Ryuichi Sakamoto – Async

RyuichiSakamoto_Async_Cover (Warner Music, VÖ: 28.04.2017)

“Als ich meinen Job als Komponist erledigt hatte und nur noch das Mixen und
Mastern meines neuen Albums ausstand, ging mir ein Gedanke durch den Kopf:
Ich mag es so sehr, dass ich es mit keinem anderen teilen will.”

- Ryuichi Sakamoto

Als ein Drittel des Yellow Magic Orchestras lotete er die Grenzen elektronischer Musik aus und gewann weltweit Millionen von Fans; als Komponist wurde ihm bereits 1987 der Oscar für “Der letzte Kaiser” zuteil, dem bis heute zahlreiche prestigeträchtige Preise folgten, vom Golden Globe über den Grammy bis zum Ordre des Arts et des Lettres der französischen Regierung; als Musiker ist er faszinierende Verbindungen mit Künstlern wie David Sylvian, Iggy Pop, Tony Williams, Bootsy Collins, Jacques Morelenbaum und vielen anderen eingegangen – kurz gesagt: es gibt seit den späten 70er-Jahren wenige Künstler mit einer so bahnbrechenden Wirkung wie der Komponist, Performer, Producer, Synthie-Pop-Erneuerer und Umweltaktivist Ryuichi Sakamoto.

Mit “async” kündigt der Japaner nun sein erstes Studioalbum seit acht Jahren an. Es ist zugleich sein bisher persönlichstes, denn es folgt einer schweren Erkrankung. 2014 sah sich Ryuichi Sakamoto nach einer Diagnose mit Kehlkopfkrebs gezwungen, die erste lange Pause in seiner Karriere einzulegen. Dank einer exzellenten medizinischen Versorgung wurden seine Freunde, Familie und Fans Zeugen seiner Rückkehr nach nur etwas mehr als einem Jahr. Sakamoto ging aus dem harten Kampf mit einer erneuerten und leidenschaftlichen Kreativkraft hervor und schloss 2015 mit zwei Filmmusiken ab, für Alejandro González Iñárritus Oscar-dekoriertes “The Revenant” (gemeinsamen mit Alva Noto) sowie Yoji Yamadas “Nagasaki: Memories Of My Son”.

“Was für eine Art von ‘Sounds/Musik’ möchte ich hören?”

“async” ist die Antwort auf diese Frage, die sich Ryuichi in den vergangenen paar Jahren stellte. Dies ist das Album, auf das er so stolzesten ist, das all seine Interessen an Musik und Sound zusammenfasst. Es ist eine Reise durch analoge Synthesizer, den Sound von Dingen und Orten, ein imaginärer Soundtrack zu einem Andrei-Tarkovsky-Film und birgt viele weitere musikalische Überraschungen.

Über Ryuichi Sakamoto

Ryuichi Sakamotos Werk umspannt ein weites musikalisches Feld, von seiner Pionierarbeit in der elektronischen Musik als Teil des Yellow Magic Orchestras über die Aufnahme global inspirierter Rockalben, klassische Kompositionen, eine Phase von Kollaborationen im Minimal-/Ambient-Bereich bis hin zu über 30 Filmmusiken.

Geboren 1952 in Tokio, hat Sakamoto die Wege von Kultur und Geschichte rund um den Globus erforscht. Seine Musiken sind von den Traditionen der Präfektur Okinawa ebenso inspiriert wie von Indonesien und Brasilien, seine Kollaborationen gehen quer durch sämtliche Bereiche der Kultur, von Musikern wie David Bowie und David Sylvian über Dramatiker Robert Wilson, Autor William S Burroughs, den Drei Tenören um Jose Carreras bis hin zum Dalai Lama. Darüber hinaus schrieb Ryuichi Sakamoto u.a. die Musik für die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona und den 400. Geburtstag der Stadt Mannheim im Jahr 2007.

Seit Mitte der 1990er-Jahre widmet Sakamoto außerdem einen Großteil seiner Zeit Umweltschutz-, Anti-Atom- und Anti-Kriegsthemen. Er initiierte zahlreiche Kampagnen und gründete Wohltätigkeitsorganisationen, außerdem leitet er das Tohoku Youth Orchestra und organisiert die jährliche Festivalserie NO NUKES, bei der in der Vergangenheit diverse namhafte Künstler auftraten, darunter das Yellow Magic Orchestra und Kraftwerk.

Homepage: www.sitesakamoto.com

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