Gnawa Diffusion – Fucking Cowboys

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Gnawa Diffusion – Fucking Cowboys

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FuckingCowboys_cover_web1.jpgAuch wenn die vorliegende CD/DVD mit Aufkleber daher kommt, der einen eigens darauf hinweist, dass man es hier mit den „adieux du groupe a son public“ (also den Abschiedsgrüßen der Band an ihr Publikum) zu tun habe, ist man – vor allem, wenn man zuvor noch nicht mit Gnawa Diffusion in Berührung gekommen ist – kaum auf die rauschende Party gefasst, welche die Band und ihr Publikum da vom Zaun brechen. Denn, ja, es handelt sich hier um eine Live-Veröffentlichung – daran lässt schon allein die von der ersten Sekunde an hörbare Begeisterung der Menge keinerlei Zweifel entstehen. Und wenn nach dem minutenlangen Vokal-Intro von Gründer und Frontmann Amazigh Kateb die Rhythmus-Sektion zum ersten Mal (mit einem jener hypnotischen maghrebinischen 3/4tel-Beats) einsteigt, dann ist allerspätestens unmissverständlich klar: hier treffen Menschen aufeinander, die sich gegenseitig schlicht und ergreifend großartig finden. Das Publikum liebt die Band und umgekehrt. Wer’s nicht so recht glauben mag, dem sei ein Blick auf die ebenfalls enthaltene DVD empfohlen; deren erstes Kapitel zeigt u.a. den Weg der Gruppe durch die Besucherscharen zur Bühne, quasi die Zeit vor dem ersten Track der Audio-CD. Da sieht man: Was da am 25.11.2006 in Paris am Elysée Montmartre stattgefunden hat, das das hat/te schon Volksfestcharakter.

Ohne Frage hat die Formation sich seit ihrer Gründung 1992 in Grenoble mit ihrer charakteristischen und eingängigen Mischung aus Gnawa, Reggae, Pop/Rock und Cha’abi (eine Form nordafrikanischer Pop-Musik, die vorwiegend in Marokko und Algerien beheimatet ist) eine ebenso treue wie enthusiastische Gefolgschaft erspielt.

web1.jpgEin nicht geringer Teil ihres Erfolges bedingt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch den Umstand, dass viele der in Frankreich lebenden Menschen nichteuropäischer Herkunft mit dem quicklebendigen Stil- und Kulturgemisch, das Gnawa Diffusion verkörpern, identifizieren können. „Gnawa“ (gesprochen ‚Gnaoua‘) bezeichnet zwar einerseits eine konkrete Ethnie (welche, ursprünglich auf Sklaven im westafrikanischen Guinea zurückgehend, heute als Minderheit hauptsächlich innerhalb der marokkanischen Staatsgrenzen angesiedelt ist), zum anderen jedoch auch eine Musikform, die wiederum für eine spezielle Spiritualität steht: eine religiöse Mischform, die Elemente des Islam und archaischere, animistische Glaubenformen verbindet. Rituale mit trance-induzierender Musik und entsprechendem Tanz nehmen darin einen wichtigen Stellenwert ein und verbinden sie wiederum mit den Gepflogenheiten der mittlerweile doch relativ bekannt(er)en Sufi, deren mystische Praktiken in den vergangenen Jahrzehnten die verschiedensten „westlichen“ Musiker als Inspirationsquelle nutzten.

Gnawa verbindet, vor allem in Nordafrika, über zahlreiche Landesgrenzen hinweg Menschen – Maghrebiner, Berber, Araber oder Schwarzafrikaner – zu/r Gemeinschaft/en. Und ganz ähnlich verhält es sich auch mit Menschen diesen oder ähnlichen kulturellen Hintergrunds in europäischen Ländern; speziell in Frankreich aufgrund der durch die Kolonialgeschichte des Landes in besonderem Maße geprägten Bevölkerungsverhältnisse. Und Gnawa Diffusion haben es sich, wie schon der Name erkennen lässt, auf die Fahne geschrieben, dem Prinzip Gnawa zur weiteren Ausbreitung zu verhelfen.

15 Jahre nach Gründung der Band, 5 Alben und zahllose Konzerte später zeigt sich, dass das Vorhaben von Erfolg gekrönt war und ist. Menschen feiern Gnawa Diffusion nicht nur in Frankreich; Tausende und Abertausende rockten bei Auftritten überall auf der Welt zur Musik des Oktetts und ließen sich gern in den ein oder anderen Moment moderneren Derwisch-Daseins entrücken. Davon legen auf der vorliegenden CD DVD nicht nur die Aufnahmen aus Paris, sondern auch zusätzliches Bonus-Material aus Algerien (2000, 2001 und 2003) u.a. Zeugnis ab.

Man kann dieses Package nicht anders bezeichnen als fulminant. Ein Jammer, dass diese Ausnahme-Kombo nach einer letzten kleinen Tour in Frankreich und Algerien aufhören wird. Ein Glück, dass sie vorher noch dieses grandiose Abschiedsgeschenk realisiert hat.

VÖ: 25.05.2007

 

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