik stammt, machen wir sie uns zu eigen und kreieren aus ihr etwas Neues, das jedem Kraft gibt. Ich w\u00fcnsche mir, dass jeder, der Hymns of Bantu anh\u00f6rt, sp\u00fcrt, dass eine Art Gewebe existiert, das alle Menschen miteinander verbindet.\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Hymns of Bantu<\/em> erscheint bei Warner Classics am 21.\u00a0Februar 2025.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tracklist:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Tsohle Tsohle<\/li>\n<li>Emmanuele<\/li>\n<li>Kea Morata<\/li>\n<li>Tshepo &#8211; I<\/li>\n<li>Tshepo &#8211; II (Rapela)<\/li>\n<li>Bach: Cello Suite No. 6 in D Major, BWV 1012: IV. Sarabande (Arr. Thomas for Cello &amp; String Orchestra)<\/li>\n<li>Dinaka<\/li>\n<li>Voices of Bantu (Improvisation on Marin Marais&#8217; <em>Les Voix Humaines<\/em>)<\/li>\n<li>Takamba<\/li>\n<li>Giovanni Sollima: LBFiles: Concerto<\/li>\n<li>Giovanni Sollima: LBFiles: Igiul<\/li>\n<li>Camagu<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Abel Selaocoe, <em>cello, vocals, percussion<\/em><\/p>\n<p>Fred Thomas, <em>piano, percussion<\/em><\/p>\n<p>Alan Keary, <em>electric bass<\/em><\/p>\n<p>Sidiki Dembele, <em>percussion<\/em><\/p>\n<p>Dud\u00f9 Kouate, <em>percussion<\/em><\/p>\n<p>Manchester Collective, <em>string ensemble<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Single-Ver\u00f6ffentlichungen:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Single #1 &#8220;Emmanuele&#8221;: 25.10.2024<\/p>\n<p>Single #2 &#8220;Bach: Sarabande No.6 (Arr. Thomas for Cello &amp; String Orchestra)&#8221;: 22.11.2024<\/p>\n<p>Single #3 &#8220;Giovanni Sollima: LBFiles: Igiul&#8221;: 17.01.2025<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>\u00dcber Abel Selaocoe<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Ein Konzert von Abel Selaocoe (ausgesprochen: Se-lau-chwe) ist stets eine eindringliche Erfahrung. Er ist nicht nur ein Cellist, sondern er verwandelt das Cello in einen vibrierenden Klangteppich. Dabei verwendet er Techniken wie rhythmisches Klopfen, Zupfen und Loops ebenso wie die nahtlose Verschmelzung von kraftvollen Vocals, mitrei\u00dfenden Hymnen und den gutturalen Ges\u00e4ngen seiner Vorfahren. Abel Selaocoes einzigartige Verbindung von Schlaginstrumenten und afrikanischen Einfl\u00fcssen erm\u00f6glicht ein umfassendes H\u00f6rerlebnis, das wie von selbst eine Br\u00fccke bildet von der klassischen Musik zur Gegenwart.<\/p>\n<p>Abel Selaocoes markante und unkonventionelle musikalische Identit\u00e4t ist ein Ergebnis dessen, wer er ist und woher er stammt. \u201eWenn du einem Mix diverser Kulturen entstammst\u201c, erkl\u00e4rt Abel Selaocoe, \u201edann w\u00e4hlst du nicht, wie die Dinge zusammenpassen oder wie sich die DNA zusammensetzt. Aber in diesem Land voll unglaublicher Rhythmik wird all das zu deinem ererbten Ged\u00e4chtnis.\u201c Er wurde unvorstellbar geschickt darin, mit dem zu improvisieren, was sich ihm gerade bot. Eine seiner ersten Musikgruppen war ein Quartett aus Klarinette, Eufonium, Posaune plus Abel Selaocoe am Cello. \u201eSie kamen alle von der Kirchenmusik und sangen wundersch\u00f6ne geistliche Lieder. Wie ich mit meiner Kultur arbeite, verdanke ich mit Sicherheit der Art und Weise, wie wir aufgewachsen sind.\u201c<\/p>\n<p>Abel Selaocoe wurde im Jahr 1992 geboren, als Kind eines Vaters aus dem Volk der Batswana und einer Mutter aus dem Volk der Zulu. Sie lebten in Zone 7 eines Townships mit Namen Sebokeng im S\u00fcden von Johannesburg. Sein Vater war Mechaniker, die Mutter Reinigungskraft. \u201eEs war eine gl\u00fcckliche Kindheit, w\u00fcrde ich sagen\u201c, so Abel Selaocoe. Er hatte drei \u00e4ltere Geschwister, zwei Schwestern und einen acht Jahre \u00e4lteren Bruder, ebenfalls Musiker. Er nahm Abel als Elfj\u00e4hrigen an den Samstagmorgen mit nach Soweto zu einer Musikschule mit Namen African Cultural Organisation of South Africa (ACOSA).<\/p>\n<p>Abel Selaocoe wurde erst nach der Freilassung von Nelson Mandela geboren und war bereits zwei Jahre alt, als Mandela zum Pr\u00e4sidenten von S\u00fcdafrika gew\u00e4hlt wurde, dennoch ist ihm das Verm\u00e4chtnis des Widerstandes gegen die Apartheid ungeheuer wichtig. \u201eEs gibt eine Menge Wege, um gegen die Apartheid zu protestieren\u201c, erkl\u00e4rt er. \u201eEiner von ihnen ist, dass man sich die Kunst vornimmt und sagt, sie existiert nicht nur f\u00fcr wei\u00dfe Menschen, nicht nur f\u00fcr eine Rasse. Auf dem H\u00f6hepunkt der Apartheid gab es viele Leute, die Ballett tanzten, bildende Kunst betrieben und klassische Musik spielten.\u201c Sein Idol war der Violinist und Lehrer Michael Masote, der die ACOSA Schule gegr\u00fcndet hatte, aus der das Soweto Symphony Orchestra und das Soweto Sting Quartet hervorgingen. \u201eIch sehe ihn als Paten der klassischen Musik in S\u00fcdafrika. Ihm war es ungeheuer wichtig, dass die Leute aus den Townships Kunst au\u00dferhalb ihrer eigenen Kultur erkundeten.\u201c<\/p>\n<p>Masotes Sohn, Kutlwano Masote, hatte an der Yehudi Menuhin School in der Schweiz studiert. Er wurde Abel Selaocoes erster Cellolehrer. Abel Selaocoe besa\u00df kein eigenes Cello, er hatte in der Musikschule nur einmal pro Woche Zugang zu einem Cello und teilte es mit anderen Sch\u00fclern. So musste \u00a0Abel Selaocoe einen anderen Weg finden, auch ohne das Instrument zu lernen: Er malte vier Linien auf ein Papier, um das Griffbrett und die Saiten des Cellos vor Augen zu haben. Er nutzte das Radio, um eine F\u00fclle an Cello-Repertoire aufzunehmen und anzuh\u00f6ren. Sp\u00e4ter lernte er einige St\u00fccke mittels des Geh\u00f6rs. Ihm wurde bewusst, dass man auch ohne Instrument arbeiten kann und meint: \u201eTats\u00e4chlich ist es sehr hilfreich, erst einmal das H\u00f6ren zu lernen, bevor man sich den Herausforderungen des Spiels stellt.\u201c<\/p>\n<p>Nach einem Jahr hatte er so gewaltige Fortschritte gemacht, dass ihm die Schule ein gespendetes Cello schenkte. Sein Bruder gr\u00fcndete eine Musikgruppe aus Kirchenmusikern in Sebokeng. \u201eAlle in der Gruppe waren unglaublich im Improvisieren\u201c, erinnert sich Abel Selaocoe. \u201eIch war der einzige mit einem Cello und ich sah zu ihnen auf und lernte.\u201c Mit seiner verfeinerten H\u00f6rf\u00e4higkeit lernte er, das Cello einzuf\u00fcgen in die Leerr\u00e4ume, die ihm afrikanische Musik und Improvisationen lie\u00dfen.<\/p>\n<p>Sein Lehrer empfahl die Bewerbung beim St John?s College, einer angesehenen Privatschule in Johannesburg, und arrangierte ein Vorspiel. Mit der Hilfe seines Bruders stellte Abel Selaocoe ein originelles Programm zusammen, das Bach und Hymnenmelodien kombinierte. Es klingt beinahe nach einem Prototyp der Musik, die er heute spielt. Ihm wurde ein allumfassendes Stipendium verliehen. \u201eEs war wie der Eintritt in eine vollkommen andere Welt. Eine Welt der Privilegien. Zu dem Zeitpunkt sprach ich Englisch nur auf einem sehr niedrigen Level. Sebokeng ist zwar ein toller Ort, aber M\u00f6glichkeiten existieren dort nicht in derselben Weise. Es war das Tor zu einer neuen Welt.\u201c<\/p>\n<p>Abel Selaocoe verbrachte f\u00fcnf Jahre am St John?s College und machte in seiner musikalischen Entwicklung gro\u00dfe Spr\u00fcnge. Das \u00f6ffnete ihm wieder neue T\u00fcren, um Musiker aus aller Welt zu treffen und von ihnen zu lernen, dazu geh\u00f6rte auch die M\u00f6glichkeit an verschiedenen Musikhochschulen in England vorzuspielen. Am meisten zog ihn das Royal Northern College in Manchester an: \u201eEs f\u00fchlte sich an wie eine Drehscheibe der Kreativit\u00e4t. Ich wollte klassische Musik spielen, aber wollte genauso in die Musik anderer Leute eingef\u00fchrt werden \u2013 und in Manchester fand ich dazu besseren Zugang.\u201c<\/p>\n<p>Abel Selaocoe zog 2010 nach Manchester. Hier traf er jene Musiker, die jetzt zu seinen regelm\u00e4\u00dfigen k\u00fcnstlerischen Partnern geh\u00f6ren oder in seiner Gruppe Chesaba und dem Bantu Ensemble spielen: Sidiki Demb\u00e9l\u00e9, \u201eein unglaublicher Djembe-Trommler von der Elfenbeink\u00fcste, besitzt solch einen Reichtum an Wissen und Ausdruck, dass ich von ihm lernen musste. Alan Keary aus Irland, der den Bass spielt, kam dazu mit dem Wissen um echte Improvisation und einem Groove, der uns alle zusammenh\u00e4lt.\u201c Abel Selaocoes Musik umfasst das Cello, Gesang, Bodypercussion und eine kraftvolle Lebenserfahrung. \u201eWenn du in S\u00fcdafrika lebst, gibt es nicht nur <em>eine<\/em> Kultur in dem Raum. In der Zone\u00a07 leben Leute vom Stamm der Sotho, der Xhosa, der Zulu und der Batswana. Du gehst hinter das Haus von jemandem, und du siehst sie einen Initiationsritus der Sotho begehen, alle tragen Decken und auf dem Gesicht rote Tonerde und alle singen mit dieser tiefen gutturalen Stimme. Das mitzuerleben ist enorm beeinflussend.\u201c Es sind Momente wie diese, die seiner Musik Seele und Leben verleihen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Abel Selaocoe: Tiny Desk Concert\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/GhY31ngpnWg?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Folge Abel Selaocoe: <\/strong><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/abelselaocoe\/\"><strong>Instagram<\/strong><\/a> <strong>| <\/strong><a href=\"https:\/\/www.tiktok.com\/@abelselaocoe\"><strong>TikTok<\/strong><\/a> <strong>| <\/strong><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/@abel_selaocoe\/featured\"><strong>Youtube<\/strong><\/a> <strong>| <\/strong><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/AbelSelaocoeCellist\"><strong>Facebook<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; 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