Chris Rea – La Passione

Chris Rea_La Passione_cover (earMUSIC, VÖ: 29.04.2016)

Wolfgang Graf Berghe von Trips zählte zu den größten Idolen seiner Zeit. Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre war er weltweit beliebt bei Jung und Alt, als erster deutscher Sportler nach dem II. Weltkrieg konnte er auch im Ausland eine riesige Fangemeinde um sich scharen. Unter den Fans des Formel-1-Piloten befand sich damals auch ein gewisser Chris Rea aus dem nordenglischen Middlesbrough in der Grafschaft Yorkshire. Im Alter von zehn Jahren entwickelte der Sohn italienisch-irischer Einwanderer eine Leidenschaft für den Motorsport, die ihn nie wieder los ließ, von Trips war daran ganz maßgeblich beteiligt. Als Erwachsener fuhr Rea sogar selbst Autorennen, so drehte er zum Beispiel in Silverstone, Monza und auf der Teststrecke des Ferrari-Firmengeländes in Maranello seine Runden. Von den Einnahmen aus Single- und Album-Verkäufen steckte der Sänger/Gitarrist ein hübsches Sümmchen in den Aufbau einer eigenen Rennautosammlung, unter anderem kaufte und restaurierte er im Laufe der Jahre Originalexemplare der legendären Modelle Ferrari Dino, Ferrari 156, Ferrari 328, Ferrari 330, Lotus 6 (lediglich in einer limitierten Edition von 100 Stück als Bausatz vertrieben), Lotus Elan 26R und Caterham 7. Im musikalischen Schaffen des Briten blitzte seine Motorsportliebe übrigens auch immer wieder mal auf, so spielte er zum Beispiel den Song “Saudade” zu Ehren von Formel-1-Champion Ayrton Senna ein.

Die aktuelle Veröffentlichung “La Passione” ist ebenfalls voll und ganz Reas Begeisterung für PS-Boliden gewidmet. Mit dem luxuriös aufgemachten EarBook, bestehend aus einem 72-seitigen Kunst- bzw. Fotoband im quadratischen Großformat, zwei CDs und zwei DVDs, blickt der Künstler auf seine Kindheit zurück. mehr »

Alan Parsons Symphonic Project – Live in Colombia

TheAlanParsonsSymphonicProject_Cover (earMUSIC, VÖ: 27.05.2016)

THE ALAN PARSONS SYMPHONIC PROJECT “LIVE IN COLOMBIA” ERSCHEINT AM 27. MAI 2016 ALS DVD, BLU-RAY, 2CD DIGIPAK, 3VINYL GATEFOLD und DIGITAL BEI earMUSIC


43 JAHRE NACH SEINER MITWIRKUNG AN EINEM DER ERFOLGREICHSTEN ALBEN ALLER ZEITEN UND 40 JAHRE NACH DER VERÖFFENTLICHUNG DES DEBÜT-ALBUMS DES ALAN PARSONS PROJEKTS KEHRT ALAN PARSONS ZURÜCK MIT ALL SEINEN GRÖSSTEN HITS IN EINER UNVERGLEICHLICHEN SYMPHONIC SHOW

Am Abend des 31. August 2013 versammelt sich eine Menschenansammlung im Parque Pies Descalzos in Medellín, Kolumbien. In der angenehmen Abendwärme dieses späten Augusttags ist die Stimmung unvergleichlich – exotisch, pulsierend, elektrisierend. Als ALAN PARSONS gemeinsam mit dem Medellín Philharmonic Orchestra und seiner Band auf der Bühne erscheint gibt es im Publikum kein Halten mehr.

THE ALAN PARSONS SYMPHONIC PROJECT “Live in Colombia”erscheint am 27. Mai 2016 bei earMUSIC als DVD, Blu-ray, 2CD Digipak, 3 Vinyl Gatefold und Digital.

Als ALAN PARSONS mit 19 einen Job in den berühmten Abbey Road Studios an Land zog war sehr schnell klar, dass die Welt des Sounds seine weitere Karriere bestimmen würde. Doch erst seine Mitwirkung als Toningenieur bei dem Pink Floyd Klassiker „Dark Side Of The Moon“ bescherte ihm weltweite Aufmerksamkeit. Als Produzent hatte er kommerzielle Erfolge mit Pilot, John Miles, Ambrosia und Al Stewart. Gemeinsam mit seinem Manager und kreativen Partner zu dieser Zeit, Eric Woolfson, entwickelte er das ALAN PARSONS PROJECT.

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SHEL – Just Crazy Enough

SHEL _Just Crazy Enough_Cover (Membran, VÖ: 27.05.2016)

Musik ist Familiensache für SHEL. Die vier Holbrook Schwestern – Sarah, Hannah, Eva und Liza (S.H.E.L.) – sind ausgebildete Sängerinnen, Songschreiberinnen und Multi-Instrumentalistinnen. Dabei stecken die Damen alle noch in ihren frühen bis mittleren Zwanzigern, aber die Musikalität liegt ihnen einfach im Blut. Mit ihrem faszinierenden Mix aus akustischen Instrumenten, Beatboxing, Synth Klängen und unwiderstehlichen Harmonien, erschaffen sie eine musikalische Alchemie, der man sich nicht entziehen kann. Aber sie bleiben einfach, wie sie selber sagen, „vier Schwestern, die die Welt bereisen, Geschichten erzählen und denselben Traum teilen“.

Aufgewachsen sind die Mädels in Colorado, in einem Wohnwagen-Park, den die Holbrook Familie zur Farm umfunktioniert hat. Dort haben sie eine unkonventionelle Kindheit verlebt, während der sie zu Hause von ihren Eltern – einer Künstlerin und einem professionellen Songwriter – unterrichtet wurden. In diesen Jahren reifte ihr gemeinsamer Traum zusammen Musik zu machen, ohne ihre Individualität und Persönlichkeit opfern zu müssen. Mittlerweile sind SHEL nach Nashville übergesiedelt und saugen die kreative Atmosphäre von ´Music City´ auf, wenn sie nicht gerade touren und die Welt bereisen.

Zusammen bilden die Schwestern ein zauberhaftes Quartett – übermütig, neckisch und ein bisschen verschmitzt. mehr »

Cuong Vu – Cuong Vu Trio meets Pat Metheny

Cuong Vu Trio Meets Pat Metheny Cover (Nonesuch, VÖ: 06.05.2016)

Trompeter, Komponist und Band-Leader Cuong Vu, der als Mitglied der Pat Metheny Group auf deren beiden Alben „Speaking Of Now“ und „The Way Up“ zu hören war und zwei Mal auf weltumspannende Tour mit Metheny ging, wurde von einer Audio-Kassette des „Travels“-Live-Doppelalbum der Pat Metheny Group dazu inspiriert, Musik als seine Berufung zu begreifen. Vu, zu dessen Trio Stomu Takeishi am Bass und Ted Poor am Schlagzeug zählen, spielte neben seiner Zeit bei Metheny u.a. auch mit David Bowie, Laurie Anderson und Mitchell Froom. Das neue Album Cuong Vu Trio Meets Pat Metheny präsentiert Metheny in eher seltenerer Funktion, nämlich als Sideman: „Die Tatsache, dass Cuongs Band-Sound und sein Trompetenspielen kaum an einer definierten Stelle im gesamten musikalischen Spektrum, wie wir es kennen, zu verorten ist, sprach mich unmittelbar an, als Cuong mich fragte, ob ich an diesem Album mit seinem Trio arbeiten wollte. Dieses Album-Projekt wurde sehr spontan zusammengestellt und aufgenommen“, kommentiert Pat Metheny und formuliert seine derzeitige Vorliebe für instinktgelenkte Musikwerdung. „Mir gefallen musikalische Situationen, in denen ich nicht ganz genau weiß, was ich zu spielen habe. Es ist trügerisch zu glauben, dass man Situationen in musikalischen Konstellationen erlebt, in denen Inspiration garantiert scheint. An diesem Punkt in meiner Karriere halte ich Ausschau nach Situationen, in denen mein musikalischer Instinkt gefordert ist. Und das neue, gemeinsame Album mit Cuong beinhaltet eine Menge solcher Momente für mich als Sideman.“

Fünf der sieben Kompositionen des Albums stammen von Cuong Vu, während die brandneue Metheny-Komposition „Telescope“, eingebettet in Blues-Metren, satt Platz bietet für eins der narrativsten Trompeten-Soli Vus. mehr »

Pat Metheny Unity Group – The Unity Sessions

The Unity Sessions_Cover (Nonesuch, VÖ: 06.05.2016)

Live: 27.6., Wien, Konzerthaus

Pat Metheny zählt zweifellos zu den innovativsten, produktivsten, enthusiastischsten und reisefreudigsten Musikern der Musikgeschichte. Seit seinem 1976 erschienenen Debütalbum „Bright Size Life“, ist der inzwischen 61-Jährige an rund 250 Tagen im Jahr auf den Konzertbühnen der Welt unterwegs. In den kompletten vier Jahrzehnten seiner Karriere unter eigenem Namen, gönnte sich der Mann aus Lee’s Summit, Missouri, nur ganze zwei Auszeiten. 2015 legte er, abgesehen von wenigen ausgewählten Auftritten, ein Sabbatjahr ein. Unproduktiv war er deswegen aber keineswegs, wie die beiden neuen Aufnahmen eindrücklich unterstreichen, die am 06. Mai 2016 veröffentlicht werden.

Das Doppel-Live-Album The Unity Sessions enthält 13 Metheny-Kompositionen, eine Co-Komposition mit Ornette Coleman und die beeindruckende Interpretation von Ray Nobles „Cherokee“-Klassiker. The Unity Sessions basiert auf der gleichnamigen, kürzlich veröffentlichten DVD, für deren Aufnahmen sich die Pat Metheny Unity Group Anfang 2015, nach ihrer hoch gelobten Kin (←→)-Tour, die mehr als 150 Konzerte auf vier Kontinenten umfasste, zwei Tage lang in einem kleinen New Yorker Theater wiederfand. Etliche Stücke des Pat Metheny Unity Band-Albums (2013), für das Metheny seinen 20. Grammy-Award gewann, mehr »

Paolo Fresu & Omar Sosa feat. Natacha Atlas & Jaques Morelenbaum – Eros

Fresu_Sosa_Eros_Cover (tuk Music, VÖ: 20.05.2016)

So international werden Musikalben im Zeitalter der Globalisierung produziert: Zuerst legte man im Studio von Produzent/Toningenieur Stefano Amerio im norditalienischen Cavalicco nahe Udine den Grundstein. Paolo Fresu an Trompete, Flügelhorn und klangverändernden Effektgeräten sowie Omar Sosa an diversen Tasteninstrumenten vom Konzertflügel über Fender Rhodes bis zu Synthesizer und Sampler spielten dort im Juni 2015 die Basisspuren ihrer jüngsten Zusammenarbeit “Eros” ein. Für einige Stücke holten die beiden das Quartetto Alborado zur Mitwirkung hinzu. Die Landsleute des Italieners Fresu, die sich mit Musik zum Kinofilm “Il Rosa Nudo” und dem eigenen CD-Opus “Éthos” einen Namen gemacht haben, brachten klassizistische Streicherklänge ein. Einen Monat später ging das bis dahin Gefertigte in ein Tonstudio im französischen Herret, wo Natacha Atlas ins Spiel kam. Die marokkanisch-belgische Sängerin verzierte dort einiges mit arabischen Gesangsmelismen. Wieder einen Monat später schickte man das Ganze schließlich nach Rio de Janeiro zu Jaques Morelenbaum (A.C. Jobim, Caetano Veloso, Ryuichi Sakamoto). Der Brasilianer, der bereits am Vorgängerwerk “Alma” beteiligt war, trug erneut zauberhafte Cellopassagen bei. Erst am Ende der kleinen Weltreise war die Produktion dann vollständig im Kasten.

Obwohl die Mitwirkenden nie alle gleichzeitig in einem Raum versammelt waren, klingt “Eros” wie aus einem Guss. Kurze Internetwege und die Segnungen der Digitaltechnologie machen es möglich. Mit der zeitgemäßen Arbeitsweise haben Fresu, Sosa und ihre Gäste eine ganz eigenwillige und doch in jedem Moment harmonische Mischung aus Softjazz, Electronica, Weltmusikalischem und Klassikanleihen erschaffen. Das Sound- und Stilspektrum reicht hier von fröhlichen Latinrhythmen (”Why”) über frei Improvisiertes (”Kýpris”) und Fusionjazz in der Nachfolge von Miles Davis (”Himeros”) bis hin zu poetischen Klassikmomenten (”Brezza del Verano”).

Wie es der Albumtitel nahelegt, spüren Fresu und sein kubanischer Partner Sosa diesmal dem Mythos “Eros” nach. mehr »

Get the Cat – Four (+Tourdaten)

GetTheCat_Four_Cover (Dog and Bone Records, VÖ: 06.05.2016)

Auf ihrem neuen Album Four veranstaltet die Band Get the Cat ein großes Familientreffen. Bruder Jazz und Onkel Funk diskutieren in zwölf Takten, Tante Soul bringt sich mit Verve ein während Patenkind Rock’n’Roll für Unruhe sorgt. Aber kein Zweifel: In der Musik von Get The Cat bleibt Opa Blues der Patriarch. Die Musiker der Band fühlen sich der Tradition verpflichtet, lassen sich aber nicht von ihr einengen. Der Blues von Get the Cat ist Klang und Gefühl statt Form und Struktur.

Die zwölf Songs der CD, die alle aus der Feder des Bassisten Till Brandt stammen, bieten den perfekten Rahmen für dieses Treffen. Jedem einzelnen Musiker des Quartetts gelingt es, der bunt gemischten Verwandtschaft Stimme und Ausdruck zu verleihen.

Dem Charme von Melanie Bartschs Stimme kann man sich ebenso wenig entziehen wie dem facettenreichen Gitarrenspiel von Uli Brodersen. Beide können sich in den Stücken mit ihrer Kreativität und ihrem Können voll entfalten. Getragen werden sie von der erdigen Rhythmusarbeit von Schlagzeuger Bernd Oppel und Bassist Till Brandt.

Bei diesem Verwandtschaftstreffen ist ein Album entstanden das überzeugt: Sowohl mit immer neuen, überraschenden Ideen und musikalischer Perfektion als auch mit einem Gefühl der Vertrautheit. Diese Vertrautheit entsteht weil die Band es versteht musikalische Stile so perfekt zusammen zu bringen, dass zwölf völlig neue Stücke doch wie alte Bekannte wirken.

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Defne Şahin – Unravel

DefneSahin_unravel_Cover (Fresh Sound Records, VÖ: 27.05.2016)

„Ich fühle mich schnell in verschiedenen Ländern zuhause“, beschreibt Defne Şahin ihre kosmopolitische Mentalität. In Berlin wurde sie geboren, eine Weile verbrachte sie in Barcelona und im brasilianischen Salvador da Bahia. Von 2011 bis Mitte 2012 pendelte die Sängerin, Komponistin und Songtexterin zwischen Berlin und Istanbul, dann zog sie nach New York. Dank Stipendien des DAAD und der Heinrich Böll Stiftung konnte sie zwei Jahre an der Manhattan School of Music studieren, unter anderem bei Theo Bleckmann und Gretchen Parlato. Parallel dazu stürzte sich Şahin in die pulsierende Szene der Jazz-Metropole. Sie trat in Clubs wie dem Cornelia Street Café und der Rockwood Music Hall auf, ebenso in der legendären Carnegie Hall. Sie spielte mit jungen und erfahrenen Musiker*innen, darunter Shai Maestro, Marike van Dijk und Jay Clayton. Auch nach dem Abschluss ihres Masters blieb Defne Şahin erst mal in New York. Nicht zuletzt, um hier ihr neues, zweites Album Unravel mit jenen Kollegen aufzunehmen, die sie im Lauf der Zeit kennen- und schätzen gelernt hatte. Die Rolle des Produzenten und Co-Arrangeurs übernahm Guillermo Klein; über ihn und die anderen Beteiligten später mehr.

„Mein Ziel war, verschiedene Welten auf dem Album zu vereinen“, beschreibt Defne Şahin ihre Kernidee zu Unravel (auf Deutsch: enträtseln, entfalten). „Der Titel steht für Entdeckungen, die nicht vorhersehbar oder planbar sind“, erklärt sie, „wie die meisten wirklich guten Begegnungen während einer Reise. Das Wort symbolisiert für mich auch Mut und Geduld, sich auf diese Reise und ihre Überraschungen einzulassen.“ Şahin zieht eine Parallele zur Improvisation im Jazz, zu deren zentralen Elementen es gehört, neugierig zu sein und anderen zuzuhören. Mit improvisierter Musik kennt sie sich aus, immerhin studierte sie seit 2006 am Jazzinstitut Berlin unter anderem bei Kurt Rosenwinkel und John Hollenbeck.

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Klaus Doldinger – Doldinger (+Tourdaten)

KlausDoldinger_Doldinger (Warner Music, VÖ: 29.04.2016)

DAS NEUE STUDIO-ALBUM ZUM 80. GEBURTSTAG AM 12.5.2016

MIT PASSPORT, PASSPORT CLASSIC, HELGE SCHNEIDER, UDO LINDENBERG,
SASHA, MAX MUTZKE, NILS LANDGREN & DOMINIC MILLER

Klaus Doldinger wird 80 – und nutzt die Gelegenheit, um einige Lieblingsstücke aus seinem gut 400 Kompositionen umfassenden Werk einer Frischzellenkur zu unterziehen. „Jungbrunnen statt Ruhestand“ könnte die Devise heißen, nach der „der erfolgreichste Jazzmusiker des Landes“ (Jazz thing), außerdem allgegenwärtig als Komponist einiger der bedeutendsten Film- und Fernsehmusiken – vom Tatort-Thema über die Musik zu „Das Boot“ bis zu „Die Unendliche Geschichte“ – , sein 35. Album produziert hat. Mit seinen beiden aktuellen Bands – Passport und Passport Classic – und illustren Gästen wie Helge Schneider, Udo Lindenberg, Sasha, Max Mutzke, Nils Landgren und Dominic Miller veranstaltete Klaus Doldinger dafür im Januar 2016 in seinem Studio eine Aufnahmesession als Vor-Geburtstagsparty. „Ich habe das Zusammenspiel mit anderen Musikern immer als etwas Besonderes, etwas Beglückendes empfunden“, sagt Doldinger. „Man kann ja auch viel mit Worten sagen, aber das ist dennoch kein Vergleich zu Tönen. Sie reichen über alles andere hinaus und sind von unbeschreiblicher Ausdrucksmöglichkeit. Das ist die Grundessenz, die man mit dem Jazz in die Wiege gelegt bekommt und sich erhalten muss. Ich habe immer gespielt und keine Ambitionen, mich zurückzulehnen.“

Die modernisierte Rückschau auf diesem Album ist eher ungewöhnlich für Klaus Doldinger, den immer Neugierigen, den beständig tourenden und komponierenden Soundsucher zwischen Heute und Morgen, von den südstaatlichen Blues-Sümpfen über die Maghreb bis zu mehr »

Lisa Simone – My World (+Tourdaten)

Lisa Simone_MyWorld (o-tone, VÖ: 29.04.2016)

Dies ist eine Geschichte, die nicht nur im Leben, sondern vor allem auf der Bühne spät geschrieben wurde. Es ist eine einzigartige Liebesgeschichte zwischen einer Künstlerin und ihrem Publikum: ein Konzert nach dem anderen. Mund-zu-Mund Propaganda war ihre Hauptwerbung. Irgendwie auch eine «altmodische» Geschichte.

Eine Frau vieler Talente

Lisa Simone, Tochter von Nina Simone, ist einen einzigartigen Weg gegangen. Aufgrund des Erfolgs ihrer Mutter lebte sie während ihrer Kindheit überall auf der Welt. Als sie dann endlich auszog, ließ sie sich von der U.S. Air – Force rekrutieren. Nachdem sie im Krieg im Irak stationiert war, veränderte sie ihre Richtung und sang bei dem spanischen Star Raphael auf seiner Welt-Tournee. Anschließend wurde sie in den USA gewürdigt für ihren Gesang mit der aufsteigenden Jazzband Liquid Soul, die für den Grammy Award nominiert worden war. Danach begann Simone am Broadway ihre Karriere als Solo-Sängerin. Hier lernte sie viel über die Musik, aber vor allem entdeckte sie ihre wahre Leidenschaft: jeden Tag aufzutreten, egal wo oder wann und eine Verbindung zu ihrem Publikum aufzubauen.
Simone erklomm schnell die Karriereleiter. Sie begann als Zweitbesetzung, bekam aber nach einigen sehr überzeugenden Auftritten von den Produzenten schon bald ihre ersten großen Rollen. Sie erlebte einen Erfolg nach dem anderen in Produktionen wie Rent, Aida und König der Löwen. Sie gewann den „National Broadway Theatre Award for Best Actress“ in einem Musical – eine Auszeichnung, die sie für ihre ausgezeichnete Arbeit wahrlich verdiente! Ihre Mutter, die in Südfrankreich lebte und die sie viele Jahre nicht gesehen hatte, flog für diese Zeremonie nach Amerika, wo die beiden glücklich wiedervereinigt wurden.

Nina Simone starb kurz danach und Lisa ging nach Frankreich, um die Hinterlassenschaft ihrer Mutter zu klären. Wenn sich jedoch eine Tür schließt, öffnet sich eine andere und Simone’s Abschied vom Broadway, so schwer er auch gewesen war, machte Platz für neue Ambitionen. Sie ging nicht zurück an den Broadway, sondern tourte außerhalb der USA mit anderen internationalen Stars: zuerst mit den „Daughters of Soul”, Lalah Hathaway, Nona Hendrick, Indira Khan… und dann mit “Sing the Truth”, mit Dianne Reeves, Angélique Kidjo and Lizz Wright.

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Aline Frazão – Insular (+Tourdaten)

AlineFrazao (Jazzhaus Records, VÖ: 22.04.2016)

Die Zutaten: Eine entlegene schottische Insel, ein portugiesischer Rocker, ein britischer Produzent – und die Songs und die Stimme einer Frau aus den Tropen. Klingt ein bisschen wie ein durchgedrehter Fan-tasyroman, oder? Doch genau dort, wo George Orwell einst seinen Erfolgsroman 1984 schrieb, ist aus der Vision der angolanischen Songwriterin Aline Frazão ein Werk von melancholischer Schönheit entstanden, das in der portugiesischsprachigen Welt bislang einmalig sein dürfte.

Auf dem Eiland Jura vor der schottischen Küste gibt es nicht viel: felsige Ufer, karge Wiesen, 200 Einwohner, einen Pub und den berühmten torfgeräucherten Whisky. Man kommt in Versuchung, sie für verrückt zu erklären, diese angolanische Musikerin, die sich ausgerechnet ein solches Fleckchen Erde als Entstehungsort für ihre dritte Platte aussucht. Doch Aline Frazãos musikalisches Universum ist eben etwas anders gestrickt, scheut nicht die verschlungenen Pfade, die ungewöhnlichen Abzweigungen.

Die 27-jährige stammt aus Angolas Hauptstadt Luanda, und zunächst liest sich ihre Biographie ein wenig wie die vieler Kolleginnen des lusophonen (portugiesischsprachigen) Kulturraums. In ihren Jugendjahren singt sie Fado, Jazz und brasilianischen Pop, traditionelle Musik aus Angola und den Kapverden. Mit fünfzehn siedelt sie nach Lissabon über. Als sie beginnt erste Songs zu schreiben, sind die noch klar beeinflusst von Bossa Nova. Auf Reisen von Buenos Aires bis Dublin sammelt sie viele Erfahrungen bei Auftritten in kleinen Bars und Clubs, und das Projekt A Minha Embala (2009), an dem sie sich beteiligt, ist ein Trip durch die verschiedenen lusophonen Kulturen. Mit ihrem ersten eigenen Album Clave Bantu (2011) erztählt sie die Geschichte ihres afrikanischen Vol-kes, das über den Ozean nach Brasilien und Kuba aufbricht. Mit ihrem zweiten Werk Movimento (2013) schält sie immer mehr eine eigenständige Klangsprache heraus, die die afrikanischen Wurzeln zugunsten einer selbstbe-wussten Indierock-Attitüde zurücktreten lässt. Für die Texte ihrer Lieder bezieht sie tiefgründige, bilderreiche Verse namhafter angolanischer Poeten.

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Markus Geiselhart Orchestra – My Instrument Is The Orchestra

Geiselhart_MIITO (Jive Music Austria / o-tone music, VÖ: 29.04.2016)

Markus Geiselhart wurde 1977 in Stuttgart geboren und lebt seit 2006 als freischaffender Bandleader, Komponist, Arrangeur und Posaunist in Wien. Seit 2013 hat er einen Lehrauftrag für Big Band-Leitung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Er machte sich in den vergangenen Jahren vor allem durch seine Arbeit mit dem Don Ellis Tribute Orchestra feat. Thomas Gansch einen Namen.
Das Markus Geiselhart Orchestra (MGO) wurde im Sommer 2010 von ihm gegründet. Dieses vereint einige der besten Jazzmusiker und Jazzmusikerinnen Österreichs, u.a. etliche Hans-Koller-Preisträger (österr. Jazzpreis), wie Herwig Gradischnig, Clemens Salesny und Martin Koller. Das Orchester spielt ausschließlich Eigenkompositionen von Markus Geiselhart oder von ihm arrangierte Programme für Gastsolisten.

My Instrument is The Orchestra

Das Programm zur Debut-CD „My Instrument is the Orchestra“, welche Anfang 2016 bei Jive Music erscheint, entwickelte sich aus der Arbeit von Markus Geiselhart in den vergangenen 10 bis 15 Jahren. In der Spielzeit 2013/14 war das MGO Stage Band im berühmten Wiener Jazz Club Porgy & Bess. Während dieser Zeit fand die Band zu ihrem eigenen Stil, der traditionellen Big Band Sound mit rockigen, elektronischen Klängen vereint.

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Dago Schelin & Band – Rosas Heft

DagoSchelinBand_Cover (o-tone music, VÖ: 29.04.2016)

Volkslieder? Das war einmal. Romantiker waren es, die vor zwei Jahrhunderten das deutsche Volkslied entdeckt, gesammelt und das Repertoire zuweilen kunstvoll um Lieder im Volkston erweitert haben, und Liedertafeln und Gesangvereine haben das Liedgut gepflegt und verbreitet. Aber dann kamen Zeiten, die nicht nur dem Volkslied arg zusetzten, weil sie das Volkstümliche für lange Zeit in Verruf brachten. Die Lieder selbst kann man dafür gar nicht verantwortlich machen, und Menschen aus sangesfreudigeren Weltgegenden wundern sich, warum in Deutschland alte Volksweisen fast nie gesungen werden. Obwohl sie doch manchmal eigentlich ganz hübsch sind.

Natürlich sind die Lieder in den Hintergrund gerückt, aber sie sind nicht verschwunden. Sie blieben in der Welt, nur eben etwas am Rande, wo sie sich eine Generation lang von ihrer Benutzung in finsteren Zeiten erholen konnten. Und wer weiß, vielleicht kommen gerade wieder andere Zeiten. Einige Jazz-Musiker – die, wie man schon öfter erleben konnte, oft Vorboten neuer Entwicklungen sind – haben sich mit Volksmusik zu beschäftigen begonnen. Natürlich haben sie aus den Liedern etwas Anderes gemacht, haben sie rhythmisch, harmonisch und melodisch gegen den Strich gebürstet und gewissermaßen in einen anderen Garten verpflanzt – immerhin so, dass man immer noch erkennen konnte, woher das kam.

Zu denen, die sich über die Abwesenheit deutscher Volkslieder im Lande ihrer Herkunft gewundert haben, gehört auch Dago Schelin. Er ist, als Nachfahre deutscher Auswanderer, in Brasilen geboren und lebt seit einigen Jahren wieder in Deutschland. Unter den deutschen Auswanderern vergangener Zeiten sind alte Lieder zuweilen viel lebendiger geblieben als hierzulande. Dago Schelin zum Beispiel ist im Besitz eines Heftes, in dem seine Urgroßmutter „Rosa“ handgeschriebene Erinnerungen gesammelt hat, zu denen auch Lieder gehörten. Dago Schelin hat diese Lieder seiner eigenen Geschichte angepasst. Und die ist deutsch-brasilianisch.

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Omer Avital – Abutbul Music

Omer Avital - Abutbul Music,_Album Cover (Jazz Village, VÖ: 06.05.2016)

Omer Avital live am 22.04. um 21:45 Uhr in Bremen, Kulturzentrum Schlachthof.

Interviews sind im Rahmen der jazzahead am 23.04. in Bremen möglich.

Villetaneuse, Anfang November 2015. Bevor das Wasser der Seine die überschaubare Kleinstadt nördlich von Paris streift, liegen Eiffelturm und Grand Palais ein gutes Dutzend Kilometer zurück. Unweit des Flusses stimmen fünf Musiker ihre Instrumente in einem Aufnahmeraum der »Midilive Recording Studios«, die ihrer Vintage-Holzvertäfelung wegen das Prädikat »Historical Vogue Studios« tragen. Das frisch formierte Quintett des Kontrabassisten und Komponisten Omer Avital hat sich anlässlich der Aufnahmen zu dessen neuem Album »Abutbul Music« für zwei Tage in einem französischen Studio einquartiert, weil sich die Instrumentalisten hier quasi auf halbem Wege entgegen kommen konnten. Omer Avital und Tenor- und Sopran-Saxophonist Asaf Yuria sind am Hudson River beheimatet, Schlagzeuger Ofri Nehemya lebte zwischen Totem Meer und Mittelmeer bevor er nach im Januar nach New York zog, Tenor-Saxofonist Alexander Levin ist gerade im Umzug von Israel nach New York begriffen, während Pianist Yonathan Avishai bereits vor vielen Jahren von Tel Aviv nach Frankreich zog.
Zwar weisen sämtliche Musiker des aktuellen Omer Avital Quintetts israelisch Provenienz auf, aber das musikalische Selbstverständnis des Ensembles nimmt sich auf »Abutbul Music« wie eine weltumspannende Balance zwischen Improvisiertem, Traditionellem und Notiertem aus. Die Platte spiegelt mit modernistisch geprägter Musikauffassung die Vielkulturen, in denen Omer Avital beheimatet ist. Arabische Weisen, traditionelle jemenitische, marokkanische und jüdische Folkloren, treffen im genuinen Komponisten- und Musikerduktus Omer Avitals auf ein Jazz-Fundament, das immer wieder auf abenteuerliche Weise ausbricht und Anknüpfungspunkte in der kulturell reich informierten DNA des Bandleaders sucht. »Abutbul Music« umfasst die bislang nonchalanteste und gleichsam intensivste Formulierung von Omer Avitals charakteristischer musikalischer Sinnesart.
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Emil Brandqvist Trio – Falling Crystals

EmilBrandqvist_FallingCrystals

(Skip Records, VÖ: 01.04.2016)

Um es vorweg zu nehmen, mit „Falling Crystals“ (SKP 9135) liefert das Emil Brandqvist Trio sein Meisterstück ab. Bereits in den letzten Jahren hat sich der Göteborger Schlagzeuger Emil Brandqvist auf vordere Ränge des europäischen Jazz gespielt, sein Trio steht für unaufgeregte, bildhafte und berührende Melodien und Sounds, die lebhaft in Erinnerung bleiben. Dabei gehört es zu den Markenzeichen des Trios, mit dem finnischen Pianisten Tuomas Turunen und Max Thornberg aus Stockholm am Kontrabass, dass sich das multinationale skandinavische Ensemble gerne zur Vervollständigung ihrer Klangmalereien Gäste ins Studio holt, um ihre Musik noch vielschichtiger zu gestalten. War es beim ersten SKIP – Album – „Breathe Out“ (SKP 9115) 2013 das Göteborger Sjöströmska String Quartet, welches zusätzliche Akzente setzte, luden Emil Brandqvist und sein Trio für das Folgealbum „Seascapes“ (SKP 9128) eine Reihe von Bläsern ein, die mit Flöten, Klarinetten, Bass Klarinetten und Flügelhorn die atmosphärische Musik verdichteten. Das Album konnte sich in den deutschen Jazzcharts auf Position 14 platzieren, sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass das Trio einen ganzen Reigen von umjubelten Konzerten auf Festivals wie Palatia Jazz oder in Hamburg gab und damit unterstrich, dass man live die hochgesetzten Erwartungen spielend einlösen konnte.

Konzertbesucher des letzten Jahres bekamen bereits eine Idee von der Entwicklung des Trios, „Falling Crystals“ erweitert den Klangkosmos um Stimmungen und Kompositionsstrukturen, die den Ausnahmestatus mehr »

Alejandra Ribera auf Tour

AlejandraRibera_byKristinaWagenbauer

Tourdaten

10.03.2016 Hannover – Feinkost Lampe
11.03.2016 Worpswede – Women in (E)motion
12.03.2016 Lutterbek bei Kiel – Lutterbeker
13.03.2016 Hamburg – Birdland
14.03.2016 Berlin – Prachtwerk
15.03.2016 Köln – Die Wohngemeinschaft

Die in Kanada geborene und bei einem argentinischen Vater und einer schottischen Mutter aufgewachsene Alejandra Ribera, wurde die Liebe zum Reisen in die Wiege gelegt. Mittlerweile ist die, in Kanada längst zum Star avancierte, Sängerin in Frankreich angekommen und hat „La Boca“ im Gepäck – ein hochgelobtes Album, das sie mit dem renommierten Produzenten Jean Massicotte aufgenommen hat. Das Album erschien bei uns in Deutschland am 27.11.2015 (Harmonia Mundi).

„La Boca“ ist eine Reise, eine Geschichte, der Anfang eines Abenteuers. Alejandras Stimme ist die einer ultimativen Träumerin, sie singt feinfühlig und zärtlich, ihre Lieder sind zum Entspannen, Träumen und Genießen gemacht. Sie erinnert an all die Künstler, die mit den Stimmungen des Blues jongliert haben: Rufus Wainwright, Melingo, Tom Waits, Chavela Vargas und natürlich Arthur H, der mit ihr zusammen das einzige französischsprachige Lied auf ihrem Album singt – Un Cygne la nuit.

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JazzNights mit Nils Landgren

Nils Landgren_byStevenHaberland

Tourdaten
Nils Landgren All Stars & Neue Philharmonie Frankfurt

02.03.2016 DORTMUND – Konzerthaus
06.03.2016 DESSAU – Kurt-Weill-Fest
09.03.2016 FRANKFURT – Alte Oper
11.03.2016 DRESDEN - Alter Schlachthof
12.03.2016 KARLSRUHE – Tollhaus
13.03.2016 DÜSSELDORF – Tonhalle
18.03.2016 LÜBECK – Musik- und Kongreßhalle
19.03.2016 HAMBURG - Laeiszhalle
20.03.2016 LEIPZIG – Haus Auensee

„Jazz ist Freude am Spiel und deshalb Unterhaltung im besten Sinne“ (Leonard Bernstein)

Leonard Bernstein – einer der größten Komponisten und Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Ein Mann mit zwei Seelen in seiner Brust: Ein Besessener des musikalisch Ernsten und des Unterhaltenden, ein Erzmusikant des Leichten und des Schweren. Bernstein schrieb große sinfonische Orchesterwerke, aber er war auch ein Freund der leichten Muse, die unter seiner Feder herausragte: Mit dem Musical “West Side Story” landete er einen Welterfolg, „On The Town” wurde besonders durch die Verfilmung mit Gene Kelly und Frank Sinatra bekannt. Daneben schrieb Bernstein Filmmusiken und Songs, und suchte auch immer wieder die Nähe zum Jazz, ja von allen großen klassischen Maestros seiner Generation war er der entschiedenste Fürsprecher dieses Genres. Er war nicht nur ein profunder Jazz-Kenner, er verstand diese Musik als Pianist auch zu spielen und bediente sich als Komponist ihrer Elemente. Es ist daher mehr als kurios, dass Jazzer bis heute Bernstein so gut wie nie adaptiert haben.

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WAVEMUSIC Vol. 22

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(California Sunset Records, VÖ: 11.03.1016)

Vor vielen Jahren fiel uns ein Buch in die Hände. Es ging um den Sinn des Lebens oder mindestens mal darum, wie man glücklich wird. Den Titel des Buches haben wir vergessen, aber die Pointe nicht: „be easy in the harness“, fühle Dich leicht im Geschirr, stand da geschrieben.

Im übertragenden Sinne haben wir daraus gelernt und leben es. Denn das, was wie hier bei California Sunset Records tun, ist von dem Wunsch getragen, Euch mit Bildern und Musik Raum zu schaffen. Raum, um Gedanken fliegen zu lassen, zu fühlen anstatt zu performen und „easy living“ Realität werden zu lassen.

Natürlich gibt es viele Wege, sich Raum zu verschaffen. In Wildwood in New Jersey etwa. Da treffen sich die Menschen beim „Race of Gentlemen“ am Strand. Sie fahren mit ihren knatternden Maschinen und Hot Rods einfach mal los. Wer schneller da ist und wer wohl am meisten Spaß hat. Faszinierend. Wie die Kinder. Andere schreiben Bücher, malen Bilder oder komponieren wunderbare Lieder.

Wir bringen diese Dinge zusammen, präsentieren Euch mehr »

Dominic Miller & Manolito Simonet – Hecho En Cuba

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(Q-rious Music, VÖ: 08.04.16)

Die Entfernung von der größten Antilleninsel Kuba zu den USA beträgt gerade einmal 150 Kilometer Luftlinie. Eigentlich ein Katzensprung und doch trennten die beiden Staaten viele Jahre lang Welten.
Ihre Politik- und Wirtschaftsideologien konnten unterschiedlicher nicht sein, weshalb sie einander bis vor kurzem spinnefeind waren. In jüngster Zeit ist jedoch eine vorsichtige Annäherung zu beobachten, die nicht zuletzt den Kulturschaffenden in Kuba und Amerika bzw. im Westen allgemein zugute kommt. Seitdem die Abschottung durchlässiger wird, nutzt eine junge Generation im Karibikstaat die Gunst der Stunde, um die Kultur des “kapitalistischen Klassenfeindes” zu erkunden, und amerikanische und europäische Künstler besuchen die Rum- und Tabakinsel auf der Suche nach neuen Impulsen.

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Caro Joseé – Summer’s Ease

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(Skip Records, VÖ: 26.03.2016)

SUMMER’S EASE ist der traumhafte Soundtrack für einen wunderschönen, lauen Sommerabend, an dem die Gedanken freien Lauf nehmen können. „Ob Ibiza, Laguna Beach, Ligurien oder Côte d´Azur, all diese Regionen sind Teil meines Lebens. An diesen Plätzen tanke ich auf und mit diesen neuen Songs, nehme ich Euch mit auf meine musikalische Reise“ verspricht Caro ihren Fans.
Zusammen mit Coproduzent, –komponist und Gitarrist Patrick Hespeler-Pagels ist ein neues Soundgewand entstanden, das sich durch Transparenz und Leichtigkeit auszeichnet und in den Arrangements Tribut an einige musikalische Heroes von Caro wie Les Baxter und Henry Mancini sowie Claus Ogerman zollt. Dennoch ist das Album keine retroorientierte Hommage, sondern transferiert diese spezielle „Leichtigkeit“ in die Sounds der Gegenwart.

Die Songs von SUMMER’S EASE zeigen eine starke Frau voller Leidenschaft mit Lust auf das Leben.

Soft Kill Option – Tubed

SKO Tubed Cover

(cracked anegg records, VÖ: 26.03.16)

Eine Portion Jazz, einen ordentlichen Schöpfer Rock und dazu jede Menge rhythmische Experimentierfreude – diesen Eintopf servieren Soft Kill Option. Wer bei der Kombination von Jazz und Rock nun an den Fusionsound der 70er Jahre denkt der liegt allerdings gehörig daneben: Soft Kill Option lieben es rotzig, bissig und vor allem eher laut als leise!

Aber auch verspielt – dazu passt, dass das Cover von dem Cartoonisten Martin Perscheid gestaltet wurde, der das Debut der Band rückwärts zu Tubed gemacht und im eigenwilligen Bandnamen ein Hautpflegeprodukt entdeckt hat.

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Robin McKelle – The Looking Glass

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(Doxie Records, VÖ: 25.03.16)

Musikalische Nostalgie in moderne Form zu bringen und sie mit Jazz- und Seelengesang anzureichern, schafft Unvergänglichkeit. In Frankreich und in ihrer amerikanischen Heimat, genießt die 39-jährige Robin McKelle dank des berührenden Tiefgangs ihrer Mezzosopran-Stimme längst hohes Ansehen. Ihr wird die Ehre zuteil, regelmäßig ausverkaufte Konzerte im »L’Olmypia«, der Ruhmeshalle des französischen Chanson, zu geben. Zehn Jahre nach ihrem Platteneinstand mit »Introducing Robin McKelle“, auf dem sie den Big Band Jazz der 1940er-Jahre huldigte, debütiert die Frau aus Rochester, New York, noch einmal. Mit ihrem sechsten Album »The Looking Glass« präsentiert sich Robin McKelle erstmals als formvollendete Songwriterin. 10 neue, ausschließlich selbstgeschriebene Songs, die ganz im Zeichen der Erneuerung ihrer Kreativkraft stehen, hat McKelle zusammen mit dem Grammy-prämierten Joss Stone-Frühentdecker Steve Greenwell produziert. »The Looking Glass« beleuchtet McKelles Charakter intimer, aber ihre Musik nimmt sich deswegen keineswegs weniger leidenschaftlich aus. Ganz im Gegenteil, präsentiert McKelle, unterstützt von Drummer George „Spanky“ McCurdy (Jill Scott), Bassist Jack Daley (Lenny Kravitz), Pianist Raymond Angry (Prince, The Roots) und Gittarist Al Street (Sharon Jones & The Dap Kings), die tief im klassischen Soul verwurzelte, kaleidoskopische Bandbreite ihrer genuinen musikalischen Sprache. »Stand Up«, die erste Singleauskopplung, gibt mit leichtfüßigem Groove den Impuls vor, dem Robin McKelle mit »The Looking Glass« folgt: »Stand up and make it matter!«. Wie wichtig und richtungsweisend »The Looking Glass« für sie ist, erzählt Robin McKelle am treffsichersten mit eigenen Worten.

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Amsterdam Klezmer Band – OyOyOy

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(3S Music, VÖ: 18.03.16)

Was Mitte der 1990er Jahre mit Straßenmusik in Hollands Hauptstadt begann, füllt längst große Konzertsäle und Festivalgelände überall auf der Welt, ihre “street credibility” hat sich die Amsterdam Klezmer Band (AKB) dennoch bis heute bewahrt. Auf “Oyoyoy”, Nummer 14 in der laufenden Albumzählung, spielt die Formation einmal mehr ihre ureigene Variante des “Progressive Klezmer” mit Ecken und Kanten, mit rauen Stellen und Widerhaken. Und auch die patentierte Partytauglichkeit hat sie keineswegs aufgegeben. Sobald sie in Tracks wie “Ringdingding”, “Cocek à la Kopyt” und “Pure Pepper” so richtig loslegt, gibt es auf Seiten der Zuhörer kein Halten mehr. Selbst eingefleischte Tanzmuffel werden dem fetzigen Sound auf dem nächsten Fest bei Freunden mit Sicherheit nicht widerstehen können.

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Manu Katché – Unstatic

Cover album Manu Katché Unstatic

(Anteprima Productions, VÖ: 11.03.2016)

Manu Katché kennt als Lieblingsschlagzeuger der Pop-Eliten der 80er- und 90er-Jahre sämtliche der noch existierenden schicken Recording-Schuppen der Welt. Seitdem Peter Gabriel zum delikaten Shuffle Manu Katchés den »Sledgehammer« kreisen ließ, Sting in seiner »…Nothing Like The Sun«-Deklaration auf die Groove-Expertise des Franzosen vertraute und Tears For Fears seinen beeindruckenden Metrenwechseln im »Badman’s Song« sattsam Platz boten, ist das Trommeln des Umtriebigen auf Abermillionen verkaufter Platten zu hören. Für die Aufnahmen seines neuen Albums »Unstatic« buchte Manu Katché kein funktionales Hightech-Studio, sondern einen Raum der Pariser Studios Ferber, die wegen ihres gebrochenen Charmes von Verweigerern der digitalen Moderne gerne als „vintage“ bezeichnet werden. Dort zockten einst die singenden französischen Nationalheiligtümer Charles Aznavour, Gilbert Bécaud und vor allem Serge Gainsbourg zwischen Aufnahmesessions am längst defekten, aber nie entsorgten »Casino Royale«-Glücksspielautomaten. Katché bat seine Freunde Ellen Andrea Wang (Kontrabass), Jim Watson (Akustisches Piano und Keyboards), Luca Aquino (Trompete), Nils Landgren (Posaune) und Tore Brunberg (Saxofon) allerdings nicht aus nostalgischen Gründen ins Ferber. Die Raumakustik-Bedingungen der Studios Ferber bieten mit ihren Eichenholzverkleidungen beste Aufnahmebedingungen für einen wie Katché. Er legt seit jeher gesteigerten Wert auf die ideale Balance zwischen akustischen Instrumenten und den sorgsam genutzten elektrischen Instrumenten, die in seiner Musik eine Rolle spielen.

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Adriano BaTolba Orchestra – 13 Renegades

ABO_13 Renegades (TOBAGO, VÖ: 26.02.2016)

Adriano BaTolba, seines Zeichens Rockabilly Guitarslinger, Mitbegründer von Dick Brave & The Backbeats, veröffentlicht im Februar 2016 mit seiner Big Band ein vom Rockabilly, Swing, Jazz und Jive, aber auch dem Roadmovie-Genre inspiriertes Debütalbum auf ToBaGo Records: „13 Renegades“.

BACK TO THE FUTURE 4.0

Allein schon der LP-Titel lässt einen Rock’n'Roll-Connaisseur aufhorchen: „13 Renegades”. Ein Begriff, der ursprünglich einen Abtrünnigen einer Religion, längst aber auch verallgemeinert einen Abkehrer eines Glaubens- oder Wertesystems bezeichnete. In neuem Kontext kam das Wörtchen Renegade in den fünfziger Jahren zuerst in den Vereinigten Staaten zum Einsatz. Umschrieb es wenig schmeichelhaft, ja gar abwertend sowohl Künstler als auch die damit verbundene jugendliche Gegenkulturbewegung abseits des Pop-Mainstreams. Hatte sich doch anfänglich unbemerkt vom Establishment in bestimmten Teilen der USA aus Blues, Jazz, Hillbilly, Boogie Woogie, Jump Blues, Rhythm’n'Blues, Doo Wop, Gospel, Country und Western Swing ein neues Genre entwickelt, das zur Mitte der fünfziger Jahre in voller Blüte stand: Rock’n'Roll. Miteinher ging eine komplett neue Jugendkultur. Klar, dass das etablierte US-Musikbusiness nach anfänglicher Phase der Ablehnung daran partizipieren zu versuchte. Galten Teenager im Land des Kapitalismus doch seit Frank Sinatra seine junge weibliche Fangemeinde, die Bobby Soxer, in den vierziger Jahren in Massen in Verzückung versetzt hatte, als neues lukratives Kaufklientel.

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Sainkho Namtchylak – Like a Bird or Spirit, not a Face

SainkhoNamtchylak_Cover (Ponderosa, VÖ: 26.02.2016)

Im Zentrum von Sainkho Namtchylaks Musikuniversum steht fraglos die Tontradition ihrer Heimat Tuwa. Die Folklore der zur Russischen Föderation gehörenden autonomen Republik nahm sie zum Ausgangspunkt für ihr künstlerisches Schaffen, dorthin kehrt sie im Verlauf ihrer Karriere immer wieder zurück. Daneben sucht sie seit jeher aber auch den Austausch mit fremden Klangkulturen sowie Kollegen aus aller Herren Länder. Neugierig und offen für Anregungen kooperierte die Asiatin zum Beispiel bereits mit Harfenist Andreas Vollenweider aus der Schweiz, dem österreichischen Avantgardisten Christian Muthspiel, Freejazzer Kang Tae Hwan aus Südkorea, dem amerikanischen Improvisationsmusiker Ned Rothenberg, Elektronikspezialist Dickson Dee aus Hongkong und dem Moscow Composers Orchestra.

Fürs jüngste Album schwebte Sainkho eine Begegnung mit nordafrikanischen Musikern vor. Als sie Produzent Ian Brennan (Lucinda Williams, Bill Frisell, Flea, Jovanotti) von der Idee erzählte, schlug der spontan Mitglieder von Tinariwen vor. Der Kalifornier hatte kurz davor bereits mit der Band aus Mali zusammengearbeitet und war für die Produktion von deren Album “Tassili” mit einem Grammy ausgezeichnet worden. Er konnte sich sofort vorstellen, dass Sängerin Sainkho, Bassist/Gitarrist Eyadou Ag Leche und Perkussionist Said Ag Ayad wunderbar miteinander harmonieren würden.

Ihr Zusammentreffen fand dann schließlich in Frankreich statt. Das Schreiben der Songs und deren Live-Aufzeichnung (fast ganz ohne Overdubs) nahm gerade einmal mehr »

Carrousel – L’euphorie

Carrousel-L_euphorie_cover (Jazzhaus Records, VÖ: 29.01.2016)

Was passiert, wenn eine Sängerin und Multiinstrumentalistin aus der Heimat des Savoir Vivre mit einem männlichen Ebenbild aus dem “glücklichsten Land der Welt” (World Happiness Report 2015) zusammenkommt? Da sollte doch eine ganz schön große Portion Endorphine auf die Hörer ausgeschüttet werden, oder? Bei Sophie Burande und Léonard Gogniat ist das in der Tat der Fall. Das Duo, das vom Schweizer Jura aus kräftig die Neochanson-Szene aufmischt, hat sein neues, drittes Werk deshalb auch ganz selbstbewusst L’Euphorie genannt.

Lauscht man den griechischen Wortwurzeln nach, dann gelangt man allerdings nicht nur zur “Hochstimmung”. Wörtlich übersetzt heißt “euphoria” nämlich “Fruchtbarkeit” oder “Produktivität”. Und die trifft auf diese beiden zu, seit sie sich ganz zufällig getroffen haben. Hinter Carrousel versteckt sich ja nicht nur eine Musikhistorie, sondern zugleich eine schöne Liebesgeschichte. Die beginnt in einem Café in Südfrankreich: Gogniat sitzt dort mit seinem Akkordeon und ein paar Freunden, als von irgendwo her plötzlich ein anderer Tastenwirbel auf sein Ohr trifft. Dem folgt er, und er sieht auf einer gegenüberliegenden Terrasse die bildhübsche Burande mit ihrem Instrument. Bei beiden ist es Liebe auf den ersten Blick. Oder sollte man sagen: auf den ersten Klang?

Schnell stellen sie fest, wie wunderbar ihrer beider musikalischen Vorlieben sich zu großartigen Songs zusammenfügen lassen. Diese Erkenntnis resultiert bereits 2010 im Album Tandem, gefolgt von En Équilibre (2012) – beide Scheiben reihen sich mit spielfreudiger Originalität mehr »

Marcus Schinkel Trio – Crossover Beethoven (+Tourdaten)

MarcusSchinkelTrio_CrossoverBeethoven (Bosrecords, VÖ: 15.01.2016)

Dass Bonn Beethovenstadt ist, hat sich inzwischen vielfach herumgesprochen. Daneben mausert sich die ehemalige Bundeshauptstadt mit den Jazz-Echopreisträgern Till Brönner und Nils Wülker auch immer mehr zur Brutstätte des hochkarätigen deutschen Jazz. Was liegt also näher, als Beethoven und Jazz miteinander in Verbindung zu bringen.

Das macht der Bonner Pianist Marcus Schinkel und sein Trio, deren neue CD “Crossover Beethoven“ in Kürze erscheint.

Dabei dient Beethoven nur als Ausgangspunkt für die Höhenflüge des Trios. Das berühmte Motiv der 5.“Schicksalssymphonie“ wird bei “Going On The 5th“ filigran in eine 5-Ton-Figur eingearbeitet, bei “Der Wuth Über Den Verlorenen Euro“ werden die Leitakkorde harmonisch in die Jetztzeit katapultiert und mit spannenden Rhythmen garniert. So blitzen „jazzmäßig reharmonisierte Themenfragmente Beethovens mit viel Elan und Sachverstand auf“, wie das Jazzpodium zur letzten CD “9 Symphonies“ schrieb.

Schinkel geht auch mit seiner jüngsten CD eigene Wege, jenseits des Mainstream-repertoires vieler Klavierjazz-Trios: Nicht nur, dass er sich meisterhaft zwischen den Genres Jazz, Klassik und Rock mehr »

Fünfter Jazz Award für das TINGVALL TRIO

© Sandra Lelewel

© Sandra Lelewel


Foto untere Reihe von links: Bernd Skibbe, SKIP Records; Tinka Steinhoff, o-tone music; Omar Rodriguez Calvo, Jürgen Spiegel, Martin Tingvall
Reihe darüber von links: Marcel Westphal, Q-rious Music; Sabine Bchmann, SKIP Records; Jochen Richert, Soulfood Music; Stefan Ahrens, Soulfood-Music

Anlässlich der schon zur Tradition gewordenen Heimspielkonzerte in der Hamburger Fabrik am 16. und 17.12. (insgesamt über 1.300 Besucher) konnte sich das Tingvall Trio über den insgesamt fünften JAZZ AWARD freuen, diesmal verliehen für das aktuelle Album BEAT (SKP 9137). Damit setzt das Hamburger Ensemble weiterhin Maßstäbe, denn jedes ihrer bisherigen Studioalben erreichte den GOLD STATUS. Nach einem durchweg erfolgreichen Jahr, in dem das Trio neben zahllosen ausverkauften Konzerten in Deutschland vor allem auch international zum Botschafter des deutschen Jazz auf Festivals von Paris und Casablanca bis Prag und Istanbul avancierte, zeichneten die SKIP RECORDS Geschäftsführer Bernd Skibbe und Sabine Bachmann neben dem Tingvall Trio auch die Vertriebe SOULFOOD und KONTOR NEW MEDIA sowie die Booking Agentur o-tone music und das Promotion Team von Q-rious mit einem JAZZ AWARD für eine der erfolgreichsten Jazz Produktionen des Jahres 2015 aus. Für 2016 sind bereits jetzt viele weitere internationale Aktivitäten wie Festivalauftritte bei Mar Del Musicas in Spanien bestätigt.

Magnetic Ghost Orchestra – Sand

MagneticGhostOrchestra_Sand (New Ways Records, VÖ: 29.02.2016)

Herzlich willkommen in den musikalischen Traumwelten des 32-jährigen Bandleaders, Komponisten und Gitarristen Moritz Sembritzki aus Berlin.

Das von ihm gegründete „Magnetic Ghost Orchestra“ ist eine Besetzung aus sechzehn MusikerInnen, die überwiegend in der Berliner Jazz-Szene verortet sind. Das Orchester besteht aus zwei Sängerinnen, die sowohl im Jazz, als auch in der Klassik zu Hause sind; zwei Schlagzeugern, deren Grooves sich gegenseitig hochschaukeln; Gitarre, Bass und Synthesizer, die detailverliebte harmonische Texturen erzeugen und einem 10-köpfigen Bläsersatz, der große Akkorde und virtuosen Linien beiträgt. Stilistisch bewegt sich die Musik zwischen Jazz, Minimal und Avantpop.

Die meisten der Musiker des Magnetic Ghost Orchestra spielen bereits seit 2009 zusammen, als Moritz Sembritzki das Orchestra unter dem damaligen Namen „Das große alte Problem“ gegründet hat. Alle MusikerInnen gehören zu den Stars der aktuellen deutschen Jazzszene, sie sind in renommierten Orchestern und Jazzorchestern engagiert (WDR Big Band, Staatsoper Hannover, Metropole Orchestra), arbeiten mit Popstars (Bonaparte, Max Herre, Keimzeit), sowie mit international bekannten Jazzgrößen (Kurt Rosenwinkel, John Hollenbeck, Jim Black, Arturo Sandoval) und sind Dozenten und Professoren an Musikhochschulen (Bremen, Leipzig, Graz).

Das Orchester „Das große alte Problem“ erhielt Förderungen von der Initiative Musik, vom Berliner Kultursenat, der Stadt Leipzig und dem Land Niedersachsen. Es hat bereits auf diversen Jazzfestivals mehr »

Hotel Bossa Nova – Weihnachtskonzerte in Wiesbaden

18. & 19. Dezember 2015 – Alte Schmelze

European Contemporary Jazz- and Fado-Flavoured Bossa Nova
Hotel Bossa Nova CreditChristianZentner
















Latin Jazz so herzerwärmend und verführerisch wie ein Sommertag am Meer? Da sind Sie bei Hotel Bossa Nova an der richtigen Adresse. Natürlich, der Bandname war schon immer Programm. Für Hotel Bossa Nova, dem vor neun Jahren in Wiesbaden gegründeten Jazzquartett, ist der Bossa Nova gleichwohl lediglich die Basis, von der aus Liza da Costa (Gesang), Tilmann Höhn (Gitarre), Alexander Sonntag (Kontrabass) und Wolfgang Stamm (Schlagzeug, Percussion) in unterschiedlichste musikalische Richtungen des Latin Jazz aufbrechen und dabei immer wieder neue Felder mit ganz eigenen Fusion-Kreationen bestellen.

Live wirken sie, auch durch die pure Lebensfreude ausstrahlende Sängerin Liza da Costa, noch einmal befreiter und entfesselter, was den improvisationsfreudigen und virtuosen Musikern einen exzellenten Ruf und allerorten begeisterte Konzertkritiken eingebracht hat. Das Jazzquartett, das in diesen Tagen mit „Desordem e Progresso“ bereits sein fünftes Studioalbum veröffentlicht, hat den Bossa Nova zum Zentralgestirn seines musikalischen Universums erklärt. Seitdem ist es Hotel Bossa Nova gelungen, dem brasilianischen Bossa Nova stets neue Facetten abzugewinnen. So bindet die Formation recht mühelos aber ungemein versiert portugiesischen Fado, Samba-Motive und afrokubanische Rhythmen in ihre zauberhaft poetischen und bei aller Komplexität doch immer sphärisch-leichten Latin-Jazz-Kreationen ein. Hotel Bossa Nova,”deren ausgereifte Stücke das Zeug haben, internationale Standards zu werden“ (Jazzthetik), zählen mittlerweile zu den herausragenden Vertretern einer europäischen Lesart des Bossa Nova. Live sind und bleiben Hotel Bossa Nova gar eine der besten europäischen Latin-Jazz-Formationen überhaupt. Bossamaniacs at their best!

Konzerttage: 18.12. und 19.12.2015
Beginn jeweils um 20h, Einlass ab 19h
Alte Schmelze, Alte Schmelze 10, 65201 Wiesbaden, alte-schmelze.de
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Brad Mehldau – 10 Years Solo Live

BradMehldau_10YearsSoloLive (Nonesuch, VÖ: 16.10.2015 – Limitierte Deluxe-LP-Box mit Nummerierung (8 LPs); VÖ: 13. November – CD-Box (4CDs))

Selten paaren sich virtuoses Spiel, innovative Eigenständigkeit und substantielle Idee, die weit über den Horizont der Musik hinausreicht, in einer so harmonischen und doch erregenden Einheit wie bei BRAD MEHLDAU. Als er Mitte der Neunziger als Solokünstler in Erscheinung trat, erweckte er den Jazz, und insbesondere dessen Königsdisziplin, das Jazz-Trio, aus einer lähmenden Lethargie. BRAD MEHLDAU erschien als Enfant terrible auf der Bühne des Jazz, aber die Zeit, sein außergewöhnliches Können und sein ruheloser Intellekt gaben ihm Recht: BRAD MEHLDAU gehört zu jenen, die dem Jazz seinen Atem zurückgegeben haben. Und es überrascht überhaupt nicht, dass der Rilke-Liebhaber ein umfassendes Projekt wie 10 Years Solo Live wie eine Erzählung angeht.

Nonesuch Records veröffentlichen am 16. Oktober eine 8-LP-Vinyl-Box, deren Repertoire aus 19 Live-Aufnahmen herrührt, die im Laufe eines Jahrzehnts auf unterschiedlichen Konzerten in Europa mitgeschnitten wurden. Das Gesamtkonvolut der Aufnahmen ist in vier Teile aufgeteilt, die je vier LP-Seiten umfassen, und unterliegt einer ausgearbeiteten Systematik: Dark/Light, The Concert, Intermezzo/Rückblick und E Minor/E Major (Tracklisting am Ende des Textes). Im November wird 10 Years Solo Live auch als CD-Box erscheinen.

Wie MEHLDAU in seinen detaillierten und umfangreichen Liner Notes ausführt, mehr »

Alejandra Ribera – La Boca

AlejandraRibera_LaBoca (Harmonia Mundi, VÖ: 27.11.2015)

Die in Kanada geborene und bei einem argentinischen Vater und einer schottischen Mutter aufgewachsene Alejandra Ribera, wurde die Liebe zum Reisen in die Wiege gelegt. Mittlerweile ist die, in Kanada längst zum Star avancierte, Sängerin in Frankreich angekommen und hat „La Boca“ im Gepäck – ein hochgelobtes Album, das sie mit dem renommierten Produzenten Jean Massicotte aufgenommen hat.Das Album erscheint bei uns in Deutschland am 27.11.2015 (Harmonia Mundi).

„La Boca“ ist eine Reise, eine Geschichte, der Anfang eines Abenteuers. Alejandras Stimme ist die einer ultimativen Träumerin, sie singt feinfühlig und zärtlich, ihre Lieder sind zum Entspannen, Träumen und Genießen gemacht. Sie erinnert an all die Künstler, die mit den Stimmungen des Blues jongliert haben: Rufus Wainwright, Melingo, Tom Waits, Chavela Vargas und natürlich Arthur H, der mit ihr zusammen das einzige französischsprachige Lied auf ihrem Album singt – Un Cygne la nuit.
Ihre unverwechselbare Stimme, die von Jazz zu Folk zu Pop übergeht, schafft eine Atmosphäre, die einen die Zeit vergessen lässt.

Seit dem Erscheinen ihres, von Kritikern gefeierten, Albums in Kanada, hat Alejandra Ribera als Songwriterin und überwältigende Performerin sehr an Dynamik gewonnen. Ihr Ansehen als fesselnder live Act brachte sie kürzlich dazu, mit den gefeierten Songwritern Ron Sexsmith und Arthur H zu touren. Sie sang mit Melody Gardot im Olympia in Paris und im Februar 2016 wird es eine Doppel-Performance mit Chilly Gonzales in der berühmten Massey Hall in Toronto geben.

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Christian Steyer & Der Berliner Solistenchor – Alte Weihnachtslieder neu (LIVE) (+Tourtermine)

Steyer Weihnachtslieder_Live (SechzehnZehn, VÖ: 27.11.2015)

Viele kennen Christian Steyer als Schauspieler, noch mehr Menschen ist sicher seine charakteristisch dunkle Stimme vertraut. 1973, ein Jahr nach Abschluss seines Schauspielstudiums, war Steyer im DEFA-Klassiker Die Legende von Paul und Paula zu sehen, zahlreiche weitere Engagements folgten. Auch nach dem Fall der Mauer spielte der Wahl-Berliner in vielen TV- und Spielfilmen; darüber hinaus wirkte er als Sprecher in Hörspielen und ist seit 2003 die sonore, leicht ironische Off-Stimme in der populären Serie Elefant, Tiger & Co. Vielleicht etwas weniger bekannt ist, dass Steyer auch Musik studiert hat und als Komponist einen beachtlichen Ruf genießt. Er hat Bühnenstücke und Märchenhörspiele vertont und zu dreißig Filmen die Musik geschrieben. Darunter die mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichneten Kino-Produktionen Zugvögel…einmal nach Inari und Die Blindgänger. Mehrfach arbeitete Christian Steyer mit Regisseur Wolfgang Becker. Die Entwicklung einer Szene in dessen Film Das Leben ist eine Baustelle brachte Steyer auf eine wegweisende Idee: alte Weihnachtslieder auf sehr persönliche Art neu zu bearbeiten und sie mit einem außergewöhnlichen, den klassischen Rahmen sprengenden Chor aufzuführen.

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Vassilis Papadopoulos – Medlantic Jazz Project – Salty Water

SaltyWater_MedlanticJazzProject (Orfeas, VÖ: 20.11.2015)

„Ich spiele oft mit Klangfarben, um eine größere Vielfalt zu kreieren“, beschreibt der Komponist, Trompeter und Schlagzeuger Vassilis Papadopoulos eine wesentliche Facette seiner Musik. Nachdem er sich über zwei Dekaden vor allem mit Klassik beschäftigt hatte, kam der in Hamburg ansässige Grieche 2010/11 wieder auf seine „Jugendliebe“, den Jazz zurück. Er schrieb neue, global inspirierte Stücke und gründete das Medlantic Jazz Project, an dessen Debütalbum Amaryllis unter anderem Saxophon-Star Bill Evans beteiligt war. Zwar lässt Papadopoulos seine weit- und weltläufigen Erfahrungen nun auch in die Stücke von Salty Water einfließen, insgesamt wirkt das zweite Album aber fokussierter, bewegt sich noch konsequenter auf dem Terrain des Jazz. „Natürlich nutze ich auch Stilelemente aus Klassik oder Folk“, erklärt er, „aber eben nicht in typischen Melodien oder durch den Klang originärer Instrumente. Sondern eher hintergründig, auf der rhythmischen Ebene.“ So lassen sich etwa am Anfang des Titels Between Spain And Greece Bezüge zum Flamenco ausmachen, während das Ende des Stücks den 3/4-Takt eines griechischen Tanzes adaptiert. In fünfeinhalb Minuten schließt der Komponist hier einen mediterranen Kreis, der für ihn musikalisch und biografisch bedeutsam, aber keineswegs alles ist.

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JazzNights mit Michael Wollny

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Jazz Nights 2015

28.10.2015 BERLIN – Kammermusiksaal
30.10.2015 MÜNCHEN – Prinzregententheater
31.10.2015 MEMMINGEN – Maximilian-Kolbe-Haus
01.11.2015 STUTTGART – Theaterhaus
03.11.2015 HANNOVER – Theater am Aegi
04.11.2015 BREMEN – Die Glocke
05.11.2015 KREUZTAL – Stadthalle
06.11.2015 DÜSSELDORF – Robert-Schumann-Saal
07.11.2015 DORTMUND – Konzerthaus
09.11.2015 FRANKFURT – Alte Oper
11.11.2015 ERLANGEN – E-Werk
12.11.2015 KARLSRUHE – Tollhaus
13.11.2015 HAMBURG – Laeiszhalle

(Konzertbeginn jeweils um 20:00 Uhr; außer: Stuttgart 19:00 Uhr.)

Mit seinen gerade einmal 36 Jahren ist Michael Wollny bereits gelungen, wofür andere Jazzmusiker erst zu biblischem Alter gelangen mussten. Der Pianist zählt zu den meist gehörten, am lautesten bewunderten und, in seinem Genre mittlerweile selten gewordenes Attribut, auffallend heiß diskutierten Künstlern. Seine Alben „Hexentanz‘‘, „Wunderkammer‘‘ und „Weltentraum‘‘ gelten als zukunftsweisend vor allem deshalb, weil Expeditionsleiter Wollny völlig ergebnisoffen neue Räume sich und seinen musikalischen Partnern erschließt, die vielleicht vorher schon mal ein Mensch, ganz sicher aber kein Jazzmusiker durchschritten hat.

Bei ihm darf sich der Zuhörer lächelnd wundern, in welcher Weise dieser Wizard sich zwar dem Jazz verschrieben hat, ihn aber spielt, als sei er eigentlich als Punk geboren. mehr »

Panzerballett – Breaking Brain (+Tourtermine)

Panzerballett_BreakingBrain (Gentle Art of Music, VÖ: 30.10.2015)

Verstörend? Verwirrend? Verkopft? Krass?
WUNDERBAR!

Es ist wahr, nicht oft bekommt man die Worte „verstörend“, „verwirrend“, „verkopft“ und „krass“ in einem Satz zu lesen – in einem positiven Zusammenhang ohnehin nicht. Doch Breaking Brain ist kein normales Album. Und Panzerballett ist keine gewöhnliche Band. Sie sagt diese Worte nämlich über sich selbst – mit einigem Stolz! Was aber bei jeder anderen Band auf eine Mischung aus Größenwahn und einer mittelschweren Persönlichkeitsstörung hinweisen würde, trifft hier auf wundervolle Weise den Nagel auf den Kopf.

Diese Analogie würde Panzerballett jedoch kaum gerecht, fügte man nicht an, dass hier nicht einfach so ein Nagel von einem Hammer getroffen wird und im Holz verschwindet. Viel zu simpel! Die Münchner haben es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, die Theorie zu widerlegen, im Einfachen liege die wahre Schönheit. Insofern erwartet den Hörer auf Breaking Brain ein vertrautes und doch völlig neues Szenario. Zwar findet man die gleichen Elemente vor, und doch schlägt sich hier der Nagel selbst mit aller Macht auf den Hammer, um vom Holz verschluckt zu werden. Ja, dies ist noch immer Musik – aber revolutionär gedacht.

Diese Beschreibung verwirrt und reizt Sie gleichzeitig?

Dann haben Sie jetzt eine sehr gute Vorstellung dessen, was mehr »

Mariza – Mundo (+Tourtermine)

Mariza_Mundo (Warner Music, VÖ: 09.10.2015)

Die Königin des Fado mit dem ersten neuen Album seit 5 Jahren!

Produziert von Grammy-Gewinner Javier Limón


Mariza wuchs in der Mouraria in Lissabon auf und trägt seit ihrem Debüt-Album Fado em Mim (2001) den Fado in die Welt hinaus. Mit über einer Million verkauften Alben und weit mehr als 30 Platinauszeichnungen weltweit gilt MARIZA als die amtierende Königin des sehnsuchtsvollen portugiesischen Liedguts. Zahllose internationale Preise bezeugen, dass MARIZA auf der ganzen Welt geliebt wird, darunter der World Music Award von BBC Radio, der World Music Award der deutschen Presse, der portugiesische Golden Globe und nicht zuletzt zwei Nominierungen für den Latin Grammy. Nun präsentiert MARIZA auf ihrem neuen Album Mundo zum ersten Mal nach fünf Jahren brandneue Aufnahmen!

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Nigel Kennedy – Vivaldi – The New Four Seasons

NigelKennedy_TheNewFourSeasons (Sony Classical, VÖ: 09.10.2015)

Die 1989 von Nigel Kennedy veröffentlichte Einspielung von Vivaldis Vier Jahreszeiten ist das meistverkaufte Klassik Album aller Zeiten. Kennedy selbst sagte damals über diese Aufnahme, er habe die berühmten vier Violinkonzerte von Vivaldi bewusst weder »authentisch« mit alten Instrumenten noch in einem schwülstigen »romantischen« Stil spielen wollen. Er habe sich als Maxime gesetzt, »jede erdenkliche mir bekannte Technik« zu nutzen, um den Hörern sein Gefühl für diese Musik zu vermitteln. Auch glaube er nicht, dass die Vier Jahreszeiten überhaupt zeitbezogen seien, denn »was sie uns bieten, geht weit über das rein Historische hinaus«.

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Adriano BaTolba Orchestra – Turn it Loose – Tour

AdrianoBaTolbaOrchestra

10.10. Duisburg – Grammatikoff
23.10. Köln – Gloria
24.10. Hemer – Sauerlandpark
25.10. Hanau – Comoedienhaus Wilhelmsbad

Ein langgehegter Traum hat sich für Adriano BaTolba erfüllt: Bereits parallel zu seiner Arbeit mit und für Dick Brave And The Backbeats widmet er sich der Idee zu Deutschlands, wenn nicht gar Europas, einzige Rockabilly Big Band zu gründen. Das war für Adriano die “logische” Fusion der Einflüsse aus seinem Jazzstudium, der Affinität zu Big Band Jazz & Swing und seiner “Jugendliebe” Rockabilly.

Durch seine Tätigkeit als Produzent und Bühnenkünstler hat BaTolba schon Seite an Seite mit nahezu jeder versierten Bläsersektionen des Landes gearbeitet. Nur wenige Anrufe sind nötig, um Top-Musiker für das Projekt zu begeistern (die u.a. bereits mit Künstlern wie Götz Alsmann, Anastacia, Shirley Bassey, Fritz Brause, Michael Bublé, Joe Cocker, Falco, David Garrett, Maxx Herre, Xavier Naidoo, Stefan Raab, Lionel Richie, Seal, Helge Schneider und Dionne Warwick zusammengearbeitet haben).

Eine so anspruchsvolle Idee braucht Ihre Zeit und so dauerte es noch bis zum Dezember 2009, bis es dann endlich so weit war und das A.B.O. erstmals auf der Bühne stand – die Geburtsstunde des „Adriano BaTolba Orchestra“.

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Shai Maestro Trio – Untold Stories (+Tourtermine)

ShaiMaestro_Untold Stories (Continuité du torrent, VÖ: 09.10.2015)

‘When you stop seeing other human beings as human beings’” ist eine der Kompositionen auf dem neuen Album von von Shai Maestro und zugleich ein Leitmotiv das ihn zutiefst bewegt und für seine Kompositionen inspiriert. Geboren und aufgewachsen in konfliktreichen Realitäten in Israel wurde Shai Maestro für Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft sensibilisiert. Ihm wurde bewusst, wie sehr Gewalt, Sexismus und Rassismus auch in den sozialen Medien vorherrschen und damit eine feindselige Grundstimmung beibehalten und sogar kultiviert wird. „Vergessen wir in solchen Situationen, dass wir menschliche Wesen sind?“, fragte sich Shai Maestro.

Doch “menschlich“ zu sein ist eine komplexe Angelegenheit und es gibt so viele unterschiedliche Seiten des „Mensch sein“ die unsere Persönlichkeiten hervorbringen. Auf „Untold Stories“ ist Shai Maestro auf der Suche nach dem Einfachen, Klaren und Ehrlichen. In seiner Musik möchte er mit zwei kongenialen Partnern (Jorge Roeder am Bass und Ziv Ravitz am Schlagzeug) die Schönheit, Hässlichkeit, Liebe und Gewalt als wesentliche Bausteine seiner Musik thematisieren. Acht neue Songs sind so entstanden, die das atemberaubende Trio mit Leichtigkeit, melodischer Expressivität, harmonischem Feinschliff und rhythmischer Präzision zu einem der angesagten Klaviertrios werden lässt. Im Herbst geht das Trio auch in Deutschland und der Schweiz auf Tour.

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The Roger Cicero Jazz Experience (+Tourtermine)

TheRogerCiceroJazzExperience (California Sunset Records,
VÖ: 02.10.2015)

The Roger Cicero Jazz Experience umgeht die müßige Frage, was Jazz ist, mit der Nonchalance der versierten Neugierde. Die Band, die bereits seit zwei Jahren live unterwegs ist und allenthalben auf offene Ohren stößt, unterstreicht auf ihrem gleichnamigen Debütalbum das freiheitlich geprägte Musikverständnis ihrer vier Protagonisten. „The Roger Cicero Jazz Experience“ ist eine furios-eindringliche Liebeserklärung an den Facettenreichtum der Musik.

Am Anfang stand der Wunsch nach Wiederaufnahme einer alten Musikfährte. Roger Ciceros erste Annäherung an ein Jazz-Repertoire fand im Bundesjugendorchester statt, mit 18. Während seines Jazzgesang-Studiums in Hilversum kam Leidenschaft ins Spiel. „Männersachen“, großstrahliger Pop mit Big Band und ein ausgemachtes Charts-Abo folgten. Seine Popularität beim Publikum stand Ciceros persönlichem, weit gefasstem Musikerselbstverständnis derweil nie im Weg. 2013 schließlich erlaubte der Kalender Zeit zur freien musikalischen Dialogführung zwischen vier ausgewiesenen Charakteren – eine Tugend, für die Ciceros Big Band schlicht zu umfangreich schien. Ein erfrischend neuer Quartett-Sound entstand dabei, an dessen Genetik alle vier Musiker gleichmäßigen Anteil haben.

Obschon in definierten Genres, in Pop, Funk und Straight-ahead-Jazz zuhause, ist Schlagzeuger Matthias Meusel überaus soundmalerisch unterwegs. Mit einnehmender Puls- und Klangpräsenz, hält er das Groove-Potenzial der Band gleichsam geschmeidig und dynamisch. mehr »

Hannes Wader – Live (+Tourtermine)

Hannes Wader_Live (Mercury / Universal Music, VÖ: 25.09.2015)

Ausverkauftes Haus. Die Bühne ist leer, besser: fast leer. Mikrofonstativ, Gitarre, Monitor – das ist das ganze Bühnenbild. Das Saallicht verlischt, die Scheinwerfer gehen an. Hannes Wader betritt zielstrebig die Bühne, das Publikum applaudiert leidenschaftlich, dann die ersten Gitarrenakkorde… „Heute hier, morgen dort“, ein Hit, nein, viel mehr: ein Volkslied. Der Beginn eines außergewöhnlichen Konzertabends – und einer ebensolchen Dokumentation: HANNES WADER LIVE – 27 Lieder, 135 Minuten Spielzeit.

Nach seinen erfolgreichen beiden letzten Studioalben NAH DRAN (2012) und SING (2015) wird mit HANNES WADER LIVE das erste Solo-Live-Album des Künstlers in seiner fast 50jährigen Karriere überhaupt veröffentlicht. Zwar gibt es von Hannes Wader schon mehrere Live-Alben, die sich in Beliebtheit und Verkaufserfolg mit seinen Studioalben durchaus messen können, jedoch war er darauf immer mit Begleitmusikern oder – wie zuletzt – mit den Künstlerfreunden Konstantin Wecker, Reinhard Mey und Allan Taylor zu hören. Doch lange schon warteten und hofften viele seiner Fans auf ein Album, das den Künstler in der von ihnen bevorzugten Weise präsentiert: Hannes Wader solo. Diesen Wunsch erfüllt HANNES WADER LIVE jetzt ganz opulent in Form einer Doppel-CD.

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Maria Serrano – the Queen of Flamenco – flamenco por derecho (+Tourtermine)

Maria Serrano Por Derecho(Connector Records, VÖ: 24.09.2015)

Die spanische Ausnahmetänzerin präsentiert als Solistin ihre besten Choreographien begleitet von sechs Musikern.

Als Maria Serrano erstmals als Starsolistin mit Carmen begeistert gefeiert wurde, schwärmte die renommierte Süddeutsche Zeitung: „Maria Serrano tanzt Carmen. Eine Carmen, wie sie sich Georges Bizet nicht, wie sie sich kein Mann besser hätte ausmalen können.“

Andre Heller schrieb über Maria Serrano: „Maria Serrano ist ein vulkanisches Ereignis. Sie tanzt ihre Eingebungen ins Reine. Manchmal glaubt man, sie wäre von Springteufeln besessen und Augenblicke später gehört sie ganz den abgründigsten Melancholien. Ihre Kunst bleibt stets im Magischen beheimatet. Man kann es nicht erklären, nur bewundern.“ Schöner kann man es eigentlich nicht ausdrücken.
Nun präsentiert die Sevillanerin mit ihrer 6-köpfigen Formation ihre Lieblings- Choreographien, die sie schlicht „Flamenco – por derecho“ nennt. So tanzt sie in ihrem Solo-Programm u.a. „Solea por Buleria“, „Taranto“ und „Seguirilla“.

Große zeitlose Themen werden aufgegriffen und sowohl tänzerisch wie auch musikalisch im Geiste des modernen andalusischen Flamenco interpretiert.

Der herausragende Produzent David Bermudez hat Maria´s Steppkunst künstlerisch in die Musik von „Por Derecho“ so geschickt eingearbeitet, das man sie als Percussions-Soli wahrnimmt, die die Flamenco-Musik dynamisch bestens unterstützt.

Traditionell und doch zeitgemäß, von unbändiger Kraft und Sensibilität zugleich – das sind die Choreographien von Maria Serrano.”

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Steve Smith, Tony Monaco & Vinny Valentino – Groove: Blue

SteveSmitha-u-a-_GrooveBlue (Q-rious Music, VÖ: 24.09.2015)

Dieses kleine Albumjuwel verdanken wir einer Zufallsbegegnung in Indonesiens Hauptstadt Jakarta im März 2011. Drummer Steve Smith und Gitarrist Vinny Valentino spielten damals mit ihrer Gruppe Vital Information auf dem Java Jazz Festival und wollten nach dem Auftritt noch für einen Gute-Nacht-Drink in die Lounge. Schon von Weitem hörten die beiden eine furios swingende Orgel und fragten sich, wer da wohl die schwarzen und weißen Tasten drückt. In der Lounge angekommen, erblickten sie Tony Monaco, einen “unbesungenen Helden der Hammond B3″. Viel wussten sie nicht über ihn, es war ihnen jedoch immerhin bekannt, dass Monaco von Orgellegende Jimmy Smith gefördert worden und zwei Jahre lang mit Jazzgitarrist Pat Martino auf Tour gewesen war. Smith und Valentino bahnten sich durch die Herumstehenden einen Weg zur Bühne und fragten den Organisten, ob sie bei ihm einsteigen dürften. Die halbe Nacht jammte man daraufhin ausgelassen, zunächst im kleinen Kreis, danach auch mit weiteren Festivalteilnehmern wie George Benson und Roy Hargrove.

Fünf Monate später meinte es das Schicksal erneut gut. Smith und Valentino waren für einen Workshop in Cleveland gebucht, als ihnen einfiel, dass Tony Monaco ganz in der Nähe in Columbus wohnt. Telefonisch vereinbarte man spontan ein Treffen, die Distanz von 230 Kilometern zwischen den beiden Städten im US-Bundesstaat Ohio war im Auto schnell überbrückt – und plötzlich fanden sich die drei musizierend in Monacos kleinem Heimstudio wieder. Ein Freund von Monaco borgte Steve Smith, dessen Trommeln und Becken nicht ins Auto gepasst hatten, hierfür ein kleines Jazzkit, Valentino stöpselte seine E-Gitarre in einen Verstärker, und schon ging’s los. Das Zusammenspiel machte so viel Spaß, dass man kurzentschlossen mit der Arbeit an einem Album zu dritt begann. Und das war nach gerade mal eineinhalb Aufnahmetagen im Kasten!

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Saor Patrol – XV – 15 Year Anniversary Edition – Total Reworx Vol 1 (+Tourdaten)

SaorPatrol_XV (ARC Music, VÖ: 04.09.2015)

Saor Patrol feiert 15 Jahre auf dem Gipfel ihres schottischen Mittelalter-Rock Berges mit der Veröffentlichung von XV – 15 Year Anniversary Edition – Total Reworx Vol 1. Mit XV belebt die Band einige ihrer Lieblingsstücke aufs Neue und macht völlig neue Aufnahmen dieser Stücke aus ihren 15 Jahren als eine der führenden instrumentalen schottischen Rock-Bands. XV bietet die gewöhnten Trademarks: Charlie Allans unnachahmliches Dudelsackspiel und Steve Legget auf elektrischen und akustischen Gitarren, begleitet von Saor Patrols donnernder Wand von Trommeln mit Kevin Johnson, Dan Dean und Mark Monaghan.

Zu Beginn des Jahres rockte Saor Patrol UK mit ihrer Darbietung von Three Wee Jigs in The One Show der BBC. Dieser Auftritt katapultierte das Album Outlander auf Platz 3 der UK Indie Charts.

Saor Patrols ständige Tourneen beinhalten ihre jährlichen Auftritte auf Deutschlands Mittelalter-Festen, das Mittelalterlich Phantasie Spectaculums und anderen: dem Edinburgh Fringe Festival, Wacken Open Air, SXSW (Texas), Taiwan Festival of World Culture, The Scottish Drum Day, Dollywood USA, Ely Folk Festival, der Rock & Blues Custom Show, Dublins Gaiety Theatre, T in the Park und Lo Spirito del Planeta.

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Dimitri Grechi Espinosa – Angels’s Blow

DimitriGrechiEspinosa_AngelsBlow (Ponderosa, VÖ: 25.09.2015)

Der Battistero di San Giovanni in Pisa ist die größte Taufkirche in der Geschichte des Christentums, mit seinem Umfang von 107 Metern und einer Höhe von 54 Metern überragt er alle anderen Baptisterien. Und auch der kreisrunde Grundriss hebt das 1152 begonnene, frei neben dem Dom Santa Maria Assunta stehende Gebäude von anderen Baptisterien (in der Regel achteckig angelegt) deutlich ab. Der Rundbau, in dem sich der Schall ungehindert ausbreiten kann, ist seit langem bekannt für seinen besonders langen Nachhall. Gelegentlich stimmt jemand vom Aufsichtspersonal in der großen Innenkuppel sukzessive verschiedene Gesangstöne an, die sich dann, schier endlos verhallt, zu voluminösen Akkorden überlagern: ein einzigartiges Klangerlebnis für alle Besucher des historischen Kirchenbaus!

Als Dimitri Grechi Espinosa die Gelegenheit erhielt, dort ein Album aufzunehmen, ließ er sich nicht zweimal bitten. Die spezielle Architektur und damit einhergehende Akustik inspirierten ihn zu ungewöhnlichen Stücken zwischen Jazz und Kirchenmusik. Im März 2014 spielte er in dem berühmten Baptisterium in der Toskana (übrigens Teil des UNESCO-Weltkulturerbes) acht Titel für Solosaxophon ein. Mutterseelenallein, ganz auf sich selbst zurückgeworfen zieht er darin seine Klangbahnen, stellt minimalistische Tonfolgen in den kathedralenartigen Hallraum, die sich, sekundenlang nachklingend, zu mehrstimmigen Strukturen verdichten.

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Maria João | OGRE – Plastico

OGRE_Plastico(o-tone music / Espuma Preta,
VÖ: 04.09.2015)

OGRE ist Maria Joãos aktuelles Quintett-Projekt, mit dem die einzigartige Künstlerin auf Tour gehen wird. Ein Hybrid aus Jazz und elektronsicher Musik, gepaart mit einer unüblichen Instrumentierung und einem „Outside The Box-Approach“ nimmt das Album Plastico den Hörer auf einen Trip aus World-Sounds, die die Grenzen auflösen und neue Hörgewohnheiten vermitteln. Ein Sound zwischen digitaler und analoger Welt, zusammengehalten von der großartigen, außergewöhnlichen Stimme von Maria – die den Zuhörer fesselt und als Bindeglied fungiert.

Mutig, grenzenlos, kreativ und unkonventionell. Maria João hat wieder einmal Ihr Element gefunden.

BACKGROUND

In 2012, OGRE released its debut album “Electrodoméstico” (published by JACC Records) and over the past few years has performed in some of Portugal’s main venues and events: In Lisbon, both in Centro Cultural de Belém and the Calouste Gulbenkian Foundation (during the 30th Anniversary of the Foundation’s Modern Art Center – CAM), also in Teatro Académico Gil Vicente, in Coimbra; Rivoli in Porto and Jazz no Palácio Festival, in Tavira. OGRE is seen frequently playing outside their homeland, with festival concerts in Chile, France, Italy, Austria, Switzerland and Hungary.

OGRE have a new album coming out soon! The concept is “Plástico” (plastic) and we can’t wait to show it to the world!
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Lisa Stansfield – Live in Manchester

Lisa-Stansfield_Live(earMusic, VÖ: 28.08.2015)

„Live In Manchester” wird auf 2CD, DVD und Blu-ray veröffentlicht.

2014 war eindeutig das Jahr von Lisa Stansfield. Nach langer Abwesenheit von der Welt der Musik kehrt die für den Grammy Nominierte, multi BRIT, Ivor Novello und Silver Clef Award Gewinnerin in großem Stil zurück: Ihr neuestes Album „Seven” chartete in ganz Europa, sowohl Großbritannien, als auch Deutschland in den Top 15! Getoppt wurde dies von einer ausverkauften Tour durch ganz Europa und dem Remix-Album „Seven +”.

Aufgenommen in Lisas Heimatstadt Manchester Bridgewater Hall am 7. September 2014 während ihrer Europa-Tour, „Live In Manchester” präsentiert die große Pop- und Soul-Sängerin vor einem begeisterten Publikum all ihre großen Hits wie „All Around The World” und „Change” zusammen mit neuen Tracks aus ihrem aktuellen Album wie „Can not Dance” und „So Be It.”

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Chano Dominguez & WDR Big Band Cologne – Soleando

N77023_Soleando_CD.indd(Jazzline, VÖ: 01.09.2015)
CD + LP

Aus grafischer Sicht sind ein gesundes Maß an Plakativität und ein Spiel mit Klischees durchaus willkommen. Vor einigen Jahren erschien eine CD mit einem Cover, auf dem im Vordergrund ein Stier und im Hintergrund die Skyline von Manhattan zu sehen war. Für eine andere Produktion wählte man andere Symbole: rechts einen andalusischen Halbstiefel, links einen Turnschuh. Die Alben Jazzpaña, Jazzpaña II und Jazzpaña Live (wo bereits auf der nominellen Ebene die Fusion vollzogen wird) zeigen einen Flamencotänzer, bei dem ein Bein die stilisierte Form eines Saxophons hat.

In musikalischer Hinsicht darf es heute gerne weniger plakativ sein. Denn neu ist diese Verbindung keineswegs, die Phase vorsichtiger Annäherungsversuche liegt bereits Jahrzehnte zurück. Eine der frühesten Dokumente zärtlicher Kontaktaufnahme war Lionel Hamptons Big Band-Album Jazz Flamenco, aufgenommen im Rahmen einer sechsmonatigen Europa-Tournee 1956. Nachdem der Vibraphonist in einem Madrider Flamenco-Club an einer Session teilgenommen hatte, entschloss er sich spontan, mehrere Flamenco-Perkussionisten der Stadt ins Studio einzuladen, unter ihnen die Kastagnetten-Spielerin Maria Angelica. Kaum mehr als ein exotisches Kolorit, denn ihr oblag es mit den Kastagnetten – zu swingen …

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