Markus Stockhausen – Symbiosis

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Markus Stockhausen – Symbiosis

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(Aktivraum, VÖ: 28.11.08)
Die oft so strikt getrennten, wahlweise der Klassik oder dem Jazz zugeteilten Ausdrucksformen Komposition, Interpretation und Improvisation – für Markus Stockhausen sind sie keine Parallelwelten, sondern sich befruchtende, natürlich auseinander erwachsende Musiksprachen, in denen er seit jeher beheimatet ist.

In Symbiosis, Relief und Ascent and Pause stellt er Idiome aus Klassik, Jazz, zeitgenössischer Musik und freier Improvisation unverblümt nebeneinander, formt sie zu unverbraucht neuen, lebendigen Organismen. Und erfindet damit eine eigene, überzeugende Tonsprache.

Fesselnde Rhythmen und schillernde Harmonien, vibrierende Streicher und virtuose Höhenflüge zweier Solisten: das sind Facetten von Symbiosis, dem Konzert für Trompete und Klarinette von Markus Stockhausen. Der Titel ist Programm. Markus Stockhausen folgte seinem Wunsch “für Tara Bouman und mich ein größeres Werk zu schaffen, in dem wir beide gleichberechtigt als Solisten spielen können und unsere verschiedenen Klangfarben und Spielweisen vereinen.” Symbiosen im Leben haben hier ihren musikalischen Ausdruck gefunden. Auch das gesamte neue Album von Markus Stockhausen trägt den Titel SYMBIOSIS. Ein Verweis auf weitere Allianzen und Synästhesien: zwischen Improvisation und Komposition, Jazz, Klassik und intuitiver Musik, romantischen Harmonien und neutönenden Klangskulpturen.

Relief für Klarinette und Streichorchester hat Markus Stockhausen “ganz für Tara gedacht, ihre feinfühlige Spielweise, die ihr viel Raum lässt für die eigene Gestaltung”. Ein siebenminütiges Charakterstück von berührendem Charme.

Bei Ascent and Pause für Trompete und Streichorchester ließ sich Markus Stockhausen dagegen vom gleichnamigen Bild des Kandinsky-Schülers Johannes Itten inspirieren: von geometrisch geordneten Figuren, die gefüllt sind mit starken, kontrastreichen Farben. Auch in seinem Werk mischt Markus Stockhausen klare Struktur und spontane Energie, lässt er streng komponierte und frei improvisierte Momente ineinanderfließen.

Ein Auftritt beim Jazz Cologne Festival 2007 auf Einladung des WDR bot die Möglichkeit, alle drei Stücke mit der Deutschen Kammerakademie Neuss unter der Leitung von Lavard Skou Larsen im Konzert zu spielen. Aus den Mitschnitten der Proben und des Konzertes entstand diese gelungene Produktion.

Weitere Informationen zu Markus Stockhausen und “Symbiosis” unter:

http://www.aktivraummusik.de/de/cdinfo,68