(World Connection, VÖ: 20.04.2012)
Bekanntlich waren Stummfilme in der Frühzeit der Kinounterhaltung nicht besonders lang, in einer Vorstellung wurden deswegen oft gleich mehrere der kurzen Schwarzweißstreifen hintereinander gezeigt. Dumm nur, dass zwischen den einzelnen Programmpunkten jedes Mal die Filmrollen zurückgespult und gewechselt werden mussten. So kam es zu lästigen Unterbrechungen, die das Publikum genauso störten wie die Betreiber der Lichtspielhäuser. Findige Köpfe hatten dafür allerdings schon bald eine Lösung parat: In den unfreiwilligen Pausen ließ man einfach kleine Diaprojektionen ablaufen, die klanglich von Hits des Tages untermalt wurden. Schon war die Lücke gefüllt und das Genre der illustrated songs geboren.
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(EMI Odeon, VÖ: 17.02.2012)
Wem die Melodie von „Lass es schneien“, der ersten Auskopplung aus William Wahls Soloalbum „Wie schön wir waren“, bekannt vorkommen mag, liegt nicht falsch: Der Song wurde von der ARD zum Soundtrack der diesjährigen ARD-Weihnachtskampagne gewählt und ertönt vom ersten Adventswochenende bis Weihnachten mehrfach täglich im Ersten.
Gleichzeitig ist dieser von großem Streichorchester begleitete hymnische Popsong über den Trost, den wir in uns selber finden können, ein Vorgeschmack auf die im Februar erscheinende CD, auf der Williams eigene Welt ertönt, anrührend und persönlich, in dreizehn Songs über das Leben.
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(Connector Records, VÖ: 30.03.2012)
Damit haben die Fans sicher nicht mehr gerechnet. Nachdem sich das United Jazz + Rock Ensemble 2002 auf einer Farewell-Tour verabschiedet hatte, ging man vom unwiderruflichen Ende der renommierten Formation aus. Umso größer und schöner die Überraschung, dass es jetzt ein neues Lebenszeichen gibt, allerdings mit gravierendem Generationswechsel. Die Mannschaft wurde deutlich verjüngt, vom ursprünglichen Line-up ist einzig Wolfgang Dauner und Dave King weiterhin dabei. Dennoch, trotz der veränderten Besetzung atmet die Gruppe den Geist der Gründergeneration, geblieben sind deren Experimentierlust und Entdeckerlaune. Die will das reformierte Ensemble ab Frühjahr 2012 auch wieder in die Konzertsäle und auf Jazzfestivals tragen. Den Höhepunkt der diesjährigen Jazz Lights in Oberkochen wird das UJRE bestreiten. Ein weiterer Auftritt ist für Mai in Stuttgart vorgesehen, zum SWR Sommerfest, der SWR wird das Live-Ereignis sponsern und bewerben.
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(Endirecto, Tour: 11.03.-21.03.2012)
Zweifellos ist Los Van Van Kubas unangefochtene Nummer 1 und eine der bedeutendsten Salsa Bands weltweit. Seit nun mehr 43 Jahren prägt die Gruppe um Bandleader und Bassist Juan Formell nicht nur die kubanische Musik wie keine andere – mehrfach Grammy nominiert und 2000 für ‚Llegó Van Van’ auch Grammy prämiert, ist ihr Sound für die gesamte Latinszene so einzigartig wie unerreicht.
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(Q-rious Music, VÖ: 30.03.2012)
Mit den Jahren ist es zur schönen Gewohnheit geworden, dass Dominic Miller seine Alben durchnummeriert, dass er einigen seiner Soloarbeiten Titel mit aufsteigenden Ordinalzahlen gibt. Es begann mit dem Debütwerk “First Touch” (1995), später folgten “Second Nature” (1999), “Third World” (2004) sowie “Fourth Wall” (2006), und jetzt also “5th House”. Aber wieso gerade fünftes Haus? “Ich wollte irgendwas Fünftes im Titel haben und das war am wenigsten offensichtlich”, beginnt der Gitarrist seine Begründung. “Sicher, ich hätte auch ‘das fünfte Element’ oder ‘der fünfte Zusatz zur Verfassung’ nehmen können. Der Begriff ‘das fünfte Haus’ bedeutet in der Astrologie ‘das Haus der Liebe und Leidenschaft’.” Enthält das jüngste Opus denn Liebe und Leidenschaft? Auf jeden Fall, sogar im Übermaß! Wie schon bei früheren Veröffentlichungen hat der argentinisch-englische Musiker nämlich auch diesmal wieder jede Menge Herzblut und Hingabe hineingesteckt. Anders kann er es gar nicht, und anders will er es auch nicht.
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(36music; VÖ: 27.04.2012)
Intro
Es sind ein paar Jahre vergangen seit dem letzten „Zziipp“. Zwölf, um genau zu sein: 1999 standen Joo Kraus und Hellmut Hattler zum letzten Mal als Tab Two auf der Bühne – eine Trompete, ein Bass, ein Computer und unendliche musikalische Energie, die zuweilen als rhythmisch zischender „Ziipp“-Laut Dampf abließ.
Danach war zwar Schluss mit Tab Two. Doch was Joo und Hellmut seither getrennt voneinander an Klangwelten erschaffen haben, war ein mehr als nobles Trostpflaster für den Verlust. Jetzt aber heißt es „Two Thumbs Up“: Am 27. April veröffentlichen Tab Two ein Best-Of-Album, das viel mehr ist als eine schlichte Compilation: Zwei CDs mit 25 von Jürgen Schlachter remasterten Songs, quer durch den Werkkatalog (vom Frühwerk „Mind Movie“ bis zu den Hits “No Flagman Ahead”, „Belle Affaire” und “Let It Flow”) und eine CD mit 10 Bonustracks – bislang unveröffentlichte Titel und Remixes zum Beispiel von And.Ypsilon und Rainer Trüby. Plus, und jetzt kommt’s: Mit „The Patient“ ist auch ein gänzlich neuer Song dabei. Als sei das alles nicht genug der guten Nachrichten, feiern Joo und Hellmut das neue Album mit einer temporären Bühnen-Reunion: Fünf bis zehn Gigs stehen 2012 auf der Agenda.
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(EMI Capitol, VÖ: 10.02.2012)
Bebe is a courageous woman in cautious times. Her new album Un Pokito De Rocanrol will be published on February 10th 2012, in which she´s striking a blow to the status-quo, to the foreseeable and comfortable listening, embarking upon an adventure of musical risk towards new and imaginary lands, playing and betting fiercely in each song. “I told melancholy to fuck-off, I´m full of positive energy and am recovering my black sense of humour. It keeps me goin”, says Bebe.
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(Universal, VÖ: 13.01.2012)
Die Nobelpreisträgerin Toni Morrison feierte Nina Simone einst mit dem Ausspruch, dass sie unser Leben gerettet habe, hatte Simone doch mit ihren Songs die Bürgerrechtsbewegung der Sechzigerjahre motiviert und inspiriert. In ihren Liedern erfuhr die Welt in seltener Offenheit den Ausdruck von Wut, Kraft und Selbstzweifel als mit dem Tod von Martin Luther King, Jr. der Traum von einer friedlichen Gesellschaftsveränderung zugunsten eines schwarzen Amerikas für lange Zeit begraben wurde. Wie Duke Ellington und Miles Davis lehnte auch Simone das Wort Jazz für ihre Musik ab, weil es für die meisten Weißen schwarz und Dreck bedeuten würde: Sie hingegen spielte schwarze klassische Musik.
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(World Connection, VÖ: 30.03.2012)
In 2009 Ntjam Rosie graduated from the Codarts Conservatory, Rotterdam Netherlands as a bachelor of music. She majored in Latin singing and minored in teaching. She won the Music Matters Award gaining her the title of music ambassador in Rotterdam during 2010. According to the jury, Ntjam Rosie raised the temperature from the very first moment. Apparently it wasn’t enough, on the same day she also won the ‘MCN World Up! Award’ for most promising talent during the first edition of the Dutch World Music Day. The jury stated: “Her powerful voice and distinctive style creates an astonishing set full of soul and energy.”
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(o-tone, VÖ: 20.04.2012)
„Der Funk, der unter dem Meeresspiegel zur Welt kam“
Nicht nur, dass es in den Tiefebenen unseres Nachbarlandes, den Niederlanden, einige der größten Jazzfestivals gibt und eine ausgeprägte jazzmusikalische Förderung dazu, nein nun macht sich ausgerechnet eine deutsche Saxophonistin auf, die unter dem Meeresspiegel in Amsterdam lebt, den Funk erfrischend auch in höheren Lagen in ihrer alten Heimat an den Mann und die Frau zu bringen.
Schon einige Magazine sind in der Vergangenheit auf die funky Bläserriffs der Dame aufmerksam geworden und das Jazzpodium bemerkte treffend: “Alt ist dabei weniger die neue Candy Dulfer, als eine junge Barbara Thompson“. Jazzthing lobte die „zeitgenössischen Grooves und erfrischend frechen Solo-Chorusse“ und das österreichische Concerto meldete sich nach Veröffentlichung des letzten Albums damit zurück: „Bitte bald mehr davon”.
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(City Park Records, VÖ: 30.03.2012)
“Der Münchner Benny Goodman” (Abend-Zeitung, München), ist viel gefragter Live- und Studiomusiker. Bernhard Ullrich steht seit Jahren mit Klarinette und Saxofon auf deutschen und internationalen Bühnen. Er tritt mit den Swinglegenden Max Greger und Hugo Strasser ebenso wie mit eigenen Formationen auf.
Vielseitigkeit ist die Stärke von Bernhard Ullrich, seine musikalische Bandbreite reicht vom Swing, Jazz und Musical zur professionellen Standard- und Latein-Tanzmusik. Darüber hinaus ist Bernhard Ullrich, der seine ursprünglich klassische Ausbildung in den Studienfächern Klavier und Klarinette absolviert hat, immer wieder bei anspruchsvollen klassischen Aufführungen engagiert, beispielsweise vom Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz oder von den Münchner Symphonikern.
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(Crystal Classics, VÖ: 16.03.2012)
Unter den sowjetischen Komponisten der zu Beginn des 20. Jahrhunderts geborenen Generation haben Dmitri Schostakowitsch und Aram Chatschaturian eine solch herausragende Größe und Stellung erreicht, dass nur wenige weitere international einigermaßen wahrgenommen wurden (z. B. Dmitri Kabalevsky oder Alexander Mossolov). So zählt auch der am 14. März 1908 in Kaluga geborene Nikolai Rakov zu jenen, an welchen stets große, fesselnde Meisterschaft bewundert wurde, deren authentische, kunstreiche Stimme jedoch von den Giganten überschattet wird.
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(Cam Jazz, VÖ: 17.02.2012)
Mag sein, dass er nicht so berühmt ist wie sein Landsmann Ennio Morricone, in Fachkreisen wird Fiorenzo Carpi (1918 – 1997) jedoch ebenso geschätzt und sein Œuvre als ebenbürtig eingestuft. Auch wenn der Name mittlerweile in Vergessenheit geraten ist, die Melodien des Italieners sind es gewiss nicht. Der öffentlichkeitsscheue Mailänder schrieb die Musik für unzählige Kino- und Fernsehfilme (die Auflistung in der Internet Movie Database will gar kein Ende nehmen), Starregisseure wie Louis Malle (”Zazie in der Metro”), Tinto Brass (”Salon Kitty”), Vittorio Gassman und Patrice Chereau haben ihn für Soundtracks verpflichtet. Zudem war er viele Jahre Hauskomponist in Giorgio Strehlers legendärem Piccolo Teatro di Milano, wo er an 130 Bühnenproduktionen mitgewirkt hat.
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(EMI Blue Note, VÖ: 13.01.2012)
Jazz Inspiration – die erste in Deutschland initiierte und entwickelte Budget-Line-Jazz-Serie der EMI mit Originalaufnahmen der Labels Blue Note, Pacific Jazz, Capitol Jazz, Somethin‘ Else, Roulette Jazz und deren diversen Sublabels! Top-Recordings von Ikonen des Jazz, bis zu zeitgenössischen Künstlern der Extraklasse und das zum absoluten Spitzenpreis. Vier Künstlerportraits sowie die Themenkopplung „Jazz Inspiration – Swing Classics“ erscheinen im zweiten Teil dieser EMI-Jazz-Serie.
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(Crystal Classics; VÖ: 01.02.2012)
Erwin Schulhoff, ein Prager Jude, wurde Opfer des Nationalsozialismus, kam am 24. August 1942 in einem süddeutschen Internierungslager um. Seit etwa 20 Jahren wird er wieder entdeckt, und es zeigt sich, dass ohne ihn eine entscheidende Facette in der Musik des 20. Jahrhunderts fehlen würde. Er ist keinem Mainstream zuzuordnen, sondern saugt wie ein Schwamm alle Strömungen seiner Zeit auf. Dadurch wird er zum Polystilisten.
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(Crystal Classics, VÖ: 01.01.2012)
“In vorigen Zeiten wurde die Setzkunst nicht so gering geachtet, wie in gegenwärtigen Zeiten… Die Alten glaubten nicht, dass man die Setzkunst ohne Unterweisung lernen konnte… Heut zu Tage aber will fast ein jeder, der nur etwas mittelmäßiges auf einem Instrument zu spielen weis, zu gleicher Zeit auch die Komposition erlernt haben.”
Als Johann Joachim Quantz (1697-1773) um die Mitte des 18. Jahrhunderts diese Zeilen in Berlin für die Einleitung seines Lehrwerkes Versuch einer Anleitung die Flöte traversière zu spielen niederschrieb, meinte er gewiss nicht die “Lehrlinge” seines früheren Schülerkreises und schon gar nicht seinen berühmtesten musikalischen Zögling, Friedrich II. von Preußen, dem er in “tiefster Untertänigkeit” eben jene “gegenwärtigen Blätter” widmete.
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(Crystal Classics, VÖ: 01.01.2012)
Über Leben und Werk des Orgelbauers Johann Peter Migend(t) sind nur spärliche Nachrichten überliefert. Selbst Ernst Flade vermochte in seinem Orgelbauer-Lexikon nur anzugeben: “geb. um 1700 in Birthelm (Siebenbürgen), gest. nach 1764 in Berlin. 1738 erster Gehilfe beim Orgelbauer Joachim Wagner in Berlin.” Die von Migend gebauten Orgeln sind Opfer der Zeiten und des Zweiten Weltkriegs geworden bis auf ein einziges Werk: die Orgel, die er für die musikbegeisterte Schwester König Friedrichs II., die Prinzessin Anna Amalia (1723 -1787) baute. Als Orgelspielerin war Anna Amalia sicherlich unbedeutend, ihre Migend-Orgel aber kannte auch Carl Philipp Emanuel Bach, wird darauf gespielt haben und möglicherweise ist die klangliche Disposition dieses Instruments in die Komposition seiner Orgelsonaten eingeflossen.
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(EMI Classics, VÖ: 20.01.2012)
Von wegen „Alte Musik“! Wenn Christina Pluhar als Leiterin ihres Ensembles L’ Arpeggiata zur Theorbe greift, klingen jahrhundertealte Ba-rockpartituren hinreißend tempera-mentvoll, frisch und sinnlich. Pluhars fantasievolle Improvisationen lassen die Musik zu wahren Klangfesten wer-den, die die Szene des authentischen Musizierens revolutioniert haben. Je-des neue Projekt der vielfach preisge-krönten Künstlerin wird mit Spannung erwartet. So auch ihre musikalische Reise durch die Musik Lateinamerikas, die sie mit ihrem Ensemble und dem Star-Counter Philippe Jaroussky un-ternimmt. Die CD bietet in einer Deluxe-Edition mit Buch eine aben-teuerliche Klangreise für alle Sinne
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(Crystal Classics, VÖ: 01.01.2012)
Die letzten drei Klaviersonaten des Viktor Ullmann (1898-1944) sind zutiefst anthroposophische Werke. Insofern, als die von Rudolf Steiner begründete Philosophie argumentiert, dass eine intellektuell fassbare, vergeistigte Welt durch eine von Sinneserfahrungen abhängige Meditation spürbar wird. Ullmanns letzte Sonaten sind spirituell aufgeladene Werke und ihre Struktur, besonders die der siebten Sonate, ist ausgesprochen schwerfällig und bringt ein bestimmtes Bildungsideal zum Ausdruck. Ullmanns Sonaten können direkt mit der Architektur von Steiners zweitem Goetheanum verglichen werden, welches 1928 aus sichtbarem Gussbeton im schweizerischen Dornach errichtet wurde und bis heute das weltweite Zentrum der anthroposophischen Bewegung bildet.
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(EMI Classics, VÖ: 18.11.2011)
Friedrich der Große veränderte nicht nur auf den Schlachtfeldern die Welt, er war auch Künstler, Musiker, Komponist, ein Förderer der Künste seiner Zeit. Zum 300. Geburtstag des “Alten Fritz” am 24. Januar 2012 entdeckt der renommierte Flötist Emmanuel Pahud mit Trevor Pinnock und der Kammerakademie Potsdam die musikalische Welt des großen Flötenkönigs wieder mit einem faszinierenden Konzert- und Kammermusik-Programm, das mitten hinein in die klingende Barockwelt am Hofe von Sanssouci führt.
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(EMI Blue Note, VÖ: 21.10.2011)
Es gibt musikalische Projekte, die sind in sich so stimmig, dass es einen wahrlich wundert, dass sie erst jetzt in die Tat umgesetzt wurden und das Licht der Welt erblicken. Götz Alsmanns „In Paris.“ ist ein solches Projekt, ein Album als deutschsprachige Hommage an den großen französischen Chanson. Wem könnte das besser gelingen als diesem Perlenfischer aus Münster, der in seiner schalkblinzelnd schillernden Karriere schon Dutzende und Aberdutzende musikalischer Schätze gehoben und ihnen zu neuem Glanz verholfen hat. Stets hat sich der Sänger und Pianist auch als ein Meister der Arrangierkunst erwiesen. Wer einmal die schiere Passion erlebt hat, mit der Alsmann und seine Band altgediente oder besser noch ausgediente Lieder zu neuem Leben erwecken, der weiß, dass auch Paris unter den Fittichen dieser Musiker in frischen Farben aufblüht und all die Klassiker von Charles Aznavour und Gilbert Bécaud, Charles Trenet und Henri Salvador, Serge Gainsbourg und Yves Montand all jene Bilder wachrufen, die wir mit der vielleicht schönsten Metropole Europas verbinden als blätterten wir in einem Bildband alter Postkarten.
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(EMI France > Capitol Records Germany, VÖ: 25.11.2011)
Köln – 21. Oktober 2011 – Am 18. Dezember jährt sich der Todestag von Gilbert Bécaud zum zehnten Mal. Zweifellos war der Franzose einer der größten Chansonniers, den die Grande Nation jemals hervorgebracht hat. Sein Bild ist so tief ins kollektive Gedächtnis von Musikliebhabern verankert wie seine rauchige Stimme, die ebenso zum Synonym seiner Kunst wurde wie seine äußere Erscheinung. Stahlblauer Anzug, getupfte Krawatte, die Hand am Ohr, um das Publikum zum Mitsingen aufzufordern – so ist uns der begnadete Entertainer mit der knarzig-rauen Stimme in Erinnerung geblieben. Fünfzig Jahre lang begeisterte Gilbert Bécaud mit energiegeladenen Bühnenshows, die ihm den Beinamen „Monsieur 100.000 Volt“ eintrugen, seine Zuhörer. Jetzt ist es an der Zeit in angemessener Form noch einmal auf das prickelnde Lebenswerk des Künstlers und Entertainers aufmerksam zu machen. Seine besten Chansons erscheinen – allesamt frisch remastered – Ende November in mehreren und unterschiedlich edierten Formaten.
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(Ponderosa, VÖ: 18.11.2011)
Wenn es nach dem überlieferten Volksglauben geht, hilft beim Biss einer Tarantel nur eine Gegenmaßnahme: Tanzen. Trägt man das Gift der Spinne erst mal in sich, sollen einzig und allein wilde Bewegungen zur Musik, am besten über Stunden hinweg, Heilung bringen. Die Redensart “wie von der Tarantel gestochen” erinnert an diese in früheren Jahrhunderten gängige Behandlungsmethode, an deren Wirkung inzwischen freilich niemand mehr glaubt. Als Heilverfahren wird die Tanzkur den Opfern von Spinnenbissen schon lange nicht mehr verordnet, als kulturelles Phänomen hat sie sich in der Tarantella jedoch bis heute erhalten.
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(Crystal Classics, VÖ: 15.11.2011)
Die Variation ist eines der ältesten und beliebtesten Kompositionsverfahren der Musikgeschichte. Claudio Monteverdis berühmtes Lamento della Ninfa variiert die Klage in Form einer Passacaglia über einer gleichförmigen Ostinato-Basslinie. Variationen können aber auch einen unveränderlichen Cantus firmus in immer neuen Formen umspielen, wie in zahlreichen Kompositionen der Renaissance. Es ist vermutlich die Gleichzeitigkeit von Konstanz und Veränderung, die die Faszination des Variationsprinzips ausmacht.
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(Crystal Classics, VÖ: 28.10.2011)
“Das Geschenk der Echtheit im Unerwarteten.” Diesem künstlerischen Credo begegnet man auf Jean-Philippe Rieus offizieller Homepage (www.jp-rieu.com), und es passt hervorragend zu seinem beruflichen Werdegang und seinen Werken. Der vielseitige Niederländer, der in diversen Disziplinen zuhause ist, überrascht das Publikum gern mit unvorhersehbaren Ideen, und er liebt es, den Menschen mit authentischen Kunstwerken ein gutes Gefühl zu geben. In seiner Antwort auf eine Fanzuschrift formulierte er die künstlerische Zielsetzung einmal so: “Meine Kompositionen und mein Klavierspiel, meine Texte, Filme und Gemälde sind der Ausdruck meiner ständigen Suche nach Ehrlichkeit, Reinheit und Liebe.”
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(EMI Blue Note, VÖ: 28.10.2011)
Stacey Kent singt ihre Songs aus tiefstem Herzen. Sie intoniert mit makelloser Phrasierung und einer glasklar verzaubernden Stimme. Im letzten Mai trat Stacey im Pariser Club La Cigale auf und teilte mit einem auserlesenen und gebannten Publikum, das aus aller Welt für dieses Event eingeflogen worden war, einige der denkbar intensivsten und intimsten künstlerischen Momente, die nun das vorliegende Livealbum bilden. Blue Note kann stolz sein auf Dreamer In Concert, das eine strahlende, großherzige und ernsthafte Künstlerin von ihrer besten Seite präsentiert.
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(EMI Blue Note, VÖ: 21.10.2011)
Das Erwachsenwerden ist ein beliebtes Sujet in der Kunst. Der Coming-of-Age-Roman gehört dabei ebenso zu den Grundfesten des literarischen Kanons wie sein musikalisches Pendant zum Pop-Universum. „When You Grow Up“, ein von Ethan Johns exquisit produziertes Dutzend Songs, markiert das zweite Album der Blue-Note-Künstlerin Priscilla Ahn, die hier eine künstlerische Reife offenbart, in der man das Mädchenhafte der legendären Melanie ebenso zu entdecken glaubt wie die Klarheit einer Aimee Mann. Dabei knüpft die junge kalifornische Songwriterin mit ihrer engelsgleichen Stimme einen losen roten Faden durch einen zartbesaiteten Songreigen, der die diversen Befindlichkeiten des Erwachsenwerdens streift. Eine musikalische Sternstunde, die Priscilla Ahn federführend gestaltet hat und sie in die Riege der besten modernen Folk-Künstlerinnen katapultiert.
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(enja, VÖ: 21.10.2011)
SUNO SUNO, die zweite Aufnahme der Rez Abbasi-Gruppe Invocation, ist ein inspirierender Schritt vorwärts in der Entwicklung eines Künstlers, der einerseits fest im Jazz und in der klassischen, andererseits unter dem Einfluss der indisch/pakistanischen Musik steht.
Seit einer Dekade geht Rez mit seinen Mitstreitern Vijay Iyer and Rudresh Mahanthappa – den Meistern des amerikanisch-indischen Musik – neue Wege. Rez’ Vater wurde in Bombay geboren, seine Mutter kommt aus Lahore und Rez selbst, der mit vier Jahren in die USA kam, wurde in Pakistan geboren. Schon früh beschäftigte er sich mit westlicher und östlicher Musik, studierte und spielte mit Jazz-Musikern und Musikern der klassischen indischen Musik. Seine Kompositionen und seine Spielweise sind klar von seiner Individualität geprägt und schaffen eine hybride Form zwischen modernem Jazz und der östlichen Welt.
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(EMI Blue Note, VÖ: 21.10.2011)
Jazz Inspiration – die erste in Deutschland initiierte und entwickelte Budget-Line-Jazz-Serie der EMI mit Originalaufnahmen der Labels Blue Note, Pacific Jazz, Capitol Jazz, Somethin‘ Else, Roulette Jazz und deren diversen Sublabels! Top-Recordings von Ikonen des Jazz, bis zu zeitgenössischen Künstlern der Extraklasse und das zum absoluten Spitzenpreis. Vier Künstlerportraits und fünf Themenkopplungen machen den Anfang und Lust auf mehr.
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(EMI France > Capitol Records Germany, VÖ: 14.10.2011)
Ein Kloster aus dem 12. Jahrhundert, umrundet von weitläufigen Feldern irgendwo in Frankreich. Innerhalb der Gemäuer, unter hohen romanischen Torbögen, singt eine grazile Pariserin a capella und kokettiert spielerisch mit den unterschiedlichen akustischen Möglichkeiten der architektonischen Umgebung.
Ein dröhnendes „brrr”, ein gezischtes „pssst” erhallt, gefolgt von einem inbrünstigen „wuuuh”. Abgerundete und verflachte Vokale. Silben manchmal gedehnt, manchmal genäselt. Die Songs – ob Balladen, Hymnen, Chansons, Ständchen – sind mit einer ebenso schönen wie melodisch kraftvollen Stimme gesungen, die den Zuhörer fesselt und in ihren Bann zieht. Das kirchliche Ambiente trägt seinen Teil dazu bei und rundet die Atmosphäre ab.
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(Crystal Classics, VÖ: 01.10.2011)
Als jüngster Sohn von Fritz Gurlitt (1854 – 1893), einem führenden Galeristen und Leiter eines jüdischen Buchverlags in Berlin, wuchs Manfred Gurlitt unter Künstlern und Intellektuellen auf. Der Junge war, wie sich bald herausstellte, hochbegabt. Nach dem Kompositionsstudium bei Engelbert Humperdinck und einer Assistenz in Bayreuth bei Carl Muck stand ihm eine glänzende Karriere bevor.
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(Crystal Classics, VÖ: 01.10.2011)
Die Ursachen für das gründliche Vergessen des Berliner Komponisten Manfred Gurlitt (1890 – 1972) und seines OEuvres sind komplex. Mit Sicherheit hat die frühe Popularität des Bergschen „Wozzeck“ nach Büchner zum baldigen Verschwinden des gleichnamigen Bühnenwerkes Gurlitts, dem derselbe Stoff zugrunde liegt, beigetragen.
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(enja, VÖ: 23.09.2011)
„Thank Y’All“, so lautet der Titel des Debutalbums des jungen Münchner Ausnahmesaxophonisten
Max Merseny, welches im September 2011 über „enja Records“ veröffentlicht werden wird.
Wem aber gilt dieses musikalische „Dankeschön“ des derzeit in New York residierenden Jazzers?
Zum einen sicherlich den vielen befreundeten Gastmusikern des Albums, wie Tony Lakatos, Patrick Scales, Roger Rekless usw., die ihm bei der Realisierung seines hiphoppigen Soul-Jazz zur Seite standen. Maßgebliche Impulse für die Entwicklung und Komposition von „Thank Y´All“ kamen hierbei von Ferdinand Kirner und Matthias Bublath. Zu Dank verpflichtet ist Merseny bestimmt auch den vielen hochkarätigen Mentoren seiner langjährigen Musikausbildung, die er 2008 mit dem Diplom der Münchener Hochschule für Musik und Theater abschloss.
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(Edel Records, VÖ: 23.09.2011)
Erdmöbel haben – egal ob nun in Berges’ Texten oder in diesem wunderbar leichten Spiel der Instrumente – eine Musikalität erreicht, die beispiellos ist. Denn auch die Musik, die bald wie kölscher Bossa Nova, bald wie niederrheinischer Westcoast-Pop, im einen Moment wie französischer Dub, im anderen wie Lounge-Musik für Kunstausstellungen, mal wie Housemusik zum Nichttanzen, mal wie Rockmusik zum Tanzen klingt, hat aufgrund ihrer „Indierock“-fernen Einflüsse immer etwas Rätselhaftes, aber auch etwas anheimelnd Exotisches. Etwas jedenfalls, wofür es des wahren Musikers bedarf.
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(VirginClassics, VÖ: 16.09.2011)
Das Quatuor Ebène gilt bereits jetzt schon als eines der weltweit führenden Streichquartette. Telerama sieht das Ensemble „… auf dem besten Wege, die seltene Alchemie, die ein großes Streichquartett ausmacht, zu erreichen.“ Hohes Lob auch von der New York Times: „Ein Streichquartett, das sich mühelos in eine Jazzband verwandeln kann.“ Ihre Liebe zur Jazzmusik und zum Improvisieren leben die Allroundmusiker jetzt auf „Fiction“ aus, ihrem dritten Album für Virgin Classics, das im Oktober 2010 veröffentlicht wird. Die jungen Franzosen werden dabei von einem Quartett berühmter Frauen komplettiert: der Sopranistin Natalie Dessay, der Schauspielerin Fanny Ardant, der Jazzsängerin Stacey Kent und der spanischen Popsängerin Luz Casal.
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Nils Landgren Quartet
Wenn Nils Landgren auf der Bühne steht und sein Markenzeichen, die rote Posaune, das richtige Licht bekommt, dann scheint das Instrument zu glühen. Was relativ leicht zu erklären wäre. Weit schwerer erklärbar bleibt, weshalb dort auch der Sound des Horns so klingt, als glühe es. Von den Gesichtern seiner Zuhörer ganz zu schweigen, und das sind beileibe nicht immer wieder dieselben. Mit seiner „Funk Unit“ holt er die Tanzlustigen zu Tausenden in die Hallen, mit diversen Orchestern erfreut Landgren seit Langem gediegene Festivals und wo er mit seinem Nils Landgren Quartet auftritt, versammeln sich die Jazzfreunde. „Ich habe nie eine Notwendigkeit gesehen“, so der Schwede, „mich endgültig und womöglich auch noch früh festzulegen. Wieso sollte ich mich all der schönen Möglichkeiten berauben, die mein Beruf mir wie kein anderer bietet?“
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(EMI Blue Note, VÖ: 28.10.2011)
http://www.bluenote.de/produkt/5099908777928#1
Dieses Album ist die ganz natürliche Folge meiner Liebe zur Musik, die ich eigentlich schon mein ganzes Leben lang hege“, sagt Jeff Bridges frank und frei. Tatsächlich fühlt sich dieses schlicht „Jeff Bridges“ betitelte Album, mit dem der Schauspieler und Musiker seinen Einstand bei Blue Note gibt, ganz „natürlich“ an. Es sind zehn Songs, die ganz beseelt klingen und offensichtlich von Herzen kommen – an denen sich nicht nur eine ganze Reihe großartiger Musiker und Songwriter beteiligte, sondern auch als Produzent kein Geringerer als der mehrfache Grammy-Gewinner T-Bone Burnett, mit dem Bridges seit nunmehr drei Jahrzehnten gut befreundet ist. Auf den ersten Blick mag „Jeff Bridges“ für den sechsmal für einen Oscar Nominierten wirken wie eine willkommene Abwechslung zu seinem herkömmlichen Job, aber die Aufnahmen wirken durchweg ebenso vertraut wie wahrhaftig.
Das Album ist die logische Fortsetzung des Porträts der bärbeißigen ehemaligen Country-Legende Bad Blake in dem Film „Crazy Heart“ aus dem Jahr 2009, für das Jeff Bridges mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. „Ich hatte den Film eigentlich zunächst schon abgehakt, weil darin keine Musik war“, erinnert sich Bridges. „Aber als ich mitbekam, dass T-Bone daran interessiert war, sagte ich mir, ‘Lass uns das Ding durchziehen‘.“
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(Sony Classical, VÖ: 30.09.2011)
Der weltberühmte britische Geiger Nigel Kennedy stellt als Label-Debüt bei Sony Classical sein neues Werk vor: Four Elements, geschrieben für Violine, Orchester, Band und Vokalstimmen. Nigel Kennedys Komposition ist inspiriert von den Elementen Luft, Erde, Feuer und Wasser und nimmt den Hörer mit auf eine musikalische Reise durch unterschiedliche Genres.
Am Anfang seiner Karriere wurde Nigel Kennedy als brillantes Wunderkind der klassischen Violine gefeiert und verfolgt seither seine Mission, zu zeigen, dass keine Kategorie umfassend genug ist, als dass sich seine Persönlichkeit darin einordnen ließe. Mit seiner Einspielung der Violinkonzerte von Elgar, Brahms und Beethoven hat er Meilensteine gesetzt, doch er verließ die klassischen Pfade immer wieder, um die Musik von Jimi Hendrix oder The Doors, Klezmermusik oder Standards des Jazz-Repertoires zu entdecken. Heute hat er seine eigene Jazz-Combo, das Nigel Kennedy-Quintet, darüber hinaus ist er Gründer und musikalischer Leiter des Orchestra of Life, mit dem er Four Elements einspielte.
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(enja, VÖ: 21.10.2011)
Es geht um Gegensätze, um Kraftfelder und den Fluss der Energien. Das liegt schon in der Besetzung begründet, denn die Kombination Altsaxofon, Kontrabass und Schlagzeug verweist auf etwas Grundlegendes. Angelika Niescier sucht nach der Basis der Gestaltungskraft und schafft Freiräume, die es möglich machen, ihr Instrument zu erforschen. Die Perspektive, zwei gleichgesinnte Alleskönner in New York als Gegenüber zu haben, die mit ähnlich kompakten Klangvorstellungen an Form und Inhalt heran gehen, führt zu einer pfiffigen Ausweitung der Spielzone. Und zu einem Aufstieg Niesciers in eine andere Liga der Improvisatoren.
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(enja, VÖ: 07.10.2011)
Jeder Musiker muss sich eines Tages von Vorbildern, Traditionen lösen, wenn er den Schritt über die Grenze des Bekannten gehen will. Pascal Schumacher macht das auf nachdrückliche, lustvolle Weise. Er wählt den schwierigen Weg des aus selbst heraus schaffenden Künstlers, der nicht den Segnungen der modernen Soundvielfalt und Studio-Technik erliegt, sondern Klänge abwägt und gewichtet, Musik herausfordert und mit ihr kämpft. Genau genommen ist er damit mehr Purist als mancher, der sich vor der Vergangenheit verneigt. Denn es geht ihm um sein Instrument, dem er Eigenwilliges abringt, ohne dabei die Hilfestellung der Heroen zu benötigen.
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(mlm, VÖ: 23.09.2011)
Meusel und Schöbel sind in den letzten Jahren als wuselige Musiker, Radiomacher, Journalisten und Festivalveranstalter in Erscheinung getreten und haben sich mit ihrem aktuellen Panoptikum richtig ins Zeug gelegt. Nach Ragged Times (mlm 2005) nun ein Rag Bag mit Stilen in voller Blüte. Eben eine richtige Wundertüte (mlm, edel). Das spürt man schon beim Öffnen. Und beim Hören des munteren Kurztrips wird klar: die musikalische Sozialisation der beiden kann mit Fug und Recht als ordentlich bezeichnet werden.
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(CamJazz, VÖ: 16.09.2011)
Zunächst war da die italienische Plattenfirma CAM (Creazioni Artistiche Musicali), die in über 45 Jahren 2.800 Soundtracks produziert hat, darunter wegweisende Schöpfungen von Ennio Morricone und Nino Rota. Im Millenniumsjahr 2000 reifte dann in Produzent Ermanno Basso die Idee heran, neben dem Label für Filmmusik auch eine Plattform zur Begegnung von führenden Jazzern auf der Stiefelhalbinsel und internationalen Jazzgrößen zu errichten. So entstand CAM Jazz. In den gerade mal zehn Jahren seines Bestehens konnte sich das von den Geschwistern Francesca und Agostino Campi geleitete Label weltweit profilieren. Man hat sich mit herausragenden Einspielungen von Edward Simon, Enrico Pieranunzi, Enrico Rava, Martial Solal und Oregon einen Namen gemacht, ließ mit der Entdeckung des erst 16-jährigen Saxophonwunderkindes Francesco Cafiso aufhorchen und wurde bislang fünfmal für den Grammy nominiert.
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(Crystal Classics, VÖ: 01.09.2011)
Wenn man sich die Frage stellt, von welcher Art die Beziehung zwischen Zandonai und dem Klavier war, so wäre man versucht zu antworten, dass keine besonders intensive Beziehung außer einer zweckgebundenen und für das Studium und die Kompositionsarbeit notwendigen zwischen ihnen bestand. Als von Natur aus an der menschlichen Stimme interessierter Künstler brachte der Komponist der Francesca und der Giulietta Gattungen der Instrumentalmusik nur sporadisch Aufmerksamkeit entgegen in der Überzeugung, dass es sich nur um ein gelegentliches (wenngleich einträgliches!) Verlassen vom Hauptweg handele, das seine eigentliche Berufung als Opernkomponist nicht sogleich beeinträchtige. So blieb er vielleicht mehr als andere abhängig von einer sich hartnäckig haltenden Überzeugung, nach der der einzige wahre Darstellungsgegenstand, dem sich ein Komponist zuzuwenden hat, derjenige ist, der die menschlichen Geschicke und Leidenschaften – sichtbar gemacht auf der Theaterbühne – zum Thema hat.
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(Crystal Classics, VÖ: 01.09.2011)
Der am 22. Mai 1962 in Ikast (Dänemark) geborene Bariton studierte am Musikinstitut Aarhus, an der Königlichen Opernakademie in Kopenhagen und in New York. Seine Karriere als Sänger begann 1988 in Wien an der Volksoper. Wien ist nach wie vor der Mittelpunkt seines künstlerischen Wirkens. Seit über 10 Jahren besteht eine enge Verbindung mit der Staatsoper, wo er regelmäßig als Gast zu hören ist. Sowohl im Musikverein als auch im Konzerthaus wird er immer wieder für Liederabende und Konzerte engagiert. 1997
wurde dem Künstler der Titel eines österreichischen Kammersängers verliehen.
Skovhus tritt an den großen Opernhäusern und mit den führenden Orchestern in Europa, Amerika und Japan auf. Daneben widmet er einen großen Teil seiner Zeit dem Liedgesang. Er zählt zu den bedeutendsten Interpreten seiner Generation und wird von allen großen Festspielen und Musikzentren der ganzen Welt immer wieder eingeladen.
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(Headspin Records, VÖ: 26.08.2011)
Als Ende der 1980er Jahre die Vinyl-LP von der Compact Disc abgelöst wurde, gewannen wir in mehrfacher Hinsicht etwas hinzu. Die kleine Silberscheibe aus Makrolon und einer dünnen Metallschicht klingt besser, ist haltbarer und zweifelsohne benutzerfreundlicher. Mit dem Wechsel der Tonträgerformate ging damals jedoch auch etwas verloren: die kunstvolle Gestaltung der Plattenhülle. Für ausführliche bildliche oder grafische Darstellungen schien das nur wenige Zentimeter messende Booklet einer CD von Anfang an denkbar ungeeignet.
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(o-tone, VÖ: 16.09.2011)
Das Quartett um den Posaunisten Andreas Jamin ist eines der großen musikalischen Aushängeschilder Hessens. Seit einigen Jahren sind die vier Musiker ihrem individuellen Stil treu, auf Deutschlands Bühnen sehr erfolgreich und gewannen einige Musikpreise. Mit ihrer Kombination aus Rock und Funk sind sie genreübergreifend aktiv und setzten sich z.B. 2004 beim Deutschen Rock- und Poppreis nicht nur im Jazzrockbereich gegen die Konkurrenz durch, sondern auch als erste Instrumentalband überhaupt in der Kategorie Rock.
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(Crystal Classics, VÖ: 01.08.2011)
“Ich glaube an den Sieg des Neuen, wenn ein neuer Geist es bewegt.” Mit diesen emphatischen Worten schließt ein Brief, den Librettist Max Brod neun Tage vor der Uraufführung der Nana am Theater Dortmund an Manfred Gurlitt schrieb. Die Uraufführung vom 16. April 1958 jedoch muss wohl eher als ein Akt der Rehabilitation eines zu Unrecht vergessenen oder verdrängten Komponisten gewertet werden denn als der ersehnte “Sieg des Neuen”. Der Dortmunder Uraufführung folgte lediglich eine Wiederaufnahme im Jahr 1967 in Bordeaux (in französischer Sprache). “Die Partitur steht für uns heute zwischen Zeiten”, heißt es in einer Uraufführungskritik der Badischen Zeitung vom 22. April 1958: “Ihre einstige Kühnheit, expressive Härte mit der Tradition des 19. Jahrhunderts zu verbinden, ist durch viel radikalere Klangabenteuer überrundet worden.”
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(Crystal Classics, VÖ: 01.08.2011)
„Es ist noch nicht lange her, fünfzehn Jahre vielleicht, da besaß ein französischer Komponist, der die Kühnheit hatte, sich auf das Gebiet der Instrumentalmusik zu wagen, kein anderes Mittel, seine Werke aufführen zu lassen, als dass er selbst ein Konzert gab und seine Freunde und die Kritik dazu einlud. An das Publikum, das eigentliche Publikum war nicht zu denken; der Name eines französischen Komponisten, noch dazu eines lebendigen, genügte, um alle Welt zu verscheuchen.“ Camille Saint-Saëns war es, der 1880 in der Zeitschrift Le Voltaire auf jene Zeit zurückblickte, als das Pariser Musikleben noch gänzlich von der pompösen Grand opéra und der rasant aufkeimenden Begeisterung für die Bühnenwerke Richard Wagners dominiert wurde.
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(EMI Blue Note, VÖ: 01.07.2011)
http://www.emimusic.de/produkt/5099908450227#1
Der holländische Top-DJ “DJ Maestro” ist wieder am Start! Natürlich mit einer weiteren Folge der von ihm im Jahre 2003 ins Leben gerufenen Compilation-Serie „Blue Note Trip“, die mittlerweile auf über 400.000 verkaufte Einheiten zurückblicken kann. Obwohl er nie einen Song komponiert hat, genießt DJ Maestro nicht nur unter Blue Note Fans und Jazzliebhabern mittlerweile Kultstatus. Das mag vor allem daran liegen, dass DJ Maestro nicht nur ein profundes Wissen hinsichtlich des Blue Note Kataloges, sondern auch ein ausgesprochenes treffsicheres Händchen für die richtige Zusammenstellung einer geschmackvollen und immer wieder für Überraschungen sorgenden Compilation besitzt.
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(SKIP, VÖ: 29.07.2011)
Das Tingvall Trio hat sich in den vergangenen zwei Jahren in die europäische Spitze junger Jazz-Ensembles hineingespielt, die ohne Berührungsängste Jazz mit den Mitteln populärer Musik präsentieren und damit ein ganz neues Publikum für den Jazz gewinnen. Sind sie mit dem Debüt „Skagerrak“ 2006 der Hamburger Jazzszene entwachsen und gelang es ihnen mit dem Folgealbum „Norr“ 2007 in Deutschland nach den Sternen zu greifen, so war „Vattensaga“ 2009 der internationale Durchbruch. Nicht nur, dass das Ensemble dafür 2010 den ECHO JAZZ als „Bestes deutsches Jazzensemble“ erhielt, es folgten auch unzählige Auftritte von Madrid bis Moskau, Amsterdam bis Zürich oder sogar Dubai. Bei renommierten Festivals wie in Berlin, Stockholm oder Warschau begeisterten sie ebenso wie auf einer 14tätigen Tournee durch Spanien oder im Frühjahr 2011 in großen Konzerthäusern Südafrikas in Cape Town, Johannesburg und Pretoria.
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