Mísia – Best of Mísia – Do Primeiro Fado Ao Último Tango

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(Warner Music, VÖ: 02.12.2016)

Es war vor einem Vierteljahrhundert, als eine der intensivsten Musikrichtungen Europas von jungen Künstlern wiederbelebt wurde und ihren Siegeszug durch die ganze Welt begann. Und es war die wunderbare MÍSIA, die den Startpunkt für die Frischzellenkur des portugiesischen Fado setzte, wie der Musikjournalist Manuel Halpern in seinem Buch über die Geschichte des Fado schreibt. Halpern verortete das Entstehen eines neuen, frischen Fado, der sich von überkommenen Traditionen des Lissaboner Liedguts befreite und junge Sängerinnen hervorbrachte, die einen zeitgemäßeren Ansatz entwickelten, im März 1991 – eben jenem Monat, in dem MÍSIA über die EMI ihr erstes Album „Mísia“ veröffentlichte. „Alles was vorher kam, war eine Art Vorgeschichte“, so Halpern.

25 Jahre später ist MÍSIA die wohl international erfolgreichste Fado-Sängerin, die mit einem guten Dutzend Alben und zahllosen Live-Auftritten Musikfreunde in aller Welt begeistert. Aus diesem Anlass erscheint nun ein Album mit ihren eigenen Favoriten, die sie selbst zusammengestellt hat. Auf Do Primeiro Fado Ao Último Tango bringt MÍSIA alle ihre Lieblinge aus einer 25-jährigen Karriere auf 2 CDs zusammen.

Do Primeiro Fado Ao Último Tango nimmt uns auf eine außergewöhnliche Reise durch die 25 Jahre währende Karriere MÍSIAS mit, im Laufe derer sie es zu Weltruhm brachte.

Viele von MÍSIAs Songs sind heute Klassiker, alle von ihnen sind in den vergangenen 25 Jahren wichtige Stationen in der Geschichte des Fado geworden. Dies ist der Grund, warum Do Primeiro Fado Ao Último Tango eben viel mehr ist als ein „Best Of“-Album – es ist eine musikalische Geschichtsstunde, ein Rückblick auf 25 Jahre neuen, lebendigen Fado mit der einzigartigen Stimme MÍSIAs.

Biografie Mìsia

Geboren in Porto, der zweitgrößten Stadt Portugals, die am Fluss Douro liegt, der wenige Kilometer weiter in den atlantischen Ozean mündet, wuchs MÍSIA in einer Familie mit musikalischer Tradition auf. Ihre Mutter und ihre Großmutter stammten aus Barcelona und betätigten sich als klassische Ballerina bzw. als Burlesque-Künstlerin in großen Musikhallen. In Porto trat MÍSIA bereits als junge Frau in Fado-Bars auf, bis die Familie zunächst nach Barcelona und später nach Madrid zog, wo die 20-jährige MÍSIA tanzte, im TV auftrat und an ersten musikalischen Produktionen beteiligt war. Es war 1991 als MÍSIA nach Portugal, diesmal nach Lissabon, zurückging und sich ein eigenes Fado-Repertoire aneignete. Sie wollte nicht einfach ihre geliebten Vorbilder kopieren, sondern hatte sehr konkrete Vorstellungen von dem, was Halpern später den „Neuen Fado“ nannte.

So kontaktierte MÍSIA Autoren, Designer, Fotografen und nicht zuletzt Komponisten und Texter wie Agustina Bessa-Luís, José Saramago, José Luis Peixoto, Lídia Jorge, Vasco Graça Moura, Mário Cláudio, Paulo José Miranda, Hélia Correia und Amélia Muge sowie Musiker wie Jorge Palma, Vitorino und Sérgio Godinho neben vielen anderen. Einige Jahre harter Arbeit und tiefer Leidenschaft führten bald zu internationaler Anerkennung, die sie auf die großen Bühnen der Welt brachte, darunter das Teatro Nacional de São Carlos in Lissabon, die Town Hall in New York, das Royal Theatre Carré in Amsterdam, das Teatro Maria Guerrero in Madrid, die Berliner Philharmonie, das Pariser Olympia und viele mehr. Dabei zollte sie der klassischen Fado-Tradition – und insbesondere Amalia Rodrigues – stets großen Respekt, sowohl in der Form als auch in den Inhalten ihrer Lieder. Die internationale Presse bewundert die junge Sängerin, und Billboard, Gramophone, die New York Times, Liberation, Die Zeit, The Washington Post und The Independent widmeten und widmen ihr große Artikel.

In Portugal wurde MÍSIA mit dem staatlichen Verdienstorden ebenso ausgezeichnet wie mit dem Amalia Rodrigues Award, Italien ehrte sie mit dem Carossone und dem Gilda Cinema Preis, Paris verlieh ihr die höchste städtische Auszeichnung, die Medaille de Vermeil. In kaum einem Land ist MÍSIA so beliebt wie in Frankreich: Sie wurde zunächst in die Ehrenlegion aufgenommen und später zum Officier l’Ordre des Arts et des Lettres de la République Française ernannt, eine der höchsten kulturellen Auszeichnungen der Republik Frankreich.

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