Oddarrang – Agartha

oddarrang-agartha-screen (Edition Records, VÖ: 30.09.2016)

Finnish quintet Oddarrang has established itself as a band with an undeniably unique sound – blending monumental riffs and dynamic builds with heart-wrenching, anthemic melodies that soar over a compelling and absorbing rhythmical drive. ‘Agartha’ pushes that emotion and potency to new levels with earworm melodies you’re sure you’ve heard before and driving rhythms sent pulsing through your veins.

Led by eclectic musician and spiritual drummer, Olavi Louhivuori, Oddarrang has produced a bold and imposing statement that without doubt will take it to the brink of international exposure.

Brave in conception and epic in execution, this music wells from the same melancholic Nordic spring that feeds the likes of Sigur Rós & Supersilent, adding the folky, post-rock influences of Mogwai and the electronic sound sculptures of Boards of Canada.

As Olavi explains: ‘Agartha has taken on a new energy for us. The writing and recording process was so rewarding and inspiring for us all. We’re very happy with the new music. For the band, the music is special, it’s part of all of us and brings together our own personal tastes and vision for the music. Now, we can’t wait for ou fans and new fans to hear it’.

Clocking in just shy of 40 minutes, the five-track album ‘Agartha’ takes its name from the legendary world that is said to reside in the Earth’s core. With a unique blend of cello and trombone, soaring vocals and electronic soundscapes fusing with the magma intensity of guitar, bass and drums, this is music that achieves profound beauty: elevating and primal.

CREDITS:
Aino Peltomaa: vocals on Aletheia
Recorded and mixed by Jyri Sariola at Mimix Studio May 2016
Mastered at MIMIX by Jyri Sariola May 2016

Tourdaten:

1.11. Köln, artheater
2.11. Hamburg, Häkken
3.11. Berlin, Jazzfest Berlin
4.11. München, Unterfahrt

Website: www.oddarrang.com

Melingo – Anda

Melingo_Anda_Cover (PIAS, VÖ: 23.09.2016)

1997 kehrte Melingo in seine Heimat Buenos Aires zurück. Die letzten zehn Jahre hatte er in Spanien gelebt. Er wurde als Moderator für die TV-Show „Mala Yunta“ eingestellt. Was zunächst lediglich eine berufliche Beschäftigung war, sollte bald zur Leidenschaft werden. Denn hier entdeckte Melingo den Tango für sich. Die Sendung drehte sich ausschließlich um diese lateinamerikanische Musikrichtung. Allerdings mit einem Clou: Rockmusiker interpretierten klassische Stücke des Tango auf ihre eigene Weise völlig neu. Und es sollte nicht lange dauern, bis Melingo seine Vision des Tangos ersann, die nochmals weit über das hinausgeht, was er an Musik in der Sendung von anderen Künstlern präsentierte….
Man stelle sich Melingo gegenwärtig als einen Illusionisten vor, der geradeheraus aus einer Novelle von Jorge Luis Borges tritt, um seinen Sinn für das Drama mit seiner Stimme und seiner Klarinette Ausdruck zu verleihen. Man schließe die Augen, lausche dem neuen Album „Anda“ und es beginnt ein unbekannter Fellini-Film vor dem geistigen Auge abzulaufen, so farbenfroh wie skurril. Man denke an einen imaginären Raum, in dem Carlos Gardel, Serge Gainsbourg und Erik Satie an einem Tisch sitzen, um die Zukunft der Musik zu verhandeln. Und die Klänge von „Anda“ laufen dazu im Hintergrund, in einer endlosen Schleife…

Mit den Alben „Corazón & Hueso“ (2011) und „Linyera“ (2014) begann Melingo seine eigene musikalische Landkarte zu entwerfen, die er seit dem beständig erweitert. Als Wanderer seines selbst gesteckten Terrains durchmisst er Genres, die er wie selbstverständlich mit dem Tango vermischt. „Anda“ befindet sich innerhalb dieses Gebietes auf neuen Anhöhen. Das Album wagt manches.

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Joshua Redman & Brad Mehldau – Nearness

joshua-redman-and-brad-mehldau-cover (Warner Music, VÖ: 09.09.2016)

Auf „Nearness“ werden Live-Aufnahmen der letzten Europa-Tournee von Redman und Mehldau zusammengefasst. Das Ergebnis ist kein typisches Live-Album. Der Saxofonist und der Pianist machen die Bühne zum Studio und das Publikum zum spontanen Produzenten. Die aus dieser Spielsituation resultierende Spannung reißt die Protagonisten jedoch nicht weg. Sie nutzen diese als gestalterisches Mittel, verzichten auf Live-Rituale und spielen mit unglaublicher Konzentration. Zwar eröffnen sie ihren Reigen mit Charlie Parkers „Ornithology“, und doch nehmen sie dem Track seine elitäre Bebop-Hektik und zelebrieren ihn als vollendete Kombi aus Komposition und Intuition. Der im Jazz viel zu leichtfertig ins Feld geworfene Begriff der Improvisation fächert sich hier in spontanes Erfinden und feinsinniges Nuancieren. Entscheidend ist der Grad von Bewusstheit, mit dem all das passiert.

Brad Mehldau und Joshua Redman wissen in jedem Augenblick hundertprozentig, was sie tun. Jeder Song wirkt, als würde er in genau diesem Kontext zum allerersten Mal ertönen. Das Motto „Nearness“ trifft es perfekt. Alles offenbart sich über die Nähe. Ein alternatives Motto wäre „Respekt“, denn die beiden Musiker respektieren sich nicht nur gegenseitig mit ihren komplett unterschiedlichen Hintergründen und Erzählweisen, sondern sie bringen jedem einzelnen Song und Ton ebenso viel Achtung entgegen wie jedem Hörer, egal ob sofort im Publikum oder später unterm Kopfhörer. Diese Musik wurde nicht gemacht, um zu zeigen, dass man sie so spielen kann. Das ist weder die Nabelschau des gegenwärtigen Standes zweier Ausnahmemusiker noch das abschließende Dokument einer Tour fürs Jazz-Archiv. Nein, „Nearness“ erfüllt nur einen einzigen Zweck: diese Songs wollen gehört werden, von jedem, der dafür offen ist, denn sie sind voller Tiefgang, Kraft, Leidenschaft, Sehnsucht und unbeschreiblicher Schönheit.

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Laszlo – Herzschlag

laszlocover (Warner Music, VÖ: 02.09.2016)

Als Laszlo im Herbst 2013 Adoro verließ – jene Berliner Band, die in den sechs Jahren seiner Zugehörigkeit mit über 1,8 Mio. verkauften Alben zur bis heute erfolgreichsten deutschsprachigen Klassik-Pop-Formation wurde –, war die Sehnsucht nach seiner Heimatstadt Wien der Hauptgrund. Und so macht es nur Sinn, dass der Sänger nun, nach einer intensiven kreativen Phase, mit einem Album zurückkehrt, das eben jener Stadt gewidmet ist: Herzschlag lautet der Titel von Laszlos Solo-Debüt, das am 02.09. erscheint.

„Wien ist eine unnachahmliche Mischung. Hier hast du das extrem Traditionelle neben einem pulsierenden, lebendigen Modernen. Das macht diesen Ort für mich persönlich zur idealen Klassik-Pop-Stadt. Und genau diese Mischung ist so auch in mir drin, deshalb genieße und liebe ich Wien so sehr“, erklärt der Sänger. „Mein Album ist eine Liebeserklärung an meine Heimatstadt, aber auch eine Hommage an die Liebe, die ich hier erlebt habe. Ein gefühlsgeladener, moderner Soundtrack. Ohne ¾-Takt und Walzer, sondern lebendig und am Puls der Zeit.“
Dafür sorgt schon die Auswahl der Songs: 12 große, internationale Pop-Hits wie „It’s My Life“ (Bon Jovi), „Wrecking Ball“ (Miley Cyrus) oder „Angels“ (Robbie Williams) erfahren durch Laszlo eine Neuinterpretation, mit deutschen Texten und filmischen Arrangements. „Ich fand diese Art von Neuinterpretation schon bei Adoro sehr spannend“, berichtet Laszlo. „Bei meinem Soloalbum wollte ich vollkommen neue Wege beschreiten und etwas wirklich Neues erschaffen, das es in dieser Form noch nicht gegeben hat“.

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Carrousel – L’euphorie Tour 2016

carrouselcover

Tourdaten

Fr 29 Jul 2016 Bardentreffen, Nürnberg
Fr 02 Sep 2016 Kunstflecken, Neumünster
Fr 23 Sep 2016 Speicher, Bad Homburg
Mi 05 Okt 2016 Privatclub, Berlin
Do 06 Okt 2016 Nochtspeicher, Hamburg
Fr 07 Okt 2016 Hasenburg, Lüneburg
Sa 08 Okt 2016 Kniestedter Kirche, Salzgitter
Di 11 Okt 2016 Hot Jazz Club, Münster
Mi 12 Okt 2016 Kulturcafé Lichtung, Köln
Do 13 Okt 2016 Textilmuseum, Helmbrechts

Was passiert, wenn eine Sängerin und Multiinstrumentalistin aus der Heimat des Savoir Vivre mit einem männlichen Ebenbild aus dem “glücklichsten Land der Welt” (World Happiness Report 2015) zusammenkommt? Da sollte doch eine ganz schön große Portion Endorphine auf die Hörer ausgeschüttet werden, oder? Bei Sophie Burande und Léonard Gogniat ist das in der Tat der Fall. Das Duo, das vom Schweizer Jura aus kräftig die Neochanson-Szene aufmischt, hat sein neues, drittes Werk deshalb auch ganz selbstbewusst L’Euphorie genannt.

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Alexander Abreu

Als Musiker wurde Alexander über Nacht bekannt und gilt seit Jahren als die Referenz der Studiotrompeter auf Kuba. Sein beeindruckender Klang und sein Improvisationstalent bereichert unzählige Aufnahmen von Los Van Van bis hin zu Isaac Delgado.
Alexander Abreu & Havana D’Primera – die Gegenwart und Zukunft der Salsa Cubana!

Live am Freitag, 12.08. – MÜNCHEN – Muffathalle
Einlass: 20 Uhr / Beginn: 21 Uhr
Salsa DJ vor und nach dem Konzert
Vorverkauf € 28 zzgl. Gebühren / Abendkasse € 34

Karten unter:
http://www.muffatwerk.de/de/besucherservice/ticketservice

Oscar D’Leon

Oscar DLeon cover

Mit Oscar D’Leon wird in Kürze der charismatischste aller Latin Band Leader mit seinem Orchester für zwei Konzerte nach Deutschland kommen. Über zwei Stunden Non Stop Performance von einem der besten Entertainer der Welt – nicht nur für Salseros ein Muss.

11.08. HAMBRUG – Fabrik
Einlass: 20:00 Uhr
Vorverkauf: 29,00 €

Tickets unter:
http://www.fabrik.de/program/ticketbestellung.php?vid=1220

12.08. FRANKFURT – Chango Latinpalace
Einlass: 20:00 Uhr
Vorverkauf: 28,00 €

Tickets/Infos unter:
http://www.latinpalace-chango.de/index.php?id=667

Website: www.oscardeleon.de

Santiago Lara – Flamenco Tribute to Pat Metheny

Santiago Lara Cover (Warner Music, VÖ: 26.08.2016)

Eine gute Geschichte ist immer eine gute Geschichte, egal, wer sie erzählt. Der amerikanische Gitarrist Pat Metheny ist ein grandioser Geschichtenerfinder. Mit seinen weiten epischen Erzählungen schlägt er nicht nur seit über dreißig Jahren immer wieder überraschende Bögen über verschiedene Spielarten von Jazz, Rock, Folk, Country, Ambient, Avantgarde, Klassik, Minimal Music sowie alle nur denkbaren musikalischen Ethnien. Sein spezieller Sinn für dramaturgische Handlungsabläufe und eine präzise Klangoptik erinnern manchmal eher an einen Filmregisseur als an einen Musiker. Kein Wunder also, dass auch andere Storyteller zuweilen das Bedürfnis haben, ihre Version von Methenys Geschichten zu erzählen.

Flamenco ist nur einer von zahlreichen Einflüssen, die sich in Methenys spielerischem Panorama niederschlagen, aber er stand niemals so im Vordergrund wie zum Beispiel Country Music oder brasilianische Musik. Insofern werfen sie Interpretationen des spanischen Flamenco-Gitarristen Santiago Lara ein völlig neues Licht auf Methenys facettenreiche Klangbilder.

Der spanische Flamenco-Gitarrist Santiago Lara ist eine Generation jünger als Pat Metheny. Als der spätere Meisterschüler von Manolo Sancúlar 1984 geboren wurde, war Metheny bereits ein Star und das Album „Offramp“, von dem hier der Song „James“ erklingt, schon seit zwei Jahren auf dem Markt. Lara ist praktisch in die Musik Methenys hineingewachsen. Er zelebriert diese Metheny-Originale auf seiner reich gedeckten Flamenco-Tafel mit einer solchen aus sich selbst heraus leuchtenden Selbstverständlichkeit, als läge nichts näher, als sie in eben dieser Auffassung abzubilden. Mehr noch, als hätte ihnen niemals ein anderer Gedanke zugrunde gelegen als Flamenco. Lara behält den Stücken alles bei, was Methenys Musik von jeher ausgemacht hat. Sie sind farbenfroh, verspielt, lebendig, voller Luft und Bewegung und vor allem – auch in dieser spanischen Fokussierung – von kosmopolitischer Weltläufigkeit. Lara mag den Songs andere Perspektiven abgewinnen als Metheny, aber gerade darum geht es ja.

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Itamar Borochov – Boomerang

Cover boomerang (Laborie, VÖ: 02.09.2016)

Ein neuer Stern am Trompeterhimmel

In der Jerusalem Post als “a rising star in today’s jazz music world” beschrieben, bringt der Israeli Itamar Borochov seinen einzigartigen Sound überall dort mit hin, wo immer es ihn musikalisch hintreibt. Tief verwurzelt in der Tradition des Jazz sucht Itamar nach seinen persönlichen Wurzeln – eine Suche, die ihn zu einer stetig wachsenden Liebe der arabischen und pan-afrikanischen Musiktraditionen führte. Hieraus resultierten Kollaborationen mit dem großen jüdisch-marokkanischen Liturgiker Rabbi Haim Louk, Auftritte mit und Kompositionen für das New Jerusalem Orchestra und Aufnahmen mit dem israelischen Rockstar Dudu Tassa. Ein Füllhorn an Inspirationen für den im israelischen Jaffa aufgewachsenen Trompeter und Komponisten, einer Stadt, die selbst gleichzeitig muslimisch, jüdisch und christlich geprägt ist.

Borochov verliebte sich bereits als Teenager in den Jazz und verschrieb sich dessen Studium, ehe er 2006 nach New York zog, wo er die New School for Jazz and Contemporary Music besuchte und unter anderem bei Junior Mance, Charles Tolliver, Jimmy Owens und Cecil Bridgewater studierte. Schnell erlangte er internationale Beachtung als ein junger Innovator der zeitgenössischen Jazzszene und tritt weiterhin regelmäßig in den besten Clubs New York auf.

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Mockemalör – Riesen (+Tourdaten)

Mockemaloer-Riesen_cd_cover (Jazzhaus Records, VÖ: 19.08.2016)

Als die Schwarzwälder Sängerin Magdalena Ganter 2010 an der Spree auf Drummer Martin Bach und Pianist
Simon Steger trifft, wird unter dem Namen Mockemalör ein bisher unerhörter Klang geboren. Nun, sechs Jahre später, mündet er mit dem zweiten Album Riesen in einen tatsächlich großen Wurf: ein wuchtiges Plädoyer für mehr Poesie, Fantasie und Farbe.

Eigentlich hat Anton Tschechow Schuld an allem. Denn seine “Möwe” ist es, die die spielwütige Ganter in Berlin im Rahmen eines experimentellen Theaterprojekts verkörpert. Dort treffen die drei Musiker zum ersten Mal aufeinander. Beflügelt vom gemeinsamen Kreativflow beschließen sie daraufhin, ihre schöpferische Energie weiter zu bündeln. In ein völlig neues Genre zwischen Varieté, Progressiv Pop und Punk mündet das, was am Knotenpunkt von Schauspiel, Elektro und Klassik gründet. Der Clou sind zunächst Texte in Ganters Muttersprache, dem Alemannischen, allesamt zu finden auf der Debütplatte Schwarzer Wald. Und das spiegelt sich auch in diesem einzigartigen, sinnlich wie espritvollen Bandnamen wider: “Mockemalör” könnte man übersetzen mit “schönes Missgeschick”, da schwingt auch die dem Schwarzwald nahe französische Kultur mit und eine schöne Portion Understatement.

Die Sessions für die zweite Platte resultieren in elf ganz erstaunlichen Klang-Artefakten. Kein Zweifel: Als Quantensprung für die Band entpuppen sich diese Songs für den Hörer, der sie mit heruntergeklappter Kinnlade im ersten Durchlauf entdeckt. Und der dann bei jeder weiteren Wiederholung erlebt, wie sie zu den majestätischen Riesen in Ohr und Herz wachsen, als die sie der Albumtitel so treffend charakterisiert. Songs, die in Sound und Text gegen die lästigen Normen aufbegehren, energiegeladen und poetisch mit tausend schillernden Farben aus den Synthesizern und kunstvoll kargen bis kantig-gewaltigen Beats aus dem Schlagzeug melodische Capriolen schlagen, dabei auch mal laut und eruptiv werden müssen.

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Martin Dahanukar – Traumesrauschen (+Tourdaten)

MartinDahanukar_Traumesrauschen_Covermotiv(SKIP RECORDS, VÖ: 26.08.2016)

Der indisch-schweizerische Trompeter Martin Dahanukar weiß seiner Musik einen traumhaften, poetischen Touch zu geben. War es auf seinem SKIP Erstling “Scent Of Jungle” (SKP 9105) der Kontrast zwischen Agitation und Versunkenheit, der eine eigenständige Atmosphäre zauberte, Farben, Gerüche und Stimmungen evozierte und zeigte, dass seine Melodien dieses gewisse Etwas haben und von andersartigen, schwer zu beschreibenden Harmonien beseelt sind, wendet sich nun der in Bern lebende Dahanukar auf dem neuen Werk “Traumesrauschen” ebenso mystischen wie geheimnisvollen, fast cineastisch anmutenden Stimmungen zu und entführt in Bilder der flimmernden Lichter der Großstadt. Dabei klingen in seiner Musik, wie schon beim Vorgänger, Echos des großen künstlerischen Idols Miles Davis an. Doch während man bei “Scent Of Jungle” an die Aufbruchstimmung des Jazzrock erinnert wurde, blitzen jetzt Assoziationen zu Werken wie dem Davis Soundtrack zum Louis Malle Film “Fahrstuhl zum Schafott” auf. Es gelingt Martin Dahanukar mit Hilfe seines neu zusammengestellten Quartetts Tonbilder zu erschaffen, die in ihren Spannungsbögen kaleidoskopisch an Stillleben der Nouvelle Vague erinnern. “Ich möchte meine Stimme nicht verlieren im Gewirr”, meint Dahanukar und taucht dabei ab in die indigofarbenen Blue Notes des Jazz. So entlässt er den Hörer in verschlungene Melodien, bei denen der lyrisch-reflexive Melodiker am Erlebnis des Zuhörens feilt. So wird der Trompeter zum Geheimnisträger für atmosphärische Sounds aus Samt und Seide. Dahanukar beschreibt seine Kompositionen als “bildhafte Musik, beeinflusst von besonderen menschlichen Begegnungen oder unvergesslichen nächtlichen Stimmungen. Manche Stücke sind wiederum klingende ’Polaroids’ von heissgeliebten Kinojuwelen”.

Für den erdigen Drive sorgen der Perkussionist Willy Kouton und der Kontrabassist Philipp Moll, an Piano und Fender Rhodes verleiht Michael Haudenschild der Musik lyrische Weiten und Raum für spannungsvolle Trompetenklänge.

Die Premieren von “Traumesrauschen” werden im Sommer natürlich in seiner Heimatstadt Bern und in Deutschland beim Palatia Jazzfestival in Neustadt / Weinstraße zu hören sein, bevor es dann ab Herbst ausgedehnte Konzertaktivitäten zum neuen Projekt geben wird.

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The Savage Five – Sleepwalking

The_Savage_Five-Sleepwalking-Cover(Herbie Martin Music, VÖ: 12.08.2016)

Stellen Sie sich auf Außerordentliches ein.
Die charismatische irische Sopranistin, Jazzvokalistin und Liedermacherin Suzanne Savage (”Ireland’s hiddenmusic hero” – BBC) hat sich mit vier Streichern aus den Niederlanden zusammengetan. Länder- und
genreübergreifend entsteht ein großer Spielraum, den sie mit hörbarer Lust und Experimentierfreudigkeit ausloten.

The Savage Five: bezaubernde neue Musik für Gesang und Streicher.
Sie spielten u.a. im Rahmen der Kammermusikreihe des Noord Nederlands Orkest 2015, und haben ihre erste irische Tour im März 2016. Ihr Debütalbum Sleepwalking hat bei Musikfreunden verschiedenster Stilrichtungen bereits Begeisterung ausgelöst, und freuen sich, ihre Musik in der Heimat der Leadsängerin zu präsentieren.

The Savage Five sind eine beispiellose Neuerscheinung in der Musikszene
Ins Leben gerufen von Suzanne Savage und dem neuseeländischen Ko-Autor Hugo Smit (Cello) holten sie sich einige der dynamischsten Streicher in Europa: Lianne van den Berg (Violine, NL), Rachael Yates (Bratsche, GB), Sven Otte (Kontrabass, DE). Der Kontrabass erweitert den Tonumfang der üblicheren Streichquartettbesetzung. Die Mitglieder spielten mit namhaften Ensembles wie dem Noord Nederlands Orkest, der Badischen Staatskapelle Karlsruhe, dem New Zealand Symphony Orchestra und der Musica Antiqua Köln. Suzanne sang durch ganz Europa und die USA als erste Sopransolistin in der beliebten Show Riverdance. Nach einem Aufenthalt in Italien als Stipendiatin der Fabrica Musica nennt sie Irland wieder ihr Zuhause. Sie musizierte im In- und Ausland mit den legendären Iren Paul Brady, Eleanor McEvoy, Van Morrison, mit Jazzgrößen Jimmy Cobb, dem Ernie Watts Quartet und den Nachwuchstalenten David Little (UK) sowie dem Matteo Addabbo Organ Trio (IT). Sie sang bei SXSW, UK/NY, Electric Picnic, Guinness Cork International Jazz Festival, Belfast Festival at Queen’s, war featured artist bei TED.com, BBC Nordirland, und sang mit Paul Brady und dem RTE Concert Orchestra und
dem Ulster Orchestra. Für ihre Arbeit am von der Kritik gefeierten Soloalbum Jellymould wurde sie 2012 vom Arts Council of Northern Ireland ausgezeichnet.

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IYEOKA – Gold (+Tourdaten)

IYEOKA-GOLD-Cover (Underground Sun, VÖ: 01.07.2016)

Nachdem Iyeoka im letzten Frühjahr von Amerika aus zu einer kleinen Städtetournee nach Europa aufgebrochen war, machte sie im Mai unter anderem in München und Frankfurt/Main Station. Neben der fesselnden Musik flashte sie die deutschen Konzertbesucher damals mit ihrer starken Persönlichkeit und Bühnenausstrahlung. Obwohl im siebten Monat schwanger, kannte sie kein Schonprogramm. Engagiert bis in die Enden ihrer hüftlangen Zöpfe verbreitete die Sängerin und Dichterin in den Auftritten eine inspirierende humanistische Botschaft. Mit hingebungsvoll vorgetragenen Liedtexten über Liebe, Frieden und Hoffnung, über Rassismus, Afrikas mangelndes Selbstbewusstsein, das Frausein im 21. Jahrhundert sowie unsere an Zivilisationskrankheiten leidende Gegenwart, zog sie das Publikum unwiderstehlich in ihren Bann. Was für eine Live-Präsenz!

Derselben Leidenschaft begegnen wir jetzt auf Iyeokas viertem Soloalbum. Die Amerikanerin mit nigerianischen Familienwurzeln, deren zweites Kind inzwischen zur Welt gekommen ist, kämpft hier einmal mehr integer und somit glaubhaft für ihre Ideale. So singt sie etwa gleich im Reggae-Opener “Who Would Follow”, der auf der hawaiianischen Insel O’ahu mit der dort ansässigen Künstlerin Paula Fuga entstand, von Nächstenliebe und der helfenden Hand, die wir alle im Leben hin und wieder mal brauchen. In “Sweet Song” rezitiert Iyeoka zu sanften Balladenklängen ein preisgekröntes Gedicht über Minderwertigkeitskomplexe dunkelhäutiger Menschen; am Beispiel der eigenen, von Zweifeln begleiteten Kindheit macht sie sich hier dafür stark, sich vom andersfarbigen, zumeist “weißen” Umfeld nicht kleinreden zu lassen. Betont streitbar tritt die Aktivistin auch im Afrobeat-Titel “Akomen of Udomi” auf, den sie den 2014 von der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram verschleppten Schülerinnen widmet; angesichts der eigenen Verbundenheit mit Nigeria war es Iyeoka ein Herzensanliegen, sich für die Mädchen, die Angehörigen der Vermissten und deren Befreiungsbewegung “Bring Back Our Girls” einzusetzen. (Außerhalb der Musik zeigt sich ihr Engagement unter anderem in der Mitarbeit an der von ihrer Familie gegründeten Amenawon- Stiftung. Als deren Sprecherin unterstützt Iyeoka beispielsweise das mit Stiftungsgeldern finanzierte Bildungsprojekt “Lyrics for Literacy”, das Bücher und Musikinstrumente in arme ländliche Gegenden Nigerias bringt.)

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Pawel Kaczmarczyk – Vars & Kaper DeconstructiON

PawelKaczmarczyk_Deconstruction_Cover(Hevhetia, VÖ: 29.07.2016)

Sagen Ihnen Henryk Vars (manchmal auch Wars geschrieben) oder Bronisław Kaper was? Wer, bitte schön? Nun, die beiden Schlager- und Filmkomponisten polnischer Herkunft, die im 20. Jahrhundert zunächst zuhause, dann in der Traumfabrik Hollywood Karriere machten, dürften heutzutage allenfalls noch Soundtrack-Spezialisten namentlich geläufig sein, deren Musik sind aber sicher die meisten von uns schon einmal begegnet. Jedenfalls dann, wenn man Filme wie “Lassie – Held auf vier Pfoten”, “Der gläserne Pantoffel”, “Meuterei auf der Bounty” oder die TV-Serien “Flipper”, “Daktari” und “FBI” gesehen und dabei ein wenig auf die Klangbegleitung von Vars bzw. Kaper geachtet hat. Mit seinem Audiofeeling Trio und Gast-DJ Mr. Krime setzt Pianist Paweł Kaczmarczyk den großen Landsleuten jetzt ein Denkmal in Tonträgerform, sein Album “deconstructiON” ist eine respektvolle Jazzhommage an deren Schöpfergeist.

Ausgewählte Stücke aus dem Nachlass von Henryk Vars und Bronisław Kaper erklingen hier im Jazzsound der Gegenwart. So werden beispielsweise “Mister John” aus der polnischen Musikkomödie “Zapomniana Melodia” (1938), “Follow Me” (”Meuterei auf der Bounty”; 1962) und der Ohrwurm “You Won’t Forget Me Now” sehr modern umgesetzt. “Ninon” aus dem frühen Tonfilm “Ein Lied für dich” (eine deutsch-französische Koproduktion aus dem Jahr 1933) verwandeln die Polen in eine lyrische Instrumentalballade heutiger Prägung. “All God’s Chillun Got Rhythm”, zuerst im Marx- Brothers-Kinoklassiker “A Day At The Races” (1937) zu hören, später im Repertoire von Judy Garland, Stan Getz und Stephane Grapelli, steigert sich nach einem behutsamen Intro zur fesselnden Uptempo-Nummer. Und “While My Lady Sleeps” (”The Chocolate Soldier”; 1941) schließlich ist originell als zeitgemäßer Hardbop-Titel angelegt.

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Incognito – In Search Of Better Days

Incognito_InSearchOfBetterDays_Cover (earMUSIC, VÖ: 24.06.2016)

You would think that a 37-year-old band would rest on its laurels…right? No, not Incognito! The band is as creative and full of fire as it was at its conception in 1979. A rare feat in these days and times.

Their 17th studio album, “In Search of Better Days”, will have Incognito fans grinning ear to ear and will be released on June 24th, 2016 on earMUSIC. The fresh, uncompromising, soulful, Jazz-Funk-laden songs and instrumentals that are the bones of Incognito continue to shine through . . . and there is more. The sound of Bluey’s London for over three and a half decades weaves its way throughout this album and gives it flesh, with splashes of Drum & Bass and Broken Beats, Rare Groove, Deep Soulful House, and even influences from the Rock and Blues that were at the heart of the UK scene in the
late ’60s and early ’70s.

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Brad Mehldau Trio – Blues and Ballads

BradMehldauTrio_BluesAndBallads_Cover (Nonesuch, VÖ:03.06.2016)

Das Brad Mehldau Trio meldet sich mit Blues and Ballads, der ersten Studioeinspielung des Trios seit dem 2012 veröffentlichten Album Where Do You Start, zurück. Der Vorgänger in der Alben-Chronologie des Trios wurde mit Kritikerlob geradezu überschüttet. “Mehldau lässt den erzählerischen Fluss seiner wunderbar gespielten Geschichten nie von seiner einzigartigen Technik und seinem akkuraten Timing überschatten. Mit dieser wunderbaren Herangehensweise graben der Pianist und sein Trio tief im Linksaußen-Pop und dem American Songbook. Den Modern Jazz lassen sie abenteuerlich anders und neu schimmern”, schrieb die Financial Times. Blues and Ballads folgt dieser Fährte einmal mehr mit außergewöhnlichen Interpretationen von Fremdkompositionen. Diesmal haben Mehldau und sein Trio, zu dem Bassist Larry Grenadier und Drummer Jeff Ballard zählen, den Fokus allerdings auf den Blues und Balladen gelegt, wie der Albumtitel vorgibt.

Auf Blues and Ballads geht Mehldau konsequent seinen Weg als Geschichtenerzähler und bindet Songs in eine nonchalante Dramaturgie. Er klingt im Verbund mit seinen beiden Trio-Kollegen geerdet, wie immer ein wenig neu und spielt dabei dennoch auf gewohnt hohem Niveau. Das große narrative Vermögen des Tastenmannes, dem Die Zeit kürzlich “Feierstunden des Klaviers” attestierte, fasst den Jazz-Begriff dabei weit. Mehldau ist einer der wenigen ausgewiesenen Jazzer, deren Musik mit beinahe greifbaren emotionalen Intensitäten Menschen für den Jazz öffnen, die mit Jazz eigentlich nichts am Hut haben. Beliebig oder gar geschmäcklerisch ist Blues and Ballads dabei keineswegs. Unterhaltung offenbart bei Mehldau immer auch Haltung – im wahrsten Sinne des Wortes.

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Alejandra Ribera Sommerkonzerte

AlejandraRibera_byKristinaWagenbauer

Sommerfestivals

08.07. Karlsruhe – Zeltival
09. & 10.07. Rudolstadt – TFF
28.07. Riehen – Stimmen Festival
30.07. Nürnberg – Bardentreffen
31.07. Friedrichshafen – Kulturufer
11.09. Witzenhausen – Tag des offenen Denkmals

Die in Kanada geborene und bei einem argentinischen Vater und einer schottischen Mutter aufgewachsene Alejandra Ribera, wurde die Liebe zum Reisen in die Wiege gelegt. Mittlerweile ist die, in Kanada längst zum Star avancierte, Sängerin in Frankreich angekommen und hat „La Boca“ im Gepäck – ein hochgelobtes Album, das sie mit dem renommierten Produzenten Jean Massicotte aufgenommen hat. Das Album erschien bei uns in Deutschland am 27.11.2015 (Harmonia Mundi).

„La Boca“ ist eine Reise, eine Geschichte, der Anfang eines Abenteuers. Alejandras Stimme ist die einer ultimativen Träumerin, sie singt feinfühlig und zärtlich, ihre Lieder sind zum Entspannen, Träumen und Genießen gemacht. Sie erinnert an all die Künstler, die mit den Stimmungen des Blues jongliert haben: Rufus Wainwright, Melingo, Tom Waits, Chavela Vargas und natürlich Arthur H, der mit ihr zusammen das einzige französischsprachige Lied auf ihrem Album singt – Un Cygne la nuit.

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Alexander Paeffgen Trio – #Jazz

AlexanderPaeffgenTrio_Jazz_Cover

(broadview, VÖ: 10.06.2016)

Köln, im Frühjahr 2016. Mit Groove, Verve und Poesie brennt sich das Alexander Paeffgen Trio mit seinem neuen Album #Jazz ins Ohr: Abenteuer. Romanze. Tweet. Epos. Feuer. Wasser. Jazz. Kein Jazz… #Jazz hat einen ganz eigenen Sound – fußt souverän auf den Säulen des Genres, um sie gekonnt ins Wanken zu bringen. In seiner unvergleichlichen Art spielt Alexander Paeffgen virtuos mit Klassik, Pop, Punk und Jazz, ohne jemals in Plattitüden zu verfallen, beweist Harmoniebedürfnis, um sogleich den klanglichen Rahmen zu sprengen, lässt Melodien fließen, um sie taktvoll zu brechen und zielt mitten ins Herz.

Mal still, mal rebellisch. Mal laut, mal sensibel. #Jazz ist nonkonformistisch, weltläufig, wohlklingend, ohne jemals anbiedernd zu sein. Es gehe, sagt Paeffgen, um das Beste im Einfachen. Gemeinsam mit seinen erfahrenen und langjährigen Kollegen Christoph Sauer (Bass) und Christof Jaussi (Drums) schafft der Kölner Komponist und Pianist so einmal mehr einen Trio-Sound, der mit wenigen Zeichen maximale Wirkung erzielt. Unmittelbar und eindeutig gehen Struktur und Anarchie eine sinnliche Verbindung ein. Raffinierte Pop-Hooks treffen auf Sinfonik, aufgeräumte Melodien auf Metal-Jazz, immer klingt Humor durch, die ganz eigene Farbe, denn Paeffgen denkt nie in Genres – er denkt in Klangbildern.

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Chris Rea – La Passione

Chris Rea_La Passione_cover (earMUSIC, VÖ: 29.04.2016)

Wolfgang Graf Berghe von Trips zählte zu den größten Idolen seiner Zeit. Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre war er weltweit beliebt bei Jung und Alt, als erster deutscher Sportler nach dem II. Weltkrieg konnte er auch im Ausland eine riesige Fangemeinde um sich scharen. Unter den Fans des Formel-1-Piloten befand sich damals auch ein gewisser Chris Rea aus dem nordenglischen Middlesbrough in der Grafschaft Yorkshire. Im Alter von zehn Jahren entwickelte der Sohn italienisch-irischer Einwanderer eine Leidenschaft für den Motorsport, die ihn nie wieder los ließ, von Trips war daran ganz maßgeblich beteiligt. Als Erwachsener fuhr Rea sogar selbst Autorennen, so drehte er zum Beispiel in Silverstone, Monza und auf der Teststrecke des Ferrari-Firmengeländes in Maranello seine Runden. Von den Einnahmen aus Single- und Album-Verkäufen steckte der Sänger/Gitarrist ein hübsches Sümmchen in den Aufbau einer eigenen Rennautosammlung, unter anderem kaufte und restaurierte er im Laufe der Jahre Originalexemplare der legendären Modelle Ferrari Dino, Ferrari 156, Ferrari 328, Ferrari 330, Lotus 6 (lediglich in einer limitierten Edition von 100 Stück als Bausatz vertrieben), Lotus Elan 26R und Caterham 7. Im musikalischen Schaffen des Briten blitzte seine Motorsportliebe übrigens auch immer wieder mal auf, so spielte er zum Beispiel den Song “Saudade” zu Ehren von Formel-1-Champion Ayrton Senna ein.

Die aktuelle Veröffentlichung “La Passione” ist ebenfalls voll und ganz Reas Begeisterung für PS-Boliden gewidmet. Mit dem luxuriös aufgemachten EarBook, bestehend aus einem 72-seitigen Kunst- bzw. Fotoband im quadratischen Großformat, zwei CDs und zwei DVDs, blickt der Künstler auf seine Kindheit zurück. mehr »

Alan Parsons Symphonic Project – Live in Colombia

TheAlanParsonsSymphonicProject_Cover (earMUSIC, VÖ: 27.05.2016)

THE ALAN PARSONS SYMPHONIC PROJECT “LIVE IN COLOMBIA” ERSCHEINT AM 27. MAI 2016 ALS DVD, BLU-RAY, 2CD DIGIPAK, 3VINYL GATEFOLD und DIGITAL BEI earMUSIC


43 JAHRE NACH SEINER MITWIRKUNG AN EINEM DER ERFOLGREICHSTEN ALBEN ALLER ZEITEN UND 40 JAHRE NACH DER VERÖFFENTLICHUNG DES DEBÜT-ALBUMS DES ALAN PARSONS PROJEKTS KEHRT ALAN PARSONS ZURÜCK MIT ALL SEINEN GRÖSSTEN HITS IN EINER UNVERGLEICHLICHEN SYMPHONIC SHOW

Am Abend des 31. August 2013 versammelt sich eine Menschenansammlung im Parque Pies Descalzos in Medellín, Kolumbien. In der angenehmen Abendwärme dieses späten Augusttags ist die Stimmung unvergleichlich – exotisch, pulsierend, elektrisierend. Als ALAN PARSONS gemeinsam mit dem Medellín Philharmonic Orchestra und seiner Band auf der Bühne erscheint gibt es im Publikum kein Halten mehr.

THE ALAN PARSONS SYMPHONIC PROJECT “Live in Colombia”erscheint am 27. Mai 2016 bei earMUSIC als DVD, Blu-ray, 2CD Digipak, 3 Vinyl Gatefold und Digital.

Als ALAN PARSONS mit 19 einen Job in den berühmten Abbey Road Studios an Land zog war sehr schnell klar, dass die Welt des Sounds seine weitere Karriere bestimmen würde. Doch erst seine Mitwirkung als Toningenieur bei dem Pink Floyd Klassiker „Dark Side Of The Moon“ bescherte ihm weltweite Aufmerksamkeit. Als Produzent hatte er kommerzielle Erfolge mit Pilot, John Miles, Ambrosia und Al Stewart. Gemeinsam mit seinem Manager und kreativen Partner zu dieser Zeit, Eric Woolfson, entwickelte er das ALAN PARSONS PROJECT.

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SHEL – Just Crazy Enough

SHEL _Just Crazy Enough_Cover (Membran, VÖ: 27.05.2016)

Musik ist Familiensache für SHEL. Die vier Holbrook Schwestern – Sarah, Hannah, Eva und Liza (S.H.E.L.) – sind ausgebildete Sängerinnen, Songschreiberinnen und Multi-Instrumentalistinnen. Dabei stecken die Damen alle noch in ihren frühen bis mittleren Zwanzigern, aber die Musikalität liegt ihnen einfach im Blut. Mit ihrem faszinierenden Mix aus akustischen Instrumenten, Beatboxing, Synth Klängen und unwiderstehlichen Harmonien, erschaffen sie eine musikalische Alchemie, der man sich nicht entziehen kann. Aber sie bleiben einfach, wie sie selber sagen, „vier Schwestern, die die Welt bereisen, Geschichten erzählen und denselben Traum teilen“.

Aufgewachsen sind die Mädels in Colorado, in einem Wohnwagen-Park, den die Holbrook Familie zur Farm umfunktioniert hat. Dort haben sie eine unkonventionelle Kindheit verlebt, während der sie zu Hause von ihren Eltern – einer Künstlerin und einem professionellen Songwriter – unterrichtet wurden. In diesen Jahren reifte ihr gemeinsamer Traum zusammen Musik zu machen, ohne ihre Individualität und Persönlichkeit opfern zu müssen. Mittlerweile sind SHEL nach Nashville übergesiedelt und saugen die kreative Atmosphäre von ´Music City´ auf, wenn sie nicht gerade touren und die Welt bereisen.

Zusammen bilden die Schwestern ein zauberhaftes Quartett – übermütig, neckisch und ein bisschen verschmitzt. mehr »

Cuong Vu – Cuong Vu Trio meets Pat Metheny

Cuong Vu Trio Meets Pat Metheny Cover (Nonesuch, VÖ: 06.05.2016)

Trompeter, Komponist und Band-Leader Cuong Vu, der als Mitglied der Pat Metheny Group auf deren beiden Alben „Speaking Of Now“ und „The Way Up“ zu hören war und zwei Mal auf weltumspannende Tour mit Metheny ging, wurde von einer Audio-Kassette des „Travels“-Live-Doppelalbum der Pat Metheny Group dazu inspiriert, Musik als seine Berufung zu begreifen. Vu, zu dessen Trio Stomu Takeishi am Bass und Ted Poor am Schlagzeug zählen, spielte neben seiner Zeit bei Metheny u.a. auch mit David Bowie, Laurie Anderson und Mitchell Froom. Das neue Album Cuong Vu Trio Meets Pat Metheny präsentiert Metheny in eher seltenerer Funktion, nämlich als Sideman: „Die Tatsache, dass Cuongs Band-Sound und sein Trompetenspielen kaum an einer definierten Stelle im gesamten musikalischen Spektrum, wie wir es kennen, zu verorten ist, sprach mich unmittelbar an, als Cuong mich fragte, ob ich an diesem Album mit seinem Trio arbeiten wollte. Dieses Album-Projekt wurde sehr spontan zusammengestellt und aufgenommen“, kommentiert Pat Metheny und formuliert seine derzeitige Vorliebe für instinktgelenkte Musikwerdung. „Mir gefallen musikalische Situationen, in denen ich nicht ganz genau weiß, was ich zu spielen habe. Es ist trügerisch zu glauben, dass man Situationen in musikalischen Konstellationen erlebt, in denen Inspiration garantiert scheint. An diesem Punkt in meiner Karriere halte ich Ausschau nach Situationen, in denen mein musikalischer Instinkt gefordert ist. Und das neue, gemeinsame Album mit Cuong beinhaltet eine Menge solcher Momente für mich als Sideman.“

Fünf der sieben Kompositionen des Albums stammen von Cuong Vu, während die brandneue Metheny-Komposition „Telescope“, eingebettet in Blues-Metren, satt Platz bietet für eins der narrativsten Trompeten-Soli Vus. mehr »

Pat Metheny Unity Group – The Unity Sessions

The Unity Sessions_Cover (Nonesuch, VÖ: 06.05.2016)

Live: 27.6., Wien, Konzerthaus

Pat Metheny zählt zweifellos zu den innovativsten, produktivsten, enthusiastischsten und reisefreudigsten Musikern der Musikgeschichte. Seit seinem 1976 erschienenen Debütalbum „Bright Size Life“, ist der inzwischen 61-Jährige an rund 250 Tagen im Jahr auf den Konzertbühnen der Welt unterwegs. In den kompletten vier Jahrzehnten seiner Karriere unter eigenem Namen, gönnte sich der Mann aus Lee’s Summit, Missouri, nur ganze zwei Auszeiten. 2015 legte er, abgesehen von wenigen ausgewählten Auftritten, ein Sabbatjahr ein. Unproduktiv war er deswegen aber keineswegs, wie die beiden neuen Aufnahmen eindrücklich unterstreichen, die am 06. Mai 2016 veröffentlicht werden.

Das Doppel-Live-Album The Unity Sessions enthält 13 Metheny-Kompositionen, eine Co-Komposition mit Ornette Coleman und die beeindruckende Interpretation von Ray Nobles „Cherokee“-Klassiker. The Unity Sessions basiert auf der gleichnamigen, kürzlich veröffentlichten DVD, für deren Aufnahmen sich die Pat Metheny Unity Group Anfang 2015, nach ihrer hoch gelobten Kin (←→)-Tour, die mehr als 150 Konzerte auf vier Kontinenten umfasste, zwei Tage lang in einem kleinen New Yorker Theater wiederfand. Etliche Stücke des Pat Metheny Unity Band-Albums (2013), für das Metheny seinen 20. Grammy-Award gewann, mehr »

Paolo Fresu & Omar Sosa feat. Natacha Atlas & Jaques Morelenbaum – Eros

Fresu_Sosa_Eros_Cover (tuk Music, VÖ: 20.05.2016)

So international werden Musikalben im Zeitalter der Globalisierung produziert: Zuerst legte man im Studio von Produzent/Toningenieur Stefano Amerio im norditalienischen Cavalicco nahe Udine den Grundstein. Paolo Fresu an Trompete, Flügelhorn und klangverändernden Effektgeräten sowie Omar Sosa an diversen Tasteninstrumenten vom Konzertflügel über Fender Rhodes bis zu Synthesizer und Sampler spielten dort im Juni 2015 die Basisspuren ihrer jüngsten Zusammenarbeit “Eros” ein. Für einige Stücke holten die beiden das Quartetto Alborado zur Mitwirkung hinzu. Die Landsleute des Italieners Fresu, die sich mit Musik zum Kinofilm “Il Rosa Nudo” und dem eigenen CD-Opus “Éthos” einen Namen gemacht haben, brachten klassizistische Streicherklänge ein. Einen Monat später ging das bis dahin Gefertigte in ein Tonstudio im französischen Herret, wo Natacha Atlas ins Spiel kam. Die marokkanisch-belgische Sängerin verzierte dort einiges mit arabischen Gesangsmelismen. Wieder einen Monat später schickte man das Ganze schließlich nach Rio de Janeiro zu Jaques Morelenbaum (A.C. Jobim, Caetano Veloso, Ryuichi Sakamoto). Der Brasilianer, der bereits am Vorgängerwerk “Alma” beteiligt war, trug erneut zauberhafte Cellopassagen bei. Erst am Ende der kleinen Weltreise war die Produktion dann vollständig im Kasten.

Obwohl die Mitwirkenden nie alle gleichzeitig in einem Raum versammelt waren, klingt “Eros” wie aus einem Guss. Kurze Internetwege und die Segnungen der Digitaltechnologie machen es möglich. Mit der zeitgemäßen Arbeitsweise haben Fresu, Sosa und ihre Gäste eine ganz eigenwillige und doch in jedem Moment harmonische Mischung aus Softjazz, Electronica, Weltmusikalischem und Klassikanleihen erschaffen. Das Sound- und Stilspektrum reicht hier von fröhlichen Latinrhythmen (”Why”) über frei Improvisiertes (”Kýpris”) und Fusionjazz in der Nachfolge von Miles Davis (”Himeros”) bis hin zu poetischen Klassikmomenten (”Brezza del Verano”).

Wie es der Albumtitel nahelegt, spüren Fresu und sein kubanischer Partner Sosa diesmal dem Mythos “Eros” nach. mehr »

Get the Cat – Four (+Tourdaten)

GetTheCat_Four_Cover (Dog and Bone Records, VÖ: 06.05.2016)

Auf ihrem neuen Album Four veranstaltet die Band Get the Cat ein großes Familientreffen. Bruder Jazz und Onkel Funk diskutieren in zwölf Takten, Tante Soul bringt sich mit Verve ein während Patenkind Rock’n’Roll für Unruhe sorgt. Aber kein Zweifel: In der Musik von Get The Cat bleibt Opa Blues der Patriarch. Die Musiker der Band fühlen sich der Tradition verpflichtet, lassen sich aber nicht von ihr einengen. Der Blues von Get the Cat ist Klang und Gefühl statt Form und Struktur.

Die zwölf Songs der CD, die alle aus der Feder des Bassisten Till Brandt stammen, bieten den perfekten Rahmen für dieses Treffen. Jedem einzelnen Musiker des Quartetts gelingt es, der bunt gemischten Verwandtschaft Stimme und Ausdruck zu verleihen.

Dem Charme von Melanie Bartschs Stimme kann man sich ebenso wenig entziehen wie dem facettenreichen Gitarrenspiel von Uli Brodersen. Beide können sich in den Stücken mit ihrer Kreativität und ihrem Können voll entfalten. Getragen werden sie von der erdigen Rhythmusarbeit von Schlagzeuger Bernd Oppel und Bassist Till Brandt.

Bei diesem Verwandtschaftstreffen ist ein Album entstanden das überzeugt: Sowohl mit immer neuen, überraschenden Ideen und musikalischer Perfektion als auch mit einem Gefühl der Vertrautheit. Diese Vertrautheit entsteht weil die Band es versteht musikalische Stile so perfekt zusammen zu bringen, dass zwölf völlig neue Stücke doch wie alte Bekannte wirken.

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Defne Şahin – Unravel

DefneSahin_unravel_Cover (Fresh Sound Records, VÖ: 27.05.2016)

VIDEO: Defne Şahin – Echoes of a Dream

„Ich fühle mich schnell in verschiedenen Ländern zuhause“, beschreibt Defne Şahin ihre kosmopolitische Mentalität. In Berlin wurde sie geboren, eine Weile verbrachte sie in Barcelona und im brasilianischen Salvador da Bahia. Von 2011 bis Mitte 2012 pendelte die Sängerin, Komponistin und Songtexterin zwischen Berlin und Istanbul, dann zog sie nach New York. Dank Stipendien des DAAD und der Heinrich Böll Stiftung konnte sie zwei Jahre an der Manhattan School of Music studieren, unter anderem bei Theo Bleckmann und Gretchen Parlato. Parallel dazu stürzte sich Şahin in die pulsierende Szene der Jazz-Metropole. Sie trat in Clubs wie dem Cornelia Street Café und der Rockwood Music Hall auf, ebenso in der legendären Carnegie Hall. Sie spielte mit jungen und erfahrenen Musiker*innen, darunter Shai Maestro, Marike van Dijk und Jay Clayton. Auch nach dem Abschluss ihres Masters blieb Defne Şahin erst mal in New York. Nicht zuletzt, um hier ihr neues, zweites Album Unravel mit jenen Kollegen aufzunehmen, die sie im Lauf der Zeit kennen- und schätzen gelernt hatte. Die Rolle des Produzenten und Co-Arrangeurs übernahm Guillermo Klein; über ihn und die anderen Beteiligten später mehr.

„Mein Ziel war, verschiedene Welten auf dem Album zu vereinen“, beschreibt Defne Şahin ihre Kernidee zu Unravel (auf Deutsch: enträtseln, entfalten). „Der Titel steht für Entdeckungen, die nicht vorhersehbar oder planbar sind“, erklärt sie, „wie die meisten wirklich guten Begegnungen während einer Reise. Das Wort symbolisiert für mich auch Mut und Geduld, sich auf diese Reise und ihre Überraschungen einzulassen.“ Şahin zieht eine Parallele zur Improvisation im Jazz, zu deren zentralen Elementen es gehört, neugierig zu sein und anderen zuzuhören. Mit improvisierter Musik kennt sie sich aus, immerhin studierte sie seit 2006 am Jazzinstitut Berlin unter anderem bei Kurt Rosenwinkel und John Hollenbeck.

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Klaus Doldinger – Doldinger (+Tourdaten)

KlausDoldinger_Doldinger (Warner Music, VÖ: 29.04.2016)

DAS NEUE STUDIO-ALBUM ZUM 80. GEBURTSTAG AM 12.5.2016

MIT PASSPORT, PASSPORT CLASSIC, HELGE SCHNEIDER, UDO LINDENBERG,
SASHA, MAX MUTZKE, NILS LANDGREN & DOMINIC MILLER

Klaus Doldinger wird 80 – und nutzt die Gelegenheit, um einige Lieblingsstücke aus seinem gut 400 Kompositionen umfassenden Werk einer Frischzellenkur zu unterziehen. „Jungbrunnen statt Ruhestand“ könnte die Devise heißen, nach der „der erfolgreichste Jazzmusiker des Landes“ (Jazz thing), außerdem allgegenwärtig als Komponist einiger der bedeutendsten Film- und Fernsehmusiken – vom Tatort-Thema über die Musik zu „Das Boot“ bis zu „Die Unendliche Geschichte“ – , sein 35. Album produziert hat. Mit seinen beiden aktuellen Bands – Passport und Passport Classic – und illustren Gästen wie Helge Schneider, Udo Lindenberg, Sasha, Max Mutzke, Nils Landgren und Dominic Miller veranstaltete Klaus Doldinger dafür im Januar 2016 in seinem Studio eine Aufnahmesession als Vor-Geburtstagsparty. „Ich habe das Zusammenspiel mit anderen Musikern immer als etwas Besonderes, etwas Beglückendes empfunden“, sagt Doldinger. „Man kann ja auch viel mit Worten sagen, aber das ist dennoch kein Vergleich zu Tönen. Sie reichen über alles andere hinaus und sind von unbeschreiblicher Ausdrucksmöglichkeit. Das ist die Grundessenz, die man mit dem Jazz in die Wiege gelegt bekommt und sich erhalten muss. Ich habe immer gespielt und keine Ambitionen, mich zurückzulehnen.“

Die modernisierte Rückschau auf diesem Album ist eher ungewöhnlich für Klaus Doldinger, den immer Neugierigen, den beständig tourenden und komponierenden Soundsucher zwischen Heute und Morgen, von den südstaatlichen Blues-Sümpfen über die Maghreb bis zu mehr »

Lisa Simone – My World (+Tourdaten)

Lisa Simone_MyWorld (o-tone, VÖ: 29.04.2016)

Dies ist eine Geschichte, die nicht nur im Leben, sondern vor allem auf der Bühne spät geschrieben wurde. Es ist eine einzigartige Liebesgeschichte zwischen einer Künstlerin und ihrem Publikum: ein Konzert nach dem anderen. Mund-zu-Mund Propaganda war ihre Hauptwerbung. Irgendwie auch eine «altmodische» Geschichte.

Eine Frau vieler Talente

Lisa Simone, Tochter von Nina Simone, ist einen einzigartigen Weg gegangen. Aufgrund des Erfolgs ihrer Mutter lebte sie während ihrer Kindheit überall auf der Welt. Als sie dann endlich auszog, ließ sie sich von der U.S. Air – Force rekrutieren. Nachdem sie im Krieg im Irak stationiert war, veränderte sie ihre Richtung und sang bei dem spanischen Star Raphael auf seiner Welt-Tournee. Anschließend wurde sie in den USA gewürdigt für ihren Gesang mit der aufsteigenden Jazzband Liquid Soul, die für den Grammy Award nominiert worden war. Danach begann Simone am Broadway ihre Karriere als Solo-Sängerin. Hier lernte sie viel über die Musik, aber vor allem entdeckte sie ihre wahre Leidenschaft: jeden Tag aufzutreten, egal wo oder wann und eine Verbindung zu ihrem Publikum aufzubauen.
Simone erklomm schnell die Karriereleiter. Sie begann als Zweitbesetzung, bekam aber nach einigen sehr überzeugenden Auftritten von den Produzenten schon bald ihre ersten großen Rollen. Sie erlebte einen Erfolg nach dem anderen in Produktionen wie Rent, Aida und König der Löwen. Sie gewann den „National Broadway Theatre Award for Best Actress“ in einem Musical – eine Auszeichnung, die sie für ihre ausgezeichnete Arbeit wahrlich verdiente! Ihre Mutter, die in Südfrankreich lebte und die sie viele Jahre nicht gesehen hatte, flog für diese Zeremonie nach Amerika, wo die beiden glücklich wiedervereinigt wurden.

Nina Simone starb kurz danach und Lisa ging nach Frankreich, um die Hinterlassenschaft ihrer Mutter zu klären. Wenn sich jedoch eine Tür schließt, öffnet sich eine andere und Simone’s Abschied vom Broadway, so schwer er auch gewesen war, machte Platz für neue Ambitionen. Sie ging nicht zurück an den Broadway, sondern tourte außerhalb der USA mit anderen internationalen Stars: zuerst mit den „Daughters of Soul”, Lalah Hathaway, Nona Hendrick, Indira Khan… und dann mit “Sing the Truth”, mit Dianne Reeves, Angélique Kidjo and Lizz Wright.

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Aline Frazão – Insular (+Tourdaten)

AlineFrazao (Jazzhaus Records, VÖ: 22.04.2016)

Die Zutaten: Eine entlegene schottische Insel, ein portugiesischer Rocker, ein britischer Produzent – und die Songs und die Stimme einer Frau aus den Tropen. Klingt ein bisschen wie ein durchgedrehter Fan-tasyroman, oder? Doch genau dort, wo George Orwell einst seinen Erfolgsroman 1984 schrieb, ist aus der Vision der angolanischen Songwriterin Aline Frazão ein Werk von melancholischer Schönheit entstanden, das in der portugiesischsprachigen Welt bislang einmalig sein dürfte.

Auf dem Eiland Jura vor der schottischen Küste gibt es nicht viel: felsige Ufer, karge Wiesen, 200 Einwohner, einen Pub und den berühmten torfgeräucherten Whisky. Man kommt in Versuchung, sie für verrückt zu erklären, diese angolanische Musikerin, die sich ausgerechnet ein solches Fleckchen Erde als Entstehungsort für ihre dritte Platte aussucht. Doch Aline Frazãos musikalisches Universum ist eben etwas anders gestrickt, scheut nicht die verschlungenen Pfade, die ungewöhnlichen Abzweigungen.

Die 27-jährige stammt aus Angolas Hauptstadt Luanda, und zunächst liest sich ihre Biographie ein wenig wie die vieler Kolleginnen des lusophonen (portugiesischsprachigen) Kulturraums. In ihren Jugendjahren singt sie Fado, Jazz und brasilianischen Pop, traditionelle Musik aus Angola und den Kapverden. Mit fünfzehn siedelt sie nach Lissabon über. Als sie beginnt erste Songs zu schreiben, sind die noch klar beeinflusst von Bossa Nova. Auf Reisen von Buenos Aires bis Dublin sammelt sie viele Erfahrungen bei Auftritten in kleinen Bars und Clubs, und das Projekt A Minha Embala (2009), an dem sie sich beteiligt, ist ein Trip durch die verschiedenen lusophonen Kulturen. Mit ihrem ersten eigenen Album Clave Bantu (2011) erztählt sie die Geschichte ihres afrikanischen Vol-kes, das über den Ozean nach Brasilien und Kuba aufbricht. Mit ihrem zweiten Werk Movimento (2013) schält sie immer mehr eine eigenständige Klangsprache heraus, die die afrikanischen Wurzeln zugunsten einer selbstbe-wussten Indierock-Attitüde zurücktreten lässt. Für die Texte ihrer Lieder bezieht sie tiefgründige, bilderreiche Verse namhafter angolanischer Poeten.

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Markus Geiselhart Orchestra – My Instrument Is The Orchestra

Geiselhart_MIITO (Jive Music Austria / o-tone music, VÖ: 29.04.2016)

Markus Geiselhart wurde 1977 in Stuttgart geboren und lebt seit 2006 als freischaffender Bandleader, Komponist, Arrangeur und Posaunist in Wien. Seit 2013 hat er einen Lehrauftrag für Big Band-Leitung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Er machte sich in den vergangenen Jahren vor allem durch seine Arbeit mit dem Don Ellis Tribute Orchestra feat. Thomas Gansch einen Namen.
Das Markus Geiselhart Orchestra (MGO) wurde im Sommer 2010 von ihm gegründet. Dieses vereint einige der besten Jazzmusiker und Jazzmusikerinnen Österreichs, u.a. etliche Hans-Koller-Preisträger (österr. Jazzpreis), wie Herwig Gradischnig, Clemens Salesny und Martin Koller. Das Orchester spielt ausschließlich Eigenkompositionen von Markus Geiselhart oder von ihm arrangierte Programme für Gastsolisten.

My Instrument is The Orchestra

Das Programm zur Debut-CD „My Instrument is the Orchestra“, welche Anfang 2016 bei Jive Music erscheint, entwickelte sich aus der Arbeit von Markus Geiselhart in den vergangenen 10 bis 15 Jahren. In der Spielzeit 2013/14 war das MGO Stage Band im berühmten Wiener Jazz Club Porgy & Bess. Während dieser Zeit fand die Band zu ihrem eigenen Stil, der traditionellen Big Band Sound mit rockigen, elektronischen Klängen vereint.

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Dago Schelin & Band – Rosas Heft

DagoSchelinBand_Cover (o-tone music, VÖ: 29.04.2016)

Volkslieder? Das war einmal. Romantiker waren es, die vor zwei Jahrhunderten das deutsche Volkslied entdeckt, gesammelt und das Repertoire zuweilen kunstvoll um Lieder im Volkston erweitert haben, und Liedertafeln und Gesangvereine haben das Liedgut gepflegt und verbreitet. Aber dann kamen Zeiten, die nicht nur dem Volkslied arg zusetzten, weil sie das Volkstümliche für lange Zeit in Verruf brachten. Die Lieder selbst kann man dafür gar nicht verantwortlich machen, und Menschen aus sangesfreudigeren Weltgegenden wundern sich, warum in Deutschland alte Volksweisen fast nie gesungen werden. Obwohl sie doch manchmal eigentlich ganz hübsch sind.

Natürlich sind die Lieder in den Hintergrund gerückt, aber sie sind nicht verschwunden. Sie blieben in der Welt, nur eben etwas am Rande, wo sie sich eine Generation lang von ihrer Benutzung in finsteren Zeiten erholen konnten. Und wer weiß, vielleicht kommen gerade wieder andere Zeiten. Einige Jazz-Musiker – die, wie man schon öfter erleben konnte, oft Vorboten neuer Entwicklungen sind – haben sich mit Volksmusik zu beschäftigen begonnen. Natürlich haben sie aus den Liedern etwas Anderes gemacht, haben sie rhythmisch, harmonisch und melodisch gegen den Strich gebürstet und gewissermaßen in einen anderen Garten verpflanzt – immerhin so, dass man immer noch erkennen konnte, woher das kam.

Zu denen, die sich über die Abwesenheit deutscher Volkslieder im Lande ihrer Herkunft gewundert haben, gehört auch Dago Schelin. Er ist, als Nachfahre deutscher Auswanderer, in Brasilen geboren und lebt seit einigen Jahren wieder in Deutschland. Unter den deutschen Auswanderern vergangener Zeiten sind alte Lieder zuweilen viel lebendiger geblieben als hierzulande. Dago Schelin zum Beispiel ist im Besitz eines Heftes, in dem seine Urgroßmutter „Rosa“ handgeschriebene Erinnerungen gesammelt hat, zu denen auch Lieder gehörten. Dago Schelin hat diese Lieder seiner eigenen Geschichte angepasst. Und die ist deutsch-brasilianisch.

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Omer Avital – Abutbul Music

Omer Avital - Abutbul Music,_Album Cover (Jazz Village, VÖ: 06.05.2016)

Omer Avital live am 22.04. um 21:45 Uhr in Bremen, Kulturzentrum Schlachthof.

Interviews sind im Rahmen der jazzahead am 23.04. in Bremen möglich.

Villetaneuse, Anfang November 2015. Bevor das Wasser der Seine die überschaubare Kleinstadt nördlich von Paris streift, liegen Eiffelturm und Grand Palais ein gutes Dutzend Kilometer zurück. Unweit des Flusses stimmen fünf Musiker ihre Instrumente in einem Aufnahmeraum der »Midilive Recording Studios«, die ihrer Vintage-Holzvertäfelung wegen das Prädikat »Historical Vogue Studios« tragen. Das frisch formierte Quintett des Kontrabassisten und Komponisten Omer Avital hat sich anlässlich der Aufnahmen zu dessen neuem Album »Abutbul Music« für zwei Tage in einem französischen Studio einquartiert, weil sich die Instrumentalisten hier quasi auf halbem Wege entgegen kommen konnten. Omer Avital und Tenor- und Sopran-Saxophonist Asaf Yuria sind am Hudson River beheimatet, Schlagzeuger Ofri Nehemya lebte zwischen Totem Meer und Mittelmeer bevor er nach im Januar nach New York zog, Tenor-Saxofonist Alexander Levin ist gerade im Umzug von Israel nach New York begriffen, während Pianist Yonathan Avishai bereits vor vielen Jahren von Tel Aviv nach Frankreich zog.
Zwar weisen sämtliche Musiker des aktuellen Omer Avital Quintetts israelisch Provenienz auf, aber das musikalische Selbstverständnis des Ensembles nimmt sich auf »Abutbul Music« wie eine weltumspannende Balance zwischen Improvisiertem, Traditionellem und Notiertem aus. Die Platte spiegelt mit modernistisch geprägter Musikauffassung die Vielkulturen, in denen Omer Avital beheimatet ist. Arabische Weisen, traditionelle jemenitische, marokkanische und jüdische Folkloren, treffen im genuinen Komponisten- und Musikerduktus Omer Avitals auf ein Jazz-Fundament, das immer wieder auf abenteuerliche Weise ausbricht und Anknüpfungspunkte in der kulturell reich informierten DNA des Bandleaders sucht. »Abutbul Music« umfasst die bislang nonchalanteste und gleichsam intensivste Formulierung von Omer Avitals charakteristischer musikalischer Sinnesart.
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Emil Brandqvist Trio – Falling Crystals

EmilBrandqvist_FallingCrystals

(Skip Records, VÖ: 01.04.2016)

Um es vorweg zu nehmen, mit „Falling Crystals“ (SKP 9135) liefert das Emil Brandqvist Trio sein Meisterstück ab. Bereits in den letzten Jahren hat sich der Göteborger Schlagzeuger Emil Brandqvist auf vordere Ränge des europäischen Jazz gespielt, sein Trio steht für unaufgeregte, bildhafte und berührende Melodien und Sounds, die lebhaft in Erinnerung bleiben. Dabei gehört es zu den Markenzeichen des Trios, mit dem finnischen Pianisten Tuomas Turunen und Max Thornberg aus Stockholm am Kontrabass, dass sich das multinationale skandinavische Ensemble gerne zur Vervollständigung ihrer Klangmalereien Gäste ins Studio holt, um ihre Musik noch vielschichtiger zu gestalten. War es beim ersten SKIP – Album – „Breathe Out“ (SKP 9115) 2013 das Göteborger Sjöströmska String Quartet, welches zusätzliche Akzente setzte, luden Emil Brandqvist und sein Trio für das Folgealbum „Seascapes“ (SKP 9128) eine Reihe von Bläsern ein, die mit Flöten, Klarinetten, Bass Klarinetten und Flügelhorn die atmosphärische Musik verdichteten. Das Album konnte sich in den deutschen Jazzcharts auf Position 14 platzieren, sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass das Trio einen ganzen Reigen von umjubelten Konzerten auf Festivals wie Palatia Jazz oder in Hamburg gab und damit unterstrich, dass man live die hochgesetzten Erwartungen spielend einlösen konnte.

Konzertbesucher des letzten Jahres bekamen bereits eine Idee von der Entwicklung des Trios, „Falling Crystals“ erweitert den Klangkosmos um Stimmungen und Kompositionsstrukturen, die den Ausnahmestatus mehr »

Alejandra Ribera auf Tour

AlejandraRibera_byKristinaWagenbauer

Tourdaten

10.03.2016 Hannover – Feinkost Lampe
11.03.2016 Worpswede – Women in (E)motion
12.03.2016 Lutterbek bei Kiel – Lutterbeker
13.03.2016 Hamburg – Birdland
14.03.2016 Berlin – Prachtwerk
15.03.2016 Köln – Die Wohngemeinschaft

Die in Kanada geborene und bei einem argentinischen Vater und einer schottischen Mutter aufgewachsene Alejandra Ribera, wurde die Liebe zum Reisen in die Wiege gelegt. Mittlerweile ist die, in Kanada längst zum Star avancierte, Sängerin in Frankreich angekommen und hat „La Boca“ im Gepäck – ein hochgelobtes Album, das sie mit dem renommierten Produzenten Jean Massicotte aufgenommen hat. Das Album erschien bei uns in Deutschland am 27.11.2015 (Harmonia Mundi).

„La Boca“ ist eine Reise, eine Geschichte, der Anfang eines Abenteuers. Alejandras Stimme ist die einer ultimativen Träumerin, sie singt feinfühlig und zärtlich, ihre Lieder sind zum Entspannen, Träumen und Genießen gemacht. Sie erinnert an all die Künstler, die mit den Stimmungen des Blues jongliert haben: Rufus Wainwright, Melingo, Tom Waits, Chavela Vargas und natürlich Arthur H, der mit ihr zusammen das einzige französischsprachige Lied auf ihrem Album singt – Un Cygne la nuit.

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JazzNights mit Nils Landgren

Nils Landgren_byStevenHaberland

Tourdaten
Nils Landgren All Stars & Neue Philharmonie Frankfurt

02.03.2016 DORTMUND – Konzerthaus
06.03.2016 DESSAU – Kurt-Weill-Fest
09.03.2016 FRANKFURT – Alte Oper
11.03.2016 DRESDEN - Alter Schlachthof
12.03.2016 KARLSRUHE – Tollhaus
13.03.2016 DÜSSELDORF – Tonhalle
18.03.2016 LÜBECK – Musik- und Kongreßhalle
19.03.2016 HAMBURG - Laeiszhalle
20.03.2016 LEIPZIG – Haus Auensee

„Jazz ist Freude am Spiel und deshalb Unterhaltung im besten Sinne“ (Leonard Bernstein)

Leonard Bernstein – einer der größten Komponisten und Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Ein Mann mit zwei Seelen in seiner Brust: Ein Besessener des musikalisch Ernsten und des Unterhaltenden, ein Erzmusikant des Leichten und des Schweren. Bernstein schrieb große sinfonische Orchesterwerke, aber er war auch ein Freund der leichten Muse, die unter seiner Feder herausragte: Mit dem Musical “West Side Story” landete er einen Welterfolg, „On The Town” wurde besonders durch die Verfilmung mit Gene Kelly und Frank Sinatra bekannt. Daneben schrieb Bernstein Filmmusiken und Songs, und suchte auch immer wieder die Nähe zum Jazz, ja von allen großen klassischen Maestros seiner Generation war er der entschiedenste Fürsprecher dieses Genres. Er war nicht nur ein profunder Jazz-Kenner, er verstand diese Musik als Pianist auch zu spielen und bediente sich als Komponist ihrer Elemente. Es ist daher mehr als kurios, dass Jazzer bis heute Bernstein so gut wie nie adaptiert haben.

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WAVEMUSIC Vol. 22

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(California Sunset Records, VÖ: 11.03.1016)

Vor vielen Jahren fiel uns ein Buch in die Hände. Es ging um den Sinn des Lebens oder mindestens mal darum, wie man glücklich wird. Den Titel des Buches haben wir vergessen, aber die Pointe nicht: „be easy in the harness“, fühle Dich leicht im Geschirr, stand da geschrieben.

Im übertragenden Sinne haben wir daraus gelernt und leben es. Denn das, was wie hier bei California Sunset Records tun, ist von dem Wunsch getragen, Euch mit Bildern und Musik Raum zu schaffen. Raum, um Gedanken fliegen zu lassen, zu fühlen anstatt zu performen und „easy living“ Realität werden zu lassen.

Natürlich gibt es viele Wege, sich Raum zu verschaffen. In Wildwood in New Jersey etwa. Da treffen sich die Menschen beim „Race of Gentlemen“ am Strand. Sie fahren mit ihren knatternden Maschinen und Hot Rods einfach mal los. Wer schneller da ist und wer wohl am meisten Spaß hat. Faszinierend. Wie die Kinder. Andere schreiben Bücher, malen Bilder oder komponieren wunderbare Lieder.

Wir bringen diese Dinge zusammen, präsentieren Euch mehr »

Dominic Miller & Manolito Simonet – Hecho En Cuba

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(Q-rious Music, VÖ: 08.04.16)

Die Entfernung von der größten Antilleninsel Kuba zu den USA beträgt gerade einmal 150 Kilometer Luftlinie. Eigentlich ein Katzensprung und doch trennten die beiden Staaten viele Jahre lang Welten.
Ihre Politik- und Wirtschaftsideologien konnten unterschiedlicher nicht sein, weshalb sie einander bis vor kurzem spinnefeind waren. In jüngster Zeit ist jedoch eine vorsichtige Annäherung zu beobachten, die nicht zuletzt den Kulturschaffenden in Kuba und Amerika bzw. im Westen allgemein zugute kommt. Seitdem die Abschottung durchlässiger wird, nutzt eine junge Generation im Karibikstaat die Gunst der Stunde, um die Kultur des “kapitalistischen Klassenfeindes” zu erkunden, und amerikanische und europäische Künstler besuchen die Rum- und Tabakinsel auf der Suche nach neuen Impulsen.

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Caro Joseé – Summer’s Ease

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(Skip Records, VÖ: 26.03.2016)

SUMMER’S EASE ist der traumhafte Soundtrack für einen wunderschönen, lauen Sommerabend, an dem die Gedanken freien Lauf nehmen können. „Ob Ibiza, Laguna Beach, Ligurien oder Côte d´Azur, all diese Regionen sind Teil meines Lebens. An diesen Plätzen tanke ich auf und mit diesen neuen Songs, nehme ich Euch mit auf meine musikalische Reise“ verspricht Caro ihren Fans.
Zusammen mit Coproduzent, –komponist und Gitarrist Patrick Hespeler-Pagels ist ein neues Soundgewand entstanden, das sich durch Transparenz und Leichtigkeit auszeichnet und in den Arrangements Tribut an einige musikalische Heroes von Caro wie Les Baxter und Henry Mancini sowie Claus Ogerman zollt. Dennoch ist das Album keine retroorientierte Hommage, sondern transferiert diese spezielle „Leichtigkeit“ in die Sounds der Gegenwart.

Die Songs von SUMMER’S EASE zeigen eine starke Frau voller Leidenschaft mit Lust auf das Leben.

Soft Kill Option – Tubed

SKO Tubed Cover

(cracked anegg records, VÖ: 26.03.16)

Eine Portion Jazz, einen ordentlichen Schöpfer Rock und dazu jede Menge rhythmische Experimentierfreude – diesen Eintopf servieren Soft Kill Option. Wer bei der Kombination von Jazz und Rock nun an den Fusionsound der 70er Jahre denkt der liegt allerdings gehörig daneben: Soft Kill Option lieben es rotzig, bissig und vor allem eher laut als leise!

Aber auch verspielt – dazu passt, dass das Cover von dem Cartoonisten Martin Perscheid gestaltet wurde, der das Debut der Band rückwärts zu Tubed gemacht und im eigenwilligen Bandnamen ein Hautpflegeprodukt entdeckt hat.

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Robin McKelle – The Looking Glass

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(Doxie Records, VÖ: 25.03.16)

Musikalische Nostalgie in moderne Form zu bringen und sie mit Jazz- und Seelengesang anzureichern, schafft Unvergänglichkeit. In Frankreich und in ihrer amerikanischen Heimat, genießt die 39-jährige Robin McKelle dank des berührenden Tiefgangs ihrer Mezzosopran-Stimme längst hohes Ansehen. Ihr wird die Ehre zuteil, regelmäßig ausverkaufte Konzerte im »L’Olmypia«, der Ruhmeshalle des französischen Chanson, zu geben. Zehn Jahre nach ihrem Platteneinstand mit »Introducing Robin McKelle“, auf dem sie den Big Band Jazz der 1940er-Jahre huldigte, debütiert die Frau aus Rochester, New York, noch einmal. Mit ihrem sechsten Album »The Looking Glass« präsentiert sich Robin McKelle erstmals als formvollendete Songwriterin. 10 neue, ausschließlich selbstgeschriebene Songs, die ganz im Zeichen der Erneuerung ihrer Kreativkraft stehen, hat McKelle zusammen mit dem Grammy-prämierten Joss Stone-Frühentdecker Steve Greenwell produziert. »The Looking Glass« beleuchtet McKelles Charakter intimer, aber ihre Musik nimmt sich deswegen keineswegs weniger leidenschaftlich aus. Ganz im Gegenteil, präsentiert McKelle, unterstützt von Drummer George „Spanky“ McCurdy (Jill Scott), Bassist Jack Daley (Lenny Kravitz), Pianist Raymond Angry (Prince, The Roots) und Gittarist Al Street (Sharon Jones & The Dap Kings), die tief im klassischen Soul verwurzelte, kaleidoskopische Bandbreite ihrer genuinen musikalischen Sprache. »Stand Up«, die erste Singleauskopplung, gibt mit leichtfüßigem Groove den Impuls vor, dem Robin McKelle mit »The Looking Glass« folgt: »Stand up and make it matter!«. Wie wichtig und richtungsweisend »The Looking Glass« für sie ist, erzählt Robin McKelle am treffsichersten mit eigenen Worten.

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Amsterdam Klezmer Band – OyOyOy

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(3S Music, VÖ: 18.03.16)

Was Mitte der 1990er Jahre mit Straßenmusik in Hollands Hauptstadt begann, füllt längst große Konzertsäle und Festivalgelände überall auf der Welt, ihre “street credibility” hat sich die Amsterdam Klezmer Band (AKB) dennoch bis heute bewahrt. Auf “Oyoyoy”, Nummer 14 in der laufenden Albumzählung, spielt die Formation einmal mehr ihre ureigene Variante des “Progressive Klezmer” mit Ecken und Kanten, mit rauen Stellen und Widerhaken. Und auch die patentierte Partytauglichkeit hat sie keineswegs aufgegeben. Sobald sie in Tracks wie “Ringdingding”, “Cocek à la Kopyt” und “Pure Pepper” so richtig loslegt, gibt es auf Seiten der Zuhörer kein Halten mehr. Selbst eingefleischte Tanzmuffel werden dem fetzigen Sound auf dem nächsten Fest bei Freunden mit Sicherheit nicht widerstehen können.

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Manu Katché – Unstatic

Cover album Manu Katché Unstatic

(Anteprima Productions, VÖ: 11.03.2016)

Manu Katché kennt als Lieblingsschlagzeuger der Pop-Eliten der 80er- und 90er-Jahre sämtliche der noch existierenden schicken Recording-Schuppen der Welt. Seitdem Peter Gabriel zum delikaten Shuffle Manu Katchés den »Sledgehammer« kreisen ließ, Sting in seiner »…Nothing Like The Sun«-Deklaration auf die Groove-Expertise des Franzosen vertraute und Tears For Fears seinen beeindruckenden Metrenwechseln im »Badman’s Song« sattsam Platz boten, ist das Trommeln des Umtriebigen auf Abermillionen verkaufter Platten zu hören. Für die Aufnahmen seines neuen Albums »Unstatic« buchte Manu Katché kein funktionales Hightech-Studio, sondern einen Raum der Pariser Studios Ferber, die wegen ihres gebrochenen Charmes von Verweigerern der digitalen Moderne gerne als „vintage“ bezeichnet werden. Dort zockten einst die singenden französischen Nationalheiligtümer Charles Aznavour, Gilbert Bécaud und vor allem Serge Gainsbourg zwischen Aufnahmesessions am längst defekten, aber nie entsorgten »Casino Royale«-Glücksspielautomaten. Katché bat seine Freunde Ellen Andrea Wang (Kontrabass), Jim Watson (Akustisches Piano und Keyboards), Luca Aquino (Trompete), Nils Landgren (Posaune) und Tore Brunberg (Saxofon) allerdings nicht aus nostalgischen Gründen ins Ferber. Die Raumakustik-Bedingungen der Studios Ferber bieten mit ihren Eichenholzverkleidungen beste Aufnahmebedingungen für einen wie Katché. Er legt seit jeher gesteigerten Wert auf die ideale Balance zwischen akustischen Instrumenten und den sorgsam genutzten elektrischen Instrumenten, die in seiner Musik eine Rolle spielen.

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Adriano BaTolba Orchestra – 13 Renegades

ABO_13 Renegades (TOBAGO, VÖ: 26.02.2016)

Adriano BaTolba, seines Zeichens Rockabilly Guitarslinger, Mitbegründer von Dick Brave & The Backbeats, veröffentlicht im Februar 2016 mit seiner Big Band ein vom Rockabilly, Swing, Jazz und Jive, aber auch dem Roadmovie-Genre inspiriertes Debütalbum auf ToBaGo Records: „13 Renegades“.

BACK TO THE FUTURE 4.0

Allein schon der LP-Titel lässt einen Rock’n'Roll-Connaisseur aufhorchen: „13 Renegades”. Ein Begriff, der ursprünglich einen Abtrünnigen einer Religion, längst aber auch verallgemeinert einen Abkehrer eines Glaubens- oder Wertesystems bezeichnete. In neuem Kontext kam das Wörtchen Renegade in den fünfziger Jahren zuerst in den Vereinigten Staaten zum Einsatz. Umschrieb es wenig schmeichelhaft, ja gar abwertend sowohl Künstler als auch die damit verbundene jugendliche Gegenkulturbewegung abseits des Pop-Mainstreams. Hatte sich doch anfänglich unbemerkt vom Establishment in bestimmten Teilen der USA aus Blues, Jazz, Hillbilly, Boogie Woogie, Jump Blues, Rhythm’n'Blues, Doo Wop, Gospel, Country und Western Swing ein neues Genre entwickelt, das zur Mitte der fünfziger Jahre in voller Blüte stand: Rock’n'Roll. Miteinher ging eine komplett neue Jugendkultur. Klar, dass das etablierte US-Musikbusiness nach anfänglicher Phase der Ablehnung daran partizipieren zu versuchte. Galten Teenager im Land des Kapitalismus doch seit Frank Sinatra seine junge weibliche Fangemeinde, die Bobby Soxer, in den vierziger Jahren in Massen in Verzückung versetzt hatte, als neues lukratives Kaufklientel.

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Sainkho Namtchylak – Like a Bird or Spirit, not a Face

SainkhoNamtchylak_Cover (Ponderosa, VÖ: 26.02.2016)

Im Zentrum von Sainkho Namtchylaks Musikuniversum steht fraglos die Tontradition ihrer Heimat Tuwa. Die Folklore der zur Russischen Föderation gehörenden autonomen Republik nahm sie zum Ausgangspunkt für ihr künstlerisches Schaffen, dorthin kehrt sie im Verlauf ihrer Karriere immer wieder zurück. Daneben sucht sie seit jeher aber auch den Austausch mit fremden Klangkulturen sowie Kollegen aus aller Herren Länder. Neugierig und offen für Anregungen kooperierte die Asiatin zum Beispiel bereits mit Harfenist Andreas Vollenweider aus der Schweiz, dem österreichischen Avantgardisten Christian Muthspiel, Freejazzer Kang Tae Hwan aus Südkorea, dem amerikanischen Improvisationsmusiker Ned Rothenberg, Elektronikspezialist Dickson Dee aus Hongkong und dem Moscow Composers Orchestra.

Fürs jüngste Album schwebte Sainkho eine Begegnung mit nordafrikanischen Musikern vor. Als sie Produzent Ian Brennan (Lucinda Williams, Bill Frisell, Flea, Jovanotti) von der Idee erzählte, schlug der spontan Mitglieder von Tinariwen vor. Der Kalifornier hatte kurz davor bereits mit der Band aus Mali zusammengearbeitet und war für die Produktion von deren Album “Tassili” mit einem Grammy ausgezeichnet worden. Er konnte sich sofort vorstellen, dass Sängerin Sainkho, Bassist/Gitarrist Eyadou Ag Leche und Perkussionist Said Ag Ayad wunderbar miteinander harmonieren würden.

Ihr Zusammentreffen fand dann schließlich in Frankreich statt. Das Schreiben der Songs und deren Live-Aufzeichnung (fast ganz ohne Overdubs) nahm gerade einmal mehr »

Carrousel – L’euphorie

Carrousel-L_euphorie_cover (Jazzhaus Records, VÖ: 29.01.2016)

Was passiert, wenn eine Sängerin und Multiinstrumentalistin aus der Heimat des Savoir Vivre mit einem männlichen Ebenbild aus dem “glücklichsten Land der Welt” (World Happiness Report 2015) zusammenkommt? Da sollte doch eine ganz schön große Portion Endorphine auf die Hörer ausgeschüttet werden, oder? Bei Sophie Burande und Léonard Gogniat ist das in der Tat der Fall. Das Duo, das vom Schweizer Jura aus kräftig die Neochanson-Szene aufmischt, hat sein neues, drittes Werk deshalb auch ganz selbstbewusst L’Euphorie genannt.

Lauscht man den griechischen Wortwurzeln nach, dann gelangt man allerdings nicht nur zur “Hochstimmung”. Wörtlich übersetzt heißt “euphoria” nämlich “Fruchtbarkeit” oder “Produktivität”. Und die trifft auf diese beiden zu, seit sie sich ganz zufällig getroffen haben. Hinter Carrousel versteckt sich ja nicht nur eine Musikhistorie, sondern zugleich eine schöne Liebesgeschichte. Die beginnt in einem Café in Südfrankreich: Gogniat sitzt dort mit seinem Akkordeon und ein paar Freunden, als von irgendwo her plötzlich ein anderer Tastenwirbel auf sein Ohr trifft. Dem folgt er, und er sieht auf einer gegenüberliegenden Terrasse die bildhübsche Burande mit ihrem Instrument. Bei beiden ist es Liebe auf den ersten Blick. Oder sollte man sagen: auf den ersten Klang?

Schnell stellen sie fest, wie wunderbar ihrer beider musikalischen Vorlieben sich zu großartigen Songs zusammenfügen lassen. Diese Erkenntnis resultiert bereits 2010 im Album Tandem, gefolgt von En Équilibre (2012) – beide Scheiben reihen sich mit spielfreudiger Originalität mehr »

Marcus Schinkel Trio – Crossover Beethoven (+Tourdaten)

MarcusSchinkelTrio_CrossoverBeethoven (Bosrecords, VÖ: 15.01.2016)

Dass Bonn Beethovenstadt ist, hat sich inzwischen vielfach herumgesprochen. Daneben mausert sich die ehemalige Bundeshauptstadt mit den Jazz-Echopreisträgern Till Brönner und Nils Wülker auch immer mehr zur Brutstätte des hochkarätigen deutschen Jazz. Was liegt also näher, als Beethoven und Jazz miteinander in Verbindung zu bringen.

Das macht der Bonner Pianist Marcus Schinkel und sein Trio, deren neue CD “Crossover Beethoven“ in Kürze erscheint.

Dabei dient Beethoven nur als Ausgangspunkt für die Höhenflüge des Trios. Das berühmte Motiv der 5.“Schicksalssymphonie“ wird bei “Going On The 5th“ filigran in eine 5-Ton-Figur eingearbeitet, bei “Der Wuth Über Den Verlorenen Euro“ werden die Leitakkorde harmonisch in die Jetztzeit katapultiert und mit spannenden Rhythmen garniert. So blitzen „jazzmäßig reharmonisierte Themenfragmente Beethovens mit viel Elan und Sachverstand auf“, wie das Jazzpodium zur letzten CD “9 Symphonies“ schrieb.

Schinkel geht auch mit seiner jüngsten CD eigene Wege, jenseits des Mainstream-repertoires vieler Klavierjazz-Trios: Nicht nur, dass er sich meisterhaft zwischen den Genres Jazz, Klassik und Rock mehr »

Fünfter Jazz Award für das TINGVALL TRIO

© Sandra Lelewel

© Sandra Lelewel


Foto untere Reihe von links: Bernd Skibbe, SKIP Records; Tinka Steinhoff, o-tone music; Omar Rodriguez Calvo, Jürgen Spiegel, Martin Tingvall
Reihe darüber von links: Marcel Westphal, Q-rious Music; Sabine Bchmann, SKIP Records; Jochen Richert, Soulfood Music; Stefan Ahrens, Soulfood-Music

Anlässlich der schon zur Tradition gewordenen Heimspielkonzerte in der Hamburger Fabrik am 16. und 17.12. (insgesamt über 1.300 Besucher) konnte sich das Tingvall Trio über den insgesamt fünften JAZZ AWARD freuen, diesmal verliehen für das aktuelle Album BEAT (SKP 9137). Damit setzt das Hamburger Ensemble weiterhin Maßstäbe, denn jedes ihrer bisherigen Studioalben erreichte den GOLD STATUS. Nach einem durchweg erfolgreichen Jahr, in dem das Trio neben zahllosen ausverkauften Konzerten in Deutschland vor allem auch international zum Botschafter des deutschen Jazz auf Festivals von Paris und Casablanca bis Prag und Istanbul avancierte, zeichneten die SKIP RECORDS Geschäftsführer Bernd Skibbe und Sabine Bachmann neben dem Tingvall Trio auch die Vertriebe SOULFOOD und KONTOR NEW MEDIA sowie die Booking Agentur o-tone music und das Promotion Team von Q-rious mit einem JAZZ AWARD für eine der erfolgreichsten Jazz Produktionen des Jahres 2015 aus. Für 2016 sind bereits jetzt viele weitere internationale Aktivitäten wie Festivalauftritte bei Mar Del Musicas in Spanien bestätigt.

Magnetic Ghost Orchestra – Sand

MagneticGhostOrchestra_Sand (New Ways Records, VÖ: 29.02.2016)

Herzlich willkommen in den musikalischen Traumwelten des 32-jährigen Bandleaders, Komponisten und Gitarristen Moritz Sembritzki aus Berlin.

Das von ihm gegründete „Magnetic Ghost Orchestra“ ist eine Besetzung aus sechzehn MusikerInnen, die überwiegend in der Berliner Jazz-Szene verortet sind. Das Orchester besteht aus zwei Sängerinnen, die sowohl im Jazz, als auch in der Klassik zu Hause sind; zwei Schlagzeugern, deren Grooves sich gegenseitig hochschaukeln; Gitarre, Bass und Synthesizer, die detailverliebte harmonische Texturen erzeugen und einem 10-köpfigen Bläsersatz, der große Akkorde und virtuosen Linien beiträgt. Stilistisch bewegt sich die Musik zwischen Jazz, Minimal und Avantpop.

Die meisten der Musiker des Magnetic Ghost Orchestra spielen bereits seit 2009 zusammen, als Moritz Sembritzki das Orchestra unter dem damaligen Namen „Das große alte Problem“ gegründet hat. Alle MusikerInnen gehören zu den Stars der aktuellen deutschen Jazzszene, sie sind in renommierten Orchestern und Jazzorchestern engagiert (WDR Big Band, Staatsoper Hannover, Metropole Orchestra), arbeiten mit Popstars (Bonaparte, Max Herre, Keimzeit), sowie mit international bekannten Jazzgrößen (Kurt Rosenwinkel, John Hollenbeck, Jim Black, Arturo Sandoval) und sind Dozenten und Professoren an Musikhochschulen (Bremen, Leipzig, Graz).

Das Orchester „Das große alte Problem“ erhielt Förderungen von der Initiative Musik, vom Berliner Kultursenat, der Stadt Leipzig und dem Land Niedersachsen. Es hat bereits auf diversen Jazzfestivals mehr »

Hotel Bossa Nova – Weihnachtskonzerte in Wiesbaden

18. & 19. Dezember 2015 – Alte Schmelze

European Contemporary Jazz- and Fado-Flavoured Bossa Nova
Hotel Bossa Nova CreditChristianZentner
















Latin Jazz so herzerwärmend und verführerisch wie ein Sommertag am Meer? Da sind Sie bei Hotel Bossa Nova an der richtigen Adresse. Natürlich, der Bandname war schon immer Programm. Für Hotel Bossa Nova, dem vor neun Jahren in Wiesbaden gegründeten Jazzquartett, ist der Bossa Nova gleichwohl lediglich die Basis, von der aus Liza da Costa (Gesang), Tilmann Höhn (Gitarre), Alexander Sonntag (Kontrabass) und Wolfgang Stamm (Schlagzeug, Percussion) in unterschiedlichste musikalische Richtungen des Latin Jazz aufbrechen und dabei immer wieder neue Felder mit ganz eigenen Fusion-Kreationen bestellen.

Live wirken sie, auch durch die pure Lebensfreude ausstrahlende Sängerin Liza da Costa, noch einmal befreiter und entfesselter, was den improvisationsfreudigen und virtuosen Musikern einen exzellenten Ruf und allerorten begeisterte Konzertkritiken eingebracht hat. Das Jazzquartett, das in diesen Tagen mit „Desordem e Progresso“ bereits sein fünftes Studioalbum veröffentlicht, hat den Bossa Nova zum Zentralgestirn seines musikalischen Universums erklärt. Seitdem ist es Hotel Bossa Nova gelungen, dem brasilianischen Bossa Nova stets neue Facetten abzugewinnen. So bindet die Formation recht mühelos aber ungemein versiert portugiesischen Fado, Samba-Motive und afrokubanische Rhythmen in ihre zauberhaft poetischen und bei aller Komplexität doch immer sphärisch-leichten Latin-Jazz-Kreationen ein. Hotel Bossa Nova,”deren ausgereifte Stücke das Zeug haben, internationale Standards zu werden“ (Jazzthetik), zählen mittlerweile zu den herausragenden Vertretern einer europäischen Lesart des Bossa Nova. Live sind und bleiben Hotel Bossa Nova gar eine der besten europäischen Latin-Jazz-Formationen überhaupt. Bossamaniacs at their best!

Konzerttage: 18.12. und 19.12.2015
Beginn jeweils um 20h, Einlass ab 19h
Alte Schmelze, Alte Schmelze 10, 65201 Wiesbaden, alte-schmelze.de
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Brad Mehldau – 10 Years Solo Live

BradMehldau_10YearsSoloLive (Nonesuch, VÖ: 16.10.2015 – Limitierte Deluxe-LP-Box mit Nummerierung (8 LPs); VÖ: 13. November – CD-Box (4CDs))

Selten paaren sich virtuoses Spiel, innovative Eigenständigkeit und substantielle Idee, die weit über den Horizont der Musik hinausreicht, in einer so harmonischen und doch erregenden Einheit wie bei BRAD MEHLDAU. Als er Mitte der Neunziger als Solokünstler in Erscheinung trat, erweckte er den Jazz, und insbesondere dessen Königsdisziplin, das Jazz-Trio, aus einer lähmenden Lethargie. BRAD MEHLDAU erschien als Enfant terrible auf der Bühne des Jazz, aber die Zeit, sein außergewöhnliches Können und sein ruheloser Intellekt gaben ihm Recht: BRAD MEHLDAU gehört zu jenen, die dem Jazz seinen Atem zurückgegeben haben. Und es überrascht überhaupt nicht, dass der Rilke-Liebhaber ein umfassendes Projekt wie 10 Years Solo Live wie eine Erzählung angeht.

Nonesuch Records veröffentlichen am 16. Oktober eine 8-LP-Vinyl-Box, deren Repertoire aus 19 Live-Aufnahmen herrührt, die im Laufe eines Jahrzehnts auf unterschiedlichen Konzerten in Europa mitgeschnitten wurden. Das Gesamtkonvolut der Aufnahmen ist in vier Teile aufgeteilt, die je vier LP-Seiten umfassen, und unterliegt einer ausgearbeiteten Systematik: Dark/Light, The Concert, Intermezzo/Rückblick und E Minor/E Major (Tracklisting am Ende des Textes). Im November wird 10 Years Solo Live auch als CD-Box erscheinen.

Wie MEHLDAU in seinen detaillierten und umfangreichen Liner Notes ausführt, mehr »




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