Ernst Toch – Bunte Suite / Mozart Transcriptions / Cello Concerto

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Ernst Toch – Bunte Suite / Mozart Transcriptions / Cello Concerto

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ErnstToch (Crystal Classics, VÖ: 01.08.2012)
Wer etwas über den Komponisten Ernst Toch in Erfahrung bringen will, wird alsbald bemerken, dass ein solches Bedürfnis nicht ohne weiteres befriedigt werden kann. Keine Monographie ziert die Regale der großen Kulturkaufhäuser, recht schmal ist die Zahl der wissenschaftlichen Beiträge, die selbst in den großen Bibliotheken zu finden sind. In fast allen Schriften freilich, zumal denen, die ein Portrait des Komponisten zu zeichnen versuchen, wird jener Satz zitiert, mit dem Toch sich in seinen späten Jahren charakterisierte: „Ich bin der meistvergessene Komponist des zwanzigsten Jahrhunderts.“

Das Vergessen aber ereilte nicht nur Ernst Toch, sondern auffällig viele Komponisten, die in den Jahren um die Jahrhundertwende geboren wurden. Ihre Lebenswege wurden geprägt von den großen gesellschaftlichen Umbrüchen und Katastrophen, welche die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts überschatteten. Die Jugendjahre verlebten sie in einer Zeit, die später als die „gute alte“ apostrophiert wurde. Dann aber kam der erste Weltkrieg. Oft genug wurden aus Künstlern Soldaten, für viele – etwa Hanns Eisler, Paul Hindemith und Viktor Ullmann – wurde das Kriegserlebnis zur traumatischen Erfahrung. Manch einer kam um, so der genial begabte Rudi Stephan, Altersgenosse Ernst Tochs. In den 1920er Jahren mussten die Musiker dieser Generation ihre Position in einem gewandelten Umfeld finden und behaupten. Hatten sie diese Herausforderung bewältigt, sahen sich viele von ihnen nach wenigen Jahren dem Würgegriff totalitärer Diktaturen ausgesetzt. Flucht, innere Emigration oder aber Anpassung waren einige der Strategien, mit denen die Künstler zu antworten versuchten. Nach dem 2. Weltkrieg gelang es nur den wenigsten, sich unter erneut radikal gewandelten Bedingungen zu etablieren. Eine junge Generation bestimmte zunehmend die Szene zeitgenössischen Musizierens. Über die Generation, der auch Toch entstammte, schien „die Zeit hinweggegangen“, viele ihrer Werke sanken in Vergessenheit. Diese Tendenz wurde und wird durch die Mechanismen der Kulturindustrie noch befördert, denn die lebt von der unentwegten Reproduktion des immergleichen Repertoires, das gleichsam in einer Endlosschleife die Konzertsäle füllt und in das die Musik des 20. Jahrhunderts nach wie vor nur in homöopathischen Dosen Eingang findet. In den Foren zeitgenössischen Komponierens hingegen galt und gilt das Interesse vor allem dem jeweils aktuellen Musikschaffen, so dass sich ein Meer des Vergessens öffnete, in das mehr und mehr Musik zu gleiten droht. Immerhin aber gibt es seit gut drei Jahrzehnten, getragen durch engagierte Interpreten, Institutionen und Musikwissenschaftler, Versuche, jene Musik, die zu Unrecht ins Abseits geriet, wiederzuentdecken und dem Musikleben zurückzugewinnen. Erfolge zeitigten diese Bemühungen am ehesten in Randbereichen des Musiklebens, die den Mechanismen des Marktes zu trotzen vermochten. Auch ist eine ganze Reihe dieser Werke wenn auch nicht im Konzertsaal präsent, so doch mittlerweile auf Tonträgern verfügbar und wenigstens dem interessierten Rezipienten zugänglich.

Stationen
Ernst Toch entstammte einer seit 1868 in Wien ansässigen jüdischen Familie und erlebte in seiner Jugend die Habsburgische Metropole in einer der wohl spannendsten Zeiten ihrer an kulturgeschichtlichen Höhepunkten wahrlich nicht armen Historie. Freilich ist sein Leben und Schaffen weniger durch Wien geprägt als etwa das des fast gleichaltrigen Alban Berg oder des ein Jahrzehnt jüngeren Erich Wolfgang Korngold, die beide sehr früh in die wichtigen Zirkel des Wiener Musiklebens integriert waren. Zwar führte das renommierte Rosé-Quartett 1907 das Streichquartett a-Moll op. 12 des autodidaktisch komponierenden Toch auf. Als er aber zwei Jahre später den Mozartpreis der Stadt Frankfurt erhielt, verließ er seine Heimatstadt, um am Hoch‘schen Konservatorium in der Mainmetropole zu studieren. Seit 1913 lebte er, nunmehr selbst mit einem Lehrauftrag an der Musikhochschule versehen – unterbrochen durch einen vierjährigen Dienst in der k&k Armee –, in Mannheim und katapultierte sich in den Jahren der Weimarer Republik mit Werken wie dem Klavierkonzert und dem Cellokonzert alsbald in die vorderste Reihe der zeitgenössischen Komponisten. 1933 nutzte Toch, der 1928 nach Berlin übergesiedelt war, wenige Monate nach der nationalsozialistischen Machtergreifung einen Aufenthalt in Florenz, um zu emigrieren. Sein Weg führte ihn über Paris und London in die Vereinigten Staaten, wo er sich in Kalifornien niederließ und seinen Lebensunterhalt durch Lehrtätigkeit und vor allem als Filmkomponist für Hollywood verdiente – ähnlich erfolgreich wie sein Landsmann Erich Wolfgang Korngold. Mit Korngold teilte er das Schicksal, dass ihm nach dem Krieg eine dauerhafte Rückkehr nach Europa versagt blieb. Hatte er während der aufreibenden Knochenarbeit für die Filmstudios seine kompositorische Arbeit für Bühne und Konzertsaal quasi eingestellt, so schloss sich, nachdem er dieser Verpflichtung ledig war, nochmals eine Zeit intensiven Schaffens an. Unter anderem entstanden seit 1950 bis zu Tochs Tod 1964 sieben Sinfonien. Ähnlich wie Egon Wellesz vollzog Toch in diesen späten Jahren eine stilistische Wende. Er, der bis 1933 einer der Protagonisten der Avantgarde war, beschwor nun die Welt jener späten Romantik, die in seiner Jugendzeit en vogue war.
Das Cellokonzert op. 35, die Bunte Suite op. 48 und die Mozart-Transkription beleuchten schlaglichtartig charakteristische Aspekte von Tochs Schaffen. Dabei mag das Konzert für den Avantgardisten Toch stehen, die „Bunte Suite“ hingegen komponierte er für den Rundfunk, sie entstammt also dem Bereich der angewandten Musik. Die Mozart-Bearbeitung schließlich repräsentiert die für seine späte Schaffenszeit charakteristische Hinwendung zu seinen Wurzeln: Mozart vor allen anderen war der Komponist, an dem der junge Autodidakt in Wien sein Können schulte.

Wiener Erbe und neue Sachlichkeit
Das Konzert für Violoncello und Kammerorchester entstand Mitte der 1920er Jahre und wurde mit dem Solisten Emanuel Feuermann auf dem 55. Tonkünstlerfest des ADMV 1925 in Kiel erfolgreich uraufgeführt. Der Schott-Verlag hatte damals einen Wettbewerb für neue Kammerkonzerte ausgeschrieben und Tochs Konzert gehörte zu den preisgekrönten Werken.
Das Konzert verbindet Elemente, die aus der Wiener Musik der anbrechenden Moderne ererbt wurden mit Eigenarten, wie sie für die Musik der zwanziger Jahre, zumal jene neoklassischer bzw. neusachlicher Provenienz, typisch waren: etwa der Betonung motorischer Elemente und der Tendenz zu bündigen, knappen Formulierungen. Am Beginn des ersten Satzes begegnet ein fast jugendstilartiges Flechtwerk melodischer Linien, kontrapunktiert von einem denkbar lapidaren Motiv, das die wuchernd aufrauschenden Passagen gliedernd im Zaum hält. Erst allmählich, nach Einsatz des Solo-Cellos, werden Themen in fassbarer Gestalt wahrnehmbar, von denen eines – alternierend mit motorisch geprägten Passagen – durchführungsartig entwickelt wird. Ein kapriziöses Scherzo folgt. Mit dem Thema der Hauptteile wird mit leichter Hand jongliert: Mal erscheint es gespiegelt, dann als dicht gearbeiteter Kanon im Sekundabstand. Das Trio kontrastiert mit pentatonisch eingefärbter Motivik. Von Anfang bis Ende wird der Satz von ungebremster motorische Bewegung getragen. Denkbar stark kontrastiert dazu der dritte Satz, ein ungemein expressives Adagio, das als Monolog des Soloinstruments anhebt und mehrere wellenartige Steigerungen durchläuft, in denen sich die melodischen Linien manchmal zu einem dichten Netz verschlingen und dennoch Raum bleibt für innig sich aussingende Passagen. Im Finale hingegen ist solche Expressivität passé. Jene Motorik, die schon das Scherzo prägte, wird hier ins Manische gesteigert: ein geradezu mechanistischer Satz, dessen Motive funktionieren wie die Zahnräder in einem Getriebe, dass freilich am Ende an den Rand des Zerberstens getrieben wird.

Musik für den Rundfunk
Die „Bunte Suite“ komponierte Toch kurz vor seinem Wechsel nach Berlin im Auftrag des Frankfurter Rundfunks – für ein damals junges Medium also, das Musik jenseits des Konzertsaales verbreiten konnte und dem sich viele Musiker zuwandten. Komponisten wie Hindemith, Weill, Eisler, Butting, Schreker und eben auch Toch ging es darum, Komponieren und soziale Verantwortung zu verbinden und jene manchmal abwertend als „Gebrauchsmusik“ apostrophierte Sphäre ästhetisch aufzuwerten.
Die sechssätzige „Bunte Suite“ ist ein bemerkenswertes Dokument dieser Bemühungen. Der Titel könnte ein heiter unbeschwertes Werk avisieren. Solche Erwartungen unterläuft Toch freilich. Zwar bedient sich der Eingangssatz ausgiebig im Fundus der Unterhaltungsmusik, setzt deren schmissige Floskeln jedoch durch harmonische und klangliche Schärfungen gehörig unter Feuer. Die folgenden Sätze fokussieren sich klanglich auf bestimmte Register des Orchesters. Der zweite ist den Holzbläsern, der dritte den Streichern, der vierte Blechbläsern, Klavier und Schlagwerk vorbehalten. Auffällig ist die Tendenz zur harmonischen Eindunklung, die im zweiten und dritten Satz Raum greift. Die muntere Bewegung des Kopfsatzes wird in den Folgesätzen zudem immer mehr abgebremst, bis im ruhevollen dritten Satz elegische Töne gänzlich dominieren. Im 4. Satz „outet“ sich Toch als ein Geistesverwandter eines jungen sowjetischen Komponisten, den er damals kaum gekannt haben kann: Er parodiert Trivialmusik ähnlich sarkastisch wie Schostakowitsch. Der fünfte Satz dann bedient sich hoher kontrapunktischer Kunst. Er ist als eine Passacaglia geformt, deren kurzes Thema durch die verschiedenen Instrumentengruppen wandert und mit immer neuen Gegenstimmen kombiniert wird. Eines der Gegenmotive des Passacaglia-Themas wird im Finalsatz zum Motor des wirbelnden Karussells, wobei auch in diesem energischen Furioso dunkle Töne und Doppelbödiges stets präsent sind.

Hommage an Mozart
Wenn eingangs vom Vergessen die Rede war, so sind dessen Symptome an Tochs Transkription von Mozarts Variationen über „Unser dummer Pöbel meint…“ (KV 455) paradigmatisch abzulesen. Wir wissen über die Hintergründe der Entstehung von Mozarts vor weit über 200 Jahre komponiertem Werk mehr als über die gerade ein halbes Jahrhundert alte Transkription Tochs. In keiner der uns zugänglichen Publikationen war Tochs Bearbeitung auch nur erwähnt. Einzig der Vermerk in der Partitur, dass die Transkription 1953 erschien und die Tatsache, dass der Verlag in Los Angeles beheimatet ist, legen nahe, dass es sich bei dieser Transkription um eine Arbeit Tochs aus den frühen 1950er Jahren handeln könnte. Das Originalwerk wurde von Mozart am 25. August 1784 niedergeschrieben und stellt die Ausarbeitung einer Improvisation dar, die er am 23. März 1783 in einem Konzert in Anwesenheit von Kaiser Joseph II. als Zugabe gespielt hat. Das Thema stammt von Christoph Willibald Gluck: aus seiner Oper „Die Pilgrime von Mekka“ (Uraufführung 1764).
In seiner Bearbeitung folgt Toch dem Mozartschen Werk zwar in der formalen Struktur sowie in der melodischen und harmonischen Substanz en detail, freilich modifiziert er die klangliche Seite und die Faktur des Tonsatzes. Aus dem Solo-Werk wird so ein konzertantes Stück, in dem Klavier und Orchester gleichwertige Partner sind. Neue Motive und Gegenstimmen bereichern die Textur, ja ganze klangliche Ebenen werden hinzugefügt, wobei Toch mit sicherem Stilgefühl agiert und nirgends der Gefahr oberflächlicher Effekthascherei erliegt, andererseits allenthalben dennoch die Lust am geistvollen Spiel und der klanglichen Pointe spürbar bleibt.

Text: Jens Schubbe

Tatjana Blome gewann als Zwölfjährige den 1. Preis beim Steinway-Wettbewerb und gab ein Jahr später ihren ersten Klavierabend. 1995 debütierte die junge Pianistin mit dem 1. Klavierkonzert von Johannes Brahms in der Berliner Philharmonie.
Bis zu ihrem 14. Lebensjahr erhielt die gebürtige Dortmunderin Unterricht bei ihrem Vater Josef-Matthias Blome. Tatjana Blome hat in Detmold bei Renate Kretschmar-Fischer, in Berlin bei Heidrun Holtmann und Aribert Reimann sowie in München in der Meisterklasse von Gerhard Oppitz studiert. Außerdem widmete sie sich dem Studium der Germanistik und Theologie.
Tatjana Blome tritt europaweit als Solistin auf, so spielt Sie u.a. in Österreich, Frankreich, Slowenien, Portugal und Russland Klavierrecitals sowie als Solistin mit verschiedenen Orchestern. In Deutschland konzertiert sie regelmäßig als Solistin mit solchen Orchestern wie den Dortmunder Philharmonikern, den Göttinger Sinfonikern, dem Philharmonischen Orchester Trier, der Jenaer Philharmonie, der Südwestfälischen Philharmonie, den Bergischen Symphonikern und der Kammersymphonie Berlin.
Tatjana Blome ist regelmäßige Liedbegleiterin des Baritons Dietrich Henschel, Duopartnerin im Duo Blome-Lunte (Saxophon und Klavier) und Mitglied im Kammermusikensemble der Deutschen Oper Berlin. Sie arbeitete u.a. mit Gerd Albrecht, Jürgen Bruns, Ib Hausmann, Claudia Barainsky und George Tabori zusammen.
Tatjana Blome hat über 50 Werke für CD (Deutsche Grammophon, EDA und Naxos u.a.) und Rundfunk eingespielt. 2007 erschien ihre erste Solo-CD mit Werken von Gerhard Frommel bei der Deutschen Grammophon, 2010 bei DSS das mit dem Rundfunkorchester Ljubljana produzierte Klavierkonzert von Marco Mihevc. 2011 erschien ihre zweite Solo-CD bei Naxos.

www.tatjanablome.de

Peter Bruns
Violoncello

„Das ist eine der besten CD-Aufnahmen des Jahres – vielleicht sogar des Jahrzehnts. […] Was wir hier vorfinden, kommt unter den ‚authentischen‘ Aufführungen der letzten Zeit Casals am nächsten.“
(„Early Music Review“ über die CD-Aufnahme der 6 Cellosuiten von J. S. Bach)

„Peter Bruns tut das, was er auf seinem Tononi-Cello von 1730 am liebsten tut: Er deklamiert. So wie Pablo Casals, in dessen Besitz das Instrument auch gewesen war. Die Nähe zu Casals bestätigte Peter Bruns einmal mit den Worten: ‚Ich versuche auch, auf dem Instrument zu sprechen‘.“
(Maja Ellmenreich im Deutschlandradio Köln)

Solokonzerte und Recitals führten Peter Bruns in die renommiertesten Musikzentren sämtlicher Kontinente, so u. a. in die Berliner Philharmonie, die New Yorker Carnegie Hall, die Londoner Wigmore Hall, nach Tokyo und Hong Kong, in die Semperoper Dresden, ins Leipziger Gewandhaus sowie zu bedeutenden Festivals wie in Kuhmo und Bergen, zu den Berliner und Dresdner Musikfestspielen, zum Budapester Frühling und Gidon Kremers Lockenhaus-Festival.

Peter Bruns ist Solist vieler bedeutender Orchester, so z.B. auch auf Tourneen der Sächsischen Staatskapelle Dresden, des RAI-Sinfonieorchesters, des MDR-Sinfonieorchester und des Berliner Sinfonieorchesters. Er arbeitete u.a. mit Dirigenten wie Giuseppe Sinopoli, Herbert Blomstedt, Colin Davis, Eliahu Inbal, Thierry Fischer, Christoph Prick, Marc Albrecht, Michail Jurowski und Bruno Weil zusammen.

Die Auseinandersetzung mit der Musiksprache verschiedener Stile und Epochen führte zu enger Zusammenarbeit mit namhaften Ensembles, etwa der Akademie für Alte Musik Berlin.

In Berlin geboren, studierte er in seiner Heimatstadt bei Professor Peter Vogler an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Von 1993-2000 war er einer der künstlerischen Leiter des Kammermusikfestivals Schloss Moritzburg, 1998 bis 2005 hatte er eine Professur für Violoncello an der Musikhochschule Dresden inne und ist seit 2005 in gleicher Position an der Hochschule für Musik in Leipzig tätig.

Der Cellist hat eine Reihe preisgekrönter CDs aufgenommen, u. a. Gesamteinspielungen der Brahms-Sonaten, der Bach-Suiten, der Werke von Gabriel Fauré, Ernest Bloch, Charles Koechlin, Robert Schumann, Robert Volkmann, Charles Marie Widor und Louis Vierne, außerdem Einspielungen des Konzerts a-moll von Carl Philipp Emanuel Bach (Cannes Classical Award „Best CD of the Year“), des Gesamtwerks von Antonin Dvorak für Violoncello und Orchester mit der Staatskapelle Dresden und die hoch gelobten Aufnahmen der Cellokonzerte von Haydn, Schumann und Volkmann mit dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig.

Peter Bruns spielt auf einem Instrument von Carlo Tononi, Venedig 1730, das sich im Besitz des legendären spanischen Cellisten Pablo Casals befand.

www.peterbruns.de

Jürgen Bruns ist Künstlerischer Leiter der Kammersymphonie Berlin, Chefdirigent des KOS Ljubljana und des ECCO (Orchester des europäischen Komponistenverbandes).

Mit seinem umfassenden Repertoire arbeitet Jürgen Bruns europaweit als Gastdirigent. Er dirigierte in den letzten Jahren über 80 Uraufführungen und seine Interpretationen der Klassik und Romantik werden hoch gelobt. Bekannt wurde er für seine Aufführungen und Aufnahmen wiederentdeckter Werke der Klassischen Moderne und verfemter Musik. Diese Tätigkeit ist ihm gerade als ein deutscher Dirigent der jüngeren Generation eine Herzensangelegenheit. Jürgen Bruns wird für seine thematisch orientierten Konzertprogramme sowie für die Zusammenarbeit mit anderen Künsten geschätzt und ist mehrfach preisgekrönt.

Der in Greifswald geborene Jürgen Bruns lernte als Kind mehrere Instrumente und trat neunjährig zum ersten Mal solistisch mit Orchestern auf. Später studierte er in Berlin Violine und wurde 1988 Mitglied des Konzerthausorchesters Berlin. Zeitgleich nahm er seine Dirigierstudien bei Rolf Reuter, Gilbert Varga und Charles Bruck sowie an der „Pierre-Monteux-School“ in den USA auf.
1991 beendete Jürgen Bruns sein Engagement beim Konzerthausorchester, um sich dem Dirigieren zu widmen.

Im selben Jahr gründete er die Kammersymphonie Berlin, die mittlerweile zu den renommiertesten deutschen Kammerorchestern gehört.

Jürgen Bruns tritt europaweit als Gastdirigent auf und kooperierte häufig mit renommierten Theaterregisseuren wie Peter Zadek und Roland Emmerich.

Über hundert Werke hat Jürgen Bruns mittlerweile für CD (u.a. Deutsche Grammophon, EDA, Capriccio, Hännsler Classics, Sony), Rundfunk und Film eingespielt. Von 2006 bis 2009 war er Künstlerischer Leiter der Reihe „Club 100“ bei der Deutschen Grammophon.

www.juergenfbruns.de

SCHON GEHÖRT????

Neugierde auf das Unbekannte und Freude am gemeinsamen Musizieren bewogen im Jahr 1991 junge Berliner Musiker um Jürgen Bruns, die KAMMERSYMPHONIE BERLIN zu gründen.

Nach wenigen Jahren zählt das Orchester zu den etablierten Kammerorchestern Deutschlands und steht seitdem für innovative Programmideen in spannenden Konzertabenden.

Das Orchester macht sich unter seinem Künstlerischen Leiter Jürgen Bruns neben dem klassischen Repertoire hochrangige, aber selten gespielte Orchestermusik zum Anliegen. Im Mittelpunkt stehen Werke der Klassischen Moderne mit einem Schwerpunkt auf der „verfemten“ Musik aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Als Orchester in Berlin – die Mitglieder spielen in Opern- und Konzertorchestern oder als Freischaffende der Stadt – greift die Kammersymphonie in ihren Programmen die große Berliner Tradition der Toleranz und Vielfältigkeit auf.

In den vergangenen Jahren arbeitete das Orchester mit zahlreichen Komponisten wie z.B. Alfred Schnittke, Jean Françaix, Nina Senk, Detlev Glanert und Marko Mihevc zusammen und brachte Werke von Franz Schreker, Alexander Glasunow und Darius Milhaud zur deutschen Erstaufführung. Neben der musikalischen Gestaltung von Theaterproduktionen (u.a. Peter Zadek), begleitete das Orchester Tanzproduktionen (u.a. mit Gregor Seyffert) und Literatur im Konzert (u.a. Corinna Harfouch, Dieter Mann und Eberhard Esche). Das Musikfestival „Polen im Herzen“ und die Konzertreihe „Trio Europa“ zeugen vom innovativ-kreativen Potenzial des Ensembles.

Die Kammersymphonie Berlin folgt regelmäßigen Einladungen zu in- und ausländischen Festivals: Dresdener Musikfestspiele, Kurt-Weill-Fest Dessau, Festival Mitte Europa, Usedomer Musikfestival, Rheingau Musikfestival, Musikfestspiele in Ravello (Italien), Festival International de Musique de Sion-Valais (Schweiz), Carinthischer Sommer (Österreich), Internationales Musikfestival Side (Türkei)

Die Kammersymphonie Berlin kann eine beachtliche Diskographie aufweisen (DGG, EDA, Capriccio, Sony); regelmäßige Radio – Livesendungen und Mitschnitte (u.a. Deutschlandradio Kultur) sowie Filmmusikaufnahmen runden die Medienpräsenz des Orchesters ab.

… Farbige Effekte, überraschende Entwicklungen, ganz einfach große Musik, zumal wenn sie so geistessprühend und elektrisierend gespielt wird, wie von der Berliner Kammersymphonie … FAZ

www.kammersymphonie.de

Mendelssohn Kammerorchester Leipzig
„Das derzeit spannendste Projekt in der Musikstadt Leipzig.“
(Leipziger Volkszeitung)

Seit seiner Gründung im Jahr 2000 durch Absolventen der Hochschule für Musik und Theater Leipzig hat sich das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig zu einem der profilierten Ensembles Deutschlands entwickelt. „Brillant“, „mitreißende Umsetzung der Musik“, „flexibler Klangkörper“ sind nur einige Stichworte der begleitenden Presse. Dabei begeistert das Orchester vor allem sein Publikum mit Leidenschaft und stilistisch überzeugenden Interpretationen.

Musikalisch geprägt wird das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig durch seinen Konzertmeister Gunnar Harms und den ersten Gastdirigenten und renommierten Cellisten Peter Bruns. Ihre durchdachten Konzeptionen geben dem hochmotiviert und äußerst kammermusikalisch spielenden Ensemble ein charakteristisches musikalisches Profil und lassen jedes Konzert zu einem besonderen Erlebnis werden.

Ganz bewusst verzichtet das Ensemble auf einen Chefdirigenten. Durch seine musikalische und stilistische Kompetenz ist es sowohl in der Lage Programme ohne einen Dirigenten zu gestalten, als auch neue und belebende Impulse durch das Hinzuziehen von Spezialisten einzelner Epochen zu erhalten.

Auf dieser Grundlage haben sich während des 10-jährigen Bestehens des Mendelssohn Kammerorchesters Leipzig viele musikalische Partnerschaften zu renommierten Persönlichkeiten wie Michael Sanderling, Antje Weithaas, Vivien Hagner, Reinhold Friedrich, Peter und Jürgen Bruns, Salome Kammer und Herbert Feuerstein („Das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig erfüllt höchste Ansprüche“ – August 2010) entwickelt.

Bereits kurz nach seiner Gründung gastierte das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig auf bedeutenden Festivals wie dem MDR Musiksommer, dem Bachfest und den Mendelssohn-Festtagen in Leipzig und eröffnete mehrfach die Internationale Leipziger Buchmesse im großen Saal des Leipziger Gewandhauses. Es folgten Konzertreisen in die Schweiz, die Türkei und Spanien, Gastspiele in allen großen Konzertsälen Deutschlands wie der Kölner Philharmonie, der Philharmonie Essen, der Stuttgarter Liederhalle, dem Konzerthaus Dortmund und der Tonhalle Düsseldorf sowie beim Rheingau Musik Festival und den Musikfestspielen Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2009 ist das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig offizieller Partner der Mendelssohn Festtage in Leipzig. 2011 gab das Ensemble sein Debüt im großen Saal des Wiener Musikvereins.

Neben seiner regelmäßigen Konzerttätigkeit ist es dem Orchester ein Anliegen, neue Hörer für die klassische Musik zu begeistern, so mit der Reihe „Konzerte für Neugierige“ im Gewandhaus, die zum Teil in Verbindung mit pädagogischen Projekten stattfindet und durch den Leiter der Kulturredaktion der Leipziger Volkszeitung Peter Korfmacher moderiert wird, oder dem Kompositionsprojekt „Schüler komponieren“, mit dem das Orchester in Schulen in Deutschland und Europa Jugendliche zum kreativen Arbeiten motiviert.