{"id":16531,"date":"2022-07-21T11:24:54","date_gmt":"2022-07-21T09:24:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.qrious.de\/?p=16531"},"modified":"2022-07-21T11:24:54","modified_gmt":"2022-07-21T09:24:54","slug":"ina-forsman-all-there-is-releasedate-24-06-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.qrious.de\/en\/ina-forsman-all-there-is-releasedate-24-06-2022\/","title":{"rendered":"Ina Forsman &#8211; All there is  (Releasedate: 24.06.2022)"},"content":{"rendered":"<p>[:de]<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16528\" src=\"https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-190x190.jpg 190w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-645x645.jpg 645w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-345x345.jpg 345w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-100x100.jpg 100w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-600x600.jpg 600w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Stimme ist immer eine Stimme. Kein anderes Instrument der Musikwelt ist seinem Inhaber oder seiner Inhaberin so zweifelsfrei zuzuordnen wie der menschliche Gesang, denn die Stimme ist die akustische Vereinigung von Seele und Gesicht. Wenn eine au\u00c3\u0178ergew\u00c3\u00b6hnliche Stimme dann auch noch mit der Gabe verbunden ist, in verschiedene Gestalten schl\u00c3\u00bcpfen zu k\u00c3\u00b6nnen und obendrein au\u00c3\u0178ergew\u00c3\u00b6hnliche Geschichten in petto hat, dann kommt am Ende ein so facettenreiches, tiefgr\u00c3\u00bcndiges und verwundbares Album raus wie Ina Forsmans \u00e2\u20ac\u017eAll There Is\u00e2\u20ac\u0153.<\/p>\n<p>Das Genre, in dem \u00e2\u20ac\u017eAll There Is\u00e2\u20ac\u0153 angesiedelt ist, muss erst noch erfunden werden. Aber wer braucht schon Genres oder Kategorien, wenn er sie mit Pers\u00c3\u00b6nlichkeiten kompensieren kann? Ina Forsman selbst beschreibt ihre Musik als Cinematic Soul, womit sie keine neue Schublade aufziehen will, sondern deskriptiv den Nagel auf den Kopf trifft. Denn ihre Lieder sind einerseits vom Soul der sechziger und siebziger Jahre beeinflusst und geben unverhohlen Einblicke in Seelenzust\u00c3\u00a4nde. Andererseits jedoch greifen sie Raum, haben Dramaturgie, Handlungsfaden, eine explosive Farbpalette und Charakter. All das verlangt nach der gro\u00c3\u0178en Leinwand, \u00c3\u00a4hnlich einer Shirley Bessy. Doch kein Vergleich mit bisher Bestehendem oder Vertrauten will so richtig greifen, weil Ina Forsman ihre ureigenen Geschichten zum Besten bringt, und die spielen im Hier und Jetzt.<\/p>\n<p>\u00e2\u20ac\u017eAll There Is\u00e2\u20ac\u0153 ist das dritte Album der in Berlin lebenden Finnin. Auf ihren bisherigen Alben \u00e2\u20ac\u017eIna Forsman\u00e2\u20ac\u0153 (2016) und \u00e2\u20ac\u017eBeen Meaning To Tell You\u00e2\u20ac\u0153(2019) etablierte sie sich zun\u00c3\u00a4chst als stimmgewaltige Summe ihrer Vorbilder. Auf \u00e2\u20ac\u017eAll There Is\u00e2\u20ac\u0153 z\u00c3\u00bcndet sie eine neue Stufe ihrer expressiv introspektiven Selbstverwirklichung, indem sie komplett bei sich selbst ankommt. Die mit dem Lockdown verbundene Isolation mag dieser Entwicklung Vorschub geleistet haben, doch in der jungen S\u00c3\u00a4ngerin schlummerten Kr\u00c3\u00a4fte, die ohnehin entfesselt werden wollten. \u00e2\u20ac\u017eWer bin ich, was mache ich hier\u00e2\u20ac\u0153, scheint sie uns in jedem Song zu fragen. Die Betonung liegt auf ICH. Sie verl\u00c3\u00a4sst sich nicht mehr auf Formeln, die f\u00c3\u00bcr die letzten 50 Jahre getaugt haben, sondern vertraut f\u00c3\u00bcr die nocturnen Atmosph\u00c3\u00a4ren ihrer Gro\u00c3\u0178stadtlieder \u00e2\u20ac\u201c mal im schrillen Neonlicht, mal im Zwielicht des Nachtschattens \u00e2\u20ac\u201c auf ihr ureigenes Vokabular. \u00e2\u20ac\u017eIch suche nach Melodien, die so soulful und organisch wie m\u00c3\u00b6glich sind\u00e2\u20ac\u0153, bekennt Ina Forsman.<\/p>\n<p>\u00e2\u20ac\u017eDiesmal habe ich alle Songs allein geschrieben. Ich hatte diese Entscheidung sowieso f\u00c3\u00bcr mich getroffen, aber durch die Pandemie hatte ich pl\u00c3\u00b6tzlich gar keine andere Option mehr. Auf meinen fr\u00c3\u00bcheren Alben schrieb ich den Text und meine Gesangsmelodie, \u00c3\u00bcberlie\u00c3\u0178 es aber den anderen Musikern, ihre Parts um meine Idee herum zu schreiben. Diesmal musste ich all dies allein tun. Ich produzierte meine eigenen Demos, lernte Piano spielen, entwickelte darauf die Bl\u00c3\u00a4ser- und Streicher-Arrangements. F\u00c3\u00bcr mich war es eine gro\u00c3\u0178e Herausforderung, das gesamte Material auf diesem Album selbst zu schreiben. Auf diesem Weg fand ich aber endlich heraus, welche Musik tats\u00c3\u00a4chlich zu mir passt.\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p>Auf der Reise zum Mittelpunkt ihrer selbst hat Ina Forsman viele Versionen ihrer eigenen Pers\u00c3\u00b6nlichkeit entdeckt. Ein Album ist normalerweise der Spiegel des jeweiligen Interpreten oder der Interpretin. Ina Forsman geht viel weiter, denn \u00e2\u20ac\u017eAll There Is\u00e2\u20ac\u0153 ist eine Art Kaleidoskop mit unz\u00c3\u00a4hligen variablen Farben, Formen, Timbres und Referenzen. Die Geschichten f\u00c3\u00bcr ihre Lieder lauscht sie dem eigenen Leben ab. Sie nennt \u00e2\u20ac\u017eAll There Is\u00e2\u20ac\u0153 ein Liebesalbum, das aber auch die unterschiedlichen Umst\u00c3\u00a4nde im Leben einer unabh\u00c3\u00a4ngigen K\u00c3\u00bcnstlerpers\u00c3\u00b6nlichkeit abbildet. \u00e2\u20ac\u017eGerade hinter den gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178ten Liebesgeschichten verbirgt sich meist ein Kampf\u00e2\u20ac\u0153, betont sie. \u00e2\u20ac\u017eIn manchen Songs erz\u00c3\u00a4hle ich, wie Menschen zusammen k\u00c3\u00a4mpfen und dann gemeinsam ihren Weg zum Gl\u00c3\u00bcck finden. Die beiden Hauptaspekte dieser Platte sind eine lebensver\u00c3\u00a4ndernde Liebe und lebensver\u00c3\u00a4ndernde K\u00c3\u00a4mpfe.\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p>Aber wie jede gro\u00c3\u0178e Storytellerin findet Ina Forsman f\u00c3\u00bcr ihre Charaktere immer einen Ausweg in ihren Songs. Die Lebenskraft jedes einzelnen Liedes wirkt wie eine vitalisierende Injektion. Ina Forsman zuzuh\u00c3\u00b6ren, hei\u00c3\u0178t, auf h\u00c3\u00b6chst unterhaltsame Weise etwas \u00c3\u00bcber das Leben zu lernen. Zugleich findet sie in jedem Song neue Verabredungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Aus ihrem Bekenntnis zu Old School Soul und Jazz macht sie keinen Hehl. Instrumentation, Mix und Klangumgebung des Albums m\u00c3\u00b6gen tats\u00c3\u00a4chlich sehr an die Sixties erinnern, und genau so ist es gewollt. Doch Dank Ina Forsmans unfassbarer Pr\u00c3\u00a4senz in jeder einzelnen Silbe, die sie singt, die sich aber eben auch gerade in ihren Arrangements ausdr\u00c3\u00bcckt, f\u00c3\u00bchrt diese Reise eben nicht geradewegs in die Vergangenheit, sondern lotet die Sixties und Seventies immer durch das Fenster der Gegenwart aus. \u00e2\u20ac\u017eIch schreibe meine Songs so intuitiv wie m\u00c3\u00b6glich. Wenn ich mich hinsetze, um ein Lied zu schreiben, denke ich nicht dar\u00c3\u00bcber nach, was Aretha Franklins oder Dusty Springfields Produzent tun w\u00c3\u00bcrde, sondern schreibe auf, was mir als finnisches M\u00c3\u00a4dchen in Berlin in den Sinn kommt.\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p>Das Leben ist komplex, und was wir als Augenblick empfinden, ist nichts anderes als eine Gondel auf der Seilbahn zwischen Vergangenheit und Zukunft. Ina Forsmans Lieder f\u00c3\u00bchren uns zu unserer Erinnerung zur\u00c3\u00bcck und tragen uns kraft ihrer Stimme und Imagination unseren Hoffnungen und Erwartungen entgegen. Ein Album \u00c3\u00bcber und f\u00c3\u00bcr das Leben in seiner unendlichen sch\u00c3\u00b6pferischen Vielfalt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>Videos: <\/u><\/strong><\/p>\n<p>Love Me: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=F8xumx0cQyk\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=F8xumx0cQyk<\/a><\/p>\n<p>Don&#8217;t Lose Today: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=V8yQfhZ37-s\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=V8yQfhZ37-s<\/a><\/p>\n<p>Poor Heart: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Bhs1QxvHHnc\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Bhs1QxvHHnc<\/a><\/p>\n<p>Lets Groove (Live at Jazzopen Stuttgart &#8217;21): <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_JPD8PqgBeM\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_JPD8PqgBeM<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u><a href=\"http:\/\/www.inaforsman.com\">www.inaforsman.com<\/a><\/u><\/p>\n<p><u><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/InaForsman\/\">https:\/\/www.facebook.com\/InaForsman\/<\/a><\/u><\/p>\n<p><u><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/inaforsman\/?hl=en\">https:\/\/www.instagram.com\/inaforsman\/?hl=en<\/a><\/u><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>Live: 2022<\/u><\/strong><\/p>\n<p>02.07. FR &#8211; Cabannes, La Nuit du Blues<\/p>\n<p>16.07. LU &#8211; Blues&#8217;n Jazz Rallye<\/p>\n<p>21.07. FI &#8211; Salo, Bar Bizarre<\/p>\n<p>22.07. FI &#8211; Pihtipudas, Kaakkuri Blues &amp; Jazz<\/p>\n<p>23.07. FI &#8211; Laitila, Jazzkukko Festival<\/p>\n<p>28.07. DE &#8211; L\u00c3\u00b6rrach, Stimmen Festival<\/p>\n<p>29.07. DE &#8211; Ulm, Roxy<\/p>\n<p>30.07. CH &#8211; St.Moritz, Festival da Jazz<\/p>\n<p>31.07. CH &#8211; St. Moritz, Festival da Jazz<\/p>\n<p>31.08. FI &#8211; Helsinki, Tavastia Klubbi<\/p>\n<p>22.09. DE &#8211; Bremen, Women in (e)Motion Festival<\/p>\n<p>06.11. DE &#8211; Dresden, Jazztage<\/p>\n<p>10.11. DE &#8211; Leverkusen, Leverkusener Jazztage<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>2023<\/strong><\/p>\n<p>08.03. FR &#8211; Marcq en Baroeul, Jazz en Nord<\/p>\n<p>09.03. FR &#8211; Cholet, Festival Cup of Blues<\/p>\n<p>10.03. FR &#8211; Paris, Jazz Club Etoile<\/p>\n<p>03.04. DE &#8211; Mindelheim, Jazz-Isch Mindelheimer Jazztage<\/p>\n<p>23.04. NO &#8211; Trondheim, Nidaros Blues Festival<\/p>\n<p>27.05. NO &#8211; Turku, Flame Jazz Cruise<\/p>\n<p>05.06. BE &#8211; Peer, Blues Peer Festival<\/p>\n<p>&nbsp;[:en]<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16528\" src=\"https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-190x190.jpg 190w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-645x645.jpg 645w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-345x345.jpg 345w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-100x100.jpg 100w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web-600x600.jpg 600w, https:\/\/www.qrious.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ina-Forsmann_All-There-Is_Cover-web.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Stimme ist immer eine Stimme. Kein anderes Instrument der Musikwelt ist seinem Inhaber oder seiner Inhaberin so zweifelsfrei zuzuordnen wie der menschliche Gesang, denn die Stimme ist die akustische Vereinigung von Seele und Gesicht. Wenn eine au\u00c3\u0178ergew\u00c3\u00b6hnliche Stimme dann auch noch mit der Gabe verbunden ist, in verschiedene Gestalten schl\u00c3\u00bcpfen zu k\u00c3\u00b6nnen und obendrein au\u00c3\u0178ergew\u00c3\u00b6hnliche Geschichten in petto hat, dann kommt am Ende ein so facettenreiches, tiefgr\u00c3\u00bcndiges und verwundbares Album raus wie Ina Forsmans \u00e2\u20ac\u017eAll There Is\u00e2\u20ac\u0153.<\/p>\n<p>Das Genre, in dem \u00e2\u20ac\u017eAll There Is\u00e2\u20ac\u0153 angesiedelt ist, muss erst noch erfunden werden. Aber wer braucht schon Genres oder Kategorien, wenn er sie mit Pers\u00c3\u00b6nlichkeiten kompensieren kann? Ina Forsman selbst beschreibt ihre Musik als Cinematic Soul, womit sie keine neue Schublade aufziehen will, sondern deskriptiv den Nagel auf den Kopf trifft. Denn ihre Lieder sind einerseits vom Soul der sechziger und siebziger Jahre beeinflusst und geben unverhohlen Einblicke in Seelenzust\u00c3\u00a4nde. Andererseits jedoch greifen sie Raum, haben Dramaturgie, Handlungsfaden, eine explosive Farbpalette und Charakter. All das verlangt nach der gro\u00c3\u0178en Leinwand, \u00c3\u00a4hnlich einer Shirley Bessy. Doch kein Vergleich mit bisher Bestehendem oder Vertrauten will so richtig greifen, weil Ina Forsman ihre ureigenen Geschichten zum Besten bringt, und die spielen im Hier und Jetzt.<\/p>\n<p>\u00e2\u20ac\u017eAll There Is\u00e2\u20ac\u0153 ist das dritte Album der in Berlin lebenden Finnin. Auf ihren bisherigen Alben \u00e2\u20ac\u017eIna Forsman\u00e2\u20ac\u0153 (2016) und \u00e2\u20ac\u017eBeen Meaning To Tell You\u00e2\u20ac\u0153(2019) etablierte sie sich zun\u00c3\u00a4chst als stimmgewaltige Summe ihrer Vorbilder. Auf \u00e2\u20ac\u017eAll There Is\u00e2\u20ac\u0153 z\u00c3\u00bcndet sie eine neue Stufe ihrer expressiv introspektiven Selbstverwirklichung, indem sie komplett bei sich selbst ankommt. Die mit dem Lockdown verbundene Isolation mag dieser Entwicklung Vorschub geleistet haben, doch in der jungen S\u00c3\u00a4ngerin schlummerten Kr\u00c3\u00a4fte, die ohnehin entfesselt werden wollten. \u00e2\u20ac\u017eWer bin ich, was mache ich hier\u00e2\u20ac\u0153, scheint sie uns in jedem Song zu fragen. Die Betonung liegt auf ICH. Sie verl\u00c3\u00a4sst sich nicht mehr auf Formeln, die f\u00c3\u00bcr die letzten 50 Jahre getaugt haben, sondern vertraut f\u00c3\u00bcr die nocturnen Atmosph\u00c3\u00a4ren ihrer Gro\u00c3\u0178stadtlieder \u00e2\u20ac\u201c mal im schrillen Neonlicht, mal im Zwielicht des Nachtschattens \u00e2\u20ac\u201c auf ihr ureigenes Vokabular. \u00e2\u20ac\u017eIch suche nach Melodien, die so soulful und organisch wie m\u00c3\u00b6glich sind\u00e2\u20ac\u0153, bekennt Ina Forsman.<\/p>\n<p>\u00e2\u20ac\u017eDiesmal habe ich alle Songs allein geschrieben. Ich hatte diese Entscheidung sowieso f\u00c3\u00bcr mich getroffen, aber durch die Pandemie hatte ich pl\u00c3\u00b6tzlich gar keine andere Option mehr. Auf meinen fr\u00c3\u00bcheren Alben schrieb ich den Text und meine Gesangsmelodie, \u00c3\u00bcberlie\u00c3\u0178 es aber den anderen Musikern, ihre Parts um meine Idee herum zu schreiben. Diesmal musste ich all dies allein tun. Ich produzierte meine eigenen Demos, lernte Piano spielen, entwickelte darauf die Bl\u00c3\u00a4ser- und Streicher-Arrangements. F\u00c3\u00bcr mich war es eine gro\u00c3\u0178e Herausforderung, das gesamte Material auf diesem Album selbst zu schreiben. Auf diesem Weg fand ich aber endlich heraus, welche Musik tats\u00c3\u00a4chlich zu mir passt.\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p>Auf der Reise zum Mittelpunkt ihrer selbst hat Ina Forsman viele Versionen ihrer eigenen Pers\u00c3\u00b6nlichkeit entdeckt. Ein Album ist normalerweise der Spiegel des jeweiligen Interpreten oder der Interpretin. Ina Forsman geht viel weiter, denn \u00e2\u20ac\u017eAll There Is\u00e2\u20ac\u0153 ist eine Art Kaleidoskop mit unz\u00c3\u00a4hligen variablen Farben, Formen, Timbres und Referenzen. Die Geschichten f\u00c3\u00bcr ihre Lieder lauscht sie dem eigenen Leben ab. Sie nennt \u00e2\u20ac\u017eAll There Is\u00e2\u20ac\u0153 ein Liebesalbum, das aber auch die unterschiedlichen Umst\u00c3\u00a4nde im Leben einer unabh\u00c3\u00a4ngigen K\u00c3\u00bcnstlerpers\u00c3\u00b6nlichkeit abbildet. \u00e2\u20ac\u017eGerade hinter den gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178ten Liebesgeschichten verbirgt sich meist ein Kampf\u00e2\u20ac\u0153, betont sie. \u00e2\u20ac\u017eIn manchen Songs erz\u00c3\u00a4hle ich, wie Menschen zusammen k\u00c3\u00a4mpfen und dann gemeinsam ihren Weg zum Gl\u00c3\u00bcck finden. Die beiden Hauptaspekte dieser Platte sind eine lebensver\u00c3\u00a4ndernde Liebe und lebensver\u00c3\u00a4ndernde K\u00c3\u00a4mpfe.\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p>Aber wie jede gro\u00c3\u0178e Storytellerin findet Ina Forsman f\u00c3\u00bcr ihre Charaktere immer einen Ausweg in ihren Songs. Die Lebenskraft jedes einzelnen Liedes wirkt wie eine vitalisierende Injektion. Ina Forsman zuzuh\u00c3\u00b6ren, hei\u00c3\u0178t, auf h\u00c3\u00b6chst unterhaltsame Weise etwas \u00c3\u00bcber das Leben zu lernen. Zugleich findet sie in jedem Song neue Verabredungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Aus ihrem Bekenntnis zu Old School Soul und Jazz macht sie keinen Hehl. Instrumentation, Mix und Klangumgebung des Albums m\u00c3\u00b6gen tats\u00c3\u00a4chlich sehr an die Sixties erinnern, und genau so ist es gewollt. Doch Dank Ina Forsmans unfassbarer Pr\u00c3\u00a4senz in jeder einzelnen Silbe, die sie singt, die sich aber eben auch gerade in ihren Arrangements ausdr\u00c3\u00bcckt, f\u00c3\u00bchrt diese Reise eben nicht geradewegs in die Vergangenheit, sondern lotet die Sixties und Seventies immer durch das Fenster der Gegenwart aus. \u00e2\u20ac\u017eIch schreibe meine Songs so intuitiv wie m\u00c3\u00b6glich. Wenn ich mich hinsetze, um ein Lied zu schreiben, denke ich nicht dar\u00c3\u00bcber nach, was Aretha Franklins oder Dusty Springfields Produzent tun w\u00c3\u00bcrde, sondern schreibe auf, was mir als finnisches M\u00c3\u00a4dchen in Berlin in den Sinn kommt.\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p>Das Leben ist komplex, und was wir als Augenblick empfinden, ist nichts anderes als eine Gondel auf der Seilbahn zwischen Vergangenheit und Zukunft. Ina Forsmans Lieder f\u00c3\u00bchren uns zu unserer Erinnerung zur\u00c3\u00bcck und tragen uns kraft ihrer Stimme und Imagination unseren Hoffnungen und Erwartungen entgegen. Ein Album \u00c3\u00bcber und f\u00c3\u00bcr das Leben in seiner unendlichen sch\u00c3\u00b6pferischen Vielfalt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>Videos: <\/u><\/strong><\/p>\n<p>Love Me: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=F8xumx0cQyk\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=F8xumx0cQyk<\/a><\/p>\n<p>Don&#8217;t Lose Today: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=V8yQfhZ37-s\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=V8yQfhZ37-s<\/a><\/p>\n<p>Poor Heart: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Bhs1QxvHHnc\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Bhs1QxvHHnc<\/a><\/p>\n<p>Lets Groove (Live at Jazzopen Stuttgart &#8217;21): <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_JPD8PqgBeM\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_JPD8PqgBeM<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u><a href=\"http:\/\/www.inaforsman.com\">www.inaforsman.com<\/a><\/u><\/p>\n<p><u><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/InaForsman\/\">https:\/\/www.facebook.com\/InaForsman\/<\/a><\/u><\/p>\n<p><u><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/inaforsman\/?hl=en\">https:\/\/www.instagram.com\/inaforsman\/?hl=en<\/a><\/u><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>Live: 2022<\/u><\/strong><\/p>\n<p>02.07. FR &#8211; Cabannes, La Nuit du Blues<\/p>\n<p>16.07. LU &#8211; Blues&#8217;n Jazz Rallye<\/p>\n<p>21.07. FI &#8211; Salo, Bar Bizarre<\/p>\n<p>22.07. FI &#8211; Pihtipudas, Kaakkuri Blues &amp; Jazz<\/p>\n<p>23.07. FI &#8211; Laitila, Jazzkukko Festival<\/p>\n<p>28.07. DE &#8211; L\u00c3\u00b6rrach, Stimmen Festival<\/p>\n<p>29.07. DE &#8211; Ulm, Roxy<\/p>\n<p>30.07. CH &#8211; St.Moritz, Festival da Jazz<\/p>\n<p>31.07. CH &#8211; St. Moritz, Festival da Jazz<\/p>\n<p>31.08. FI &#8211; Helsinki, Tavastia Klubbi<\/p>\n<p>22.09. DE &#8211; Bremen, Women in (e)Motion Festival<\/p>\n<p>06.11. DE &#8211; Dresden, Jazztage<\/p>\n<p>10.11. DE &#8211; Leverkusen, Leverkusener Jazztage<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>2023<\/strong><\/p>\n<p>08.03. FR &#8211; Marcq en Baroeul, Jazz en Nord<\/p>\n<p>09.03. FR &#8211; Cholet, Festival Cup of Blues<\/p>\n<p>10.03. FR &#8211; Paris, Jazz Club Etoile<\/p>\n<p>03.04. DE &#8211; Mindelheim, Jazz-Isch Mindelheimer Jazztage<\/p>\n<p>23.04. NO &#8211; Trondheim, Nidaros Blues Festival<\/p>\n<p>27.05. NO &#8211; Turku, Flame Jazz Cruise<\/p>\n<p>05.06. BE &#8211; Peer, Blues Peer Festival[:]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[:de] &nbsp; Eine Stimme ist immer eine Stimme. Kein anderes Instrument der Musikwelt ist seinem Inhaber oder seiner Inhaberin so zweifelsfrei zuzuordnen wie der menschliche Gesang, denn die Stimme ist die akustische Vereinigung von Seele und Gesicht. 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